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Kettner Edelmetalle
13.07.2026
18:43 Uhr

E-LKW-Traum vor dem Kollaps: Wenn der Strom für die grüne Vision einfach fehlt

Es ist eine Geschichte, die wie ein Sinnbild für die deutsche Energiepolitik wirkt: Baden-Württemberg will das Land mit einem dichten Netz an Ladesäulen für elektrische Lastwagen überziehen. 13.000 Ladepunkte bis 2035, so das ambitionierte Ziel des Verkehrsministeriums. Doch schon im ersten Ort scheitert die schöne neue Welt an einer banalen, aber fundamentalen Realität: Es ist schlicht nicht genug Strom da.

Ein Antrag, ein Anruf, eine Absage

Wie der SWR berichtet, wollte ein Tankstellenbetreiber im badischen Lahr zehn Ladesäulen für E-LKW mit einer Gesamtleistung von acht Megawatt errichten. Die Antwort der Behörden? Abgelehnt. Ohne Begründung. Der Unternehmer versuchte es erneut – mit vier Ladesäulen, dann mit zwei. Alles vergeblich. Erst ein Anruf des Netzbetreibers brachte Licht ins Dunkel: Ein Netzengpass mache den Anschluss unmöglich.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Mann will investieren, will die von der Politik so vehement geforderte Verkehrswende vorantreiben – und wird von genau jenem System ausgebremst, das ihn eigentlich zum Umsteigen zwingen möchte. Willkommen im energiepolitischen Absurdistan.

Die Rechnung, die niemand aufgemacht hat

Das Elektrizitätswerk Mittelbaden bestätigte gegenüber dem SWR, dass größere Netzanschlüsse mit einer Kapazität von einem Megawatt oder mehr gar nicht oder nur eingeschränkt genehmigt werden könnten. Der Engpass reiche bis ins übergeordnete Netz von Netze BW hinauf. Und deren Begründung liest sich wie eine Bankrotterklärung der grünen Elektrifizierungsfantasie:

Der Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektroautos, KI-Rechenzentren und die Industrie steige schneller, als der Netzausbau erfolge.

Schneller als der Ausbau. Wer hätte das ahnen können? Nun, tatsächlich hätten es alle ahnen können – und viele haben es auch getan. Doch wer in den vergangenen Jahren davor warnte, dass man nicht gleichzeitig Millionen Autos, ganze Heizungssysteme und energiehungrige Rechenzentren an ein Netz hängen kann, das man parallel durch die Abschaltung verlässlicher Kraftwerke systematisch schwächt, der wurde bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls diffamiert.

Die grüne Quadratur des Kreises

Hier offenbart sich der grundlegende Konstruktionsfehler einer Politik, die den Menschen ein Elektro-Paradies verspricht, ohne die physikalischen Grundlagen bereitzustellen. Man kann nicht auf der einen Seite das Verbrenner-Aus feiern, die letzten Kernkraftwerke vom Netz nehmen und die Kohle verteufeln – und auf der anderen Seite erwarten, dass gigantische Mengen zusätzlicher elektrischer Leistung einfach so aus der Steckdose sprudeln.

Der Tankstellenbetreiber aus Lahr hat mittlerweile resigniert einen Antrag für eine einzelne Ladesäule gestellt. Sollte selbst diese genehmigt werden, plant er, einen teuren Batteriespeicher anzuschaffen, um die Engpässe überhaupt überbrücken zu können. Aus zehn Ladesäulen wird eine – mit Notpuffer. So sieht sie also aus, die Mobilität der Zukunft im vermeintlichen Musterland der Energiewende.

Wenn Ideologie auf Physik trifft

Laut der Studie des Verkehrsministeriums stammen 80 Prozent der verkehrsbedingten CO2-Emissionen von schweren Lastfahrzeugen. Bis 2027 sollen 1.800 Ladepunkte entstehen, bis 2030 gar 6.350, bis 2035 schließlich über 13.000. Schöne Zahlen auf schönem Papier. Doch was nützt der prächtigste Plan, wenn bereits das erste Projekt an der harten Wirklichkeit zerschellt?

Die bittere Wahrheit lautet: Solange der Netzausbau dem politisch verordneten Elektrifizierungswahn hoffnungslos hinterherhinkt, bleiben derartige Ziele Luftschlösser. Die Milliarden für Sondervermögen und Klimaneutralität mögen im Grundgesetz stehen – der Strom fließt deswegen nicht schneller durch marode Leitungen.

Fazit: Sachwerte statt Stromausfälle

Was uns dieses Lehrstück aus Baden-Württemberg vor Augen führt, ist die tiefe Kluft zwischen politischem Wunschdenken und wirtschaftlicher Realität. Eine Volkswirtschaft, die ihre eigene Energieversorgung an ideologischen Vorgaben ausrichtet statt an technischer Machbarkeit, sägt am Ast, auf dem ihr Wohlstand sitzt.

Gerade in solch unsicheren Zeiten, in denen Planbarkeit und Verlässlichkeit zunehmend zur Mangelware werden, gewinnt die Frage nach echter Vermögenssicherung an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind keinen Netzengpässen ausgesetzt und keiner politischen Fehlplanung unterworfen. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio haben sie über Jahrhunderte hinweg ihre Beständigkeit bewiesen – unabhängig davon, ob der Strom fließt oder nicht.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Ziehen Sie im Zweifel einen unabhängigen Fachberater hinzu.

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