
Dreißig Treffen mit einem verurteilten Sexualstraftäter: Wie Bill Gates alle Warnungen in den Wind schlug
Es gibt Namen, die in den Akten des Jeffrey Epstein immer wieder auftauchen wie ein hartnäckiger Fleck, den keine noch so gut bezahlte PR-Agentur wegwischen kann. Bill Gates gehört zu diesen Namen. Eine unabhängige Untersuchung hat nun bestätigt, was viele längst vermuteten: Der Microsoft-Gründer und ranghohe Mitarbeiter seiner Stiftung trafen den Milliardär und Sexualverbrecher zwischen 2011 und 2014 rund dreißig Mal – und schoben dabei wiederholte interne Warnungen beiseite.
Die Warnungen kamen. Nur gehört hat sie niemand
Die Kanzlei WilmerHale hat im Auftrag der Gates-Stiftung monatelang gegraben, mehr als fünfzig Interviews geführt und interne Unterlagen gesichtet. Das Ergebnis liest sich wie ein Lehrstück über die Arroganz der Superreichen. Mitarbeiter hätten „bei mehreren Gelegenheiten" auf die Risiken hingewiesen, die eine Verbindung zu Epstein wegen dessen Vorstrafe berge. Diese Bedenken hätten die Führungsebene erreicht – Gates eingeschlossen.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Epstein war bereits 2008 wegen der Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden. Als die Gespräche mit Gates 2011 begannen, war das kein Geheimnis mehr. Die Treffen fanden auf dem Campus der Stiftung und in Epsteins Anwesen in Manhattan statt. Es ging angeblich um wohltätige Ideen, die nie Wirklichkeit wurden. Erst im Dezember 2014 endete der Kontakt.
Kein Geld, keine Beweise – aber ein Muster
Die Prüfung fand keine Belege dafür, dass die Stiftung Epstein Geld zahlte, keine Hinweise auf Kenntnis oder Beteiligung an seinen Verbrechen, keine Anzeichen illegalen Verhaltens. So weit, so entlastend. Doch die schiere Zahl der Kontakte, kombiniert mit den dokumentierten und ignorierten Alarmrufen der Mitarbeiter, offenbart genau jenes Muster elitärer Gleichgültigkeit, das den gesamten Epstein-Skandal von Anfang an geprägt hat.
„Mein Handeln war ein Fehler. Von dem Geld ist nie etwas gekommen, und ich habe ihm durch die Verbindung einen Vorteil verschafft – also habe ich einen doppelt falschen Fehler gemacht."
So klang Gates im Jahr 2019. Reue in wohldosierten, anwaltlich geprüften Portionen. Wer die Auftritte des Milliardärs verfolgt hat, kennt sein sichtbares Unbehagen, sobald das Thema fällt. „Er ist tot!", fauchte er 2021, als man ihn bedrängte. In einem späteren Interview beteuerte er, es habe „niemals irgendeine Beziehung gegeben", nur um dann mit einem seltsamen Lächeln zum „über hundertsten Mal" zu wiederholen, er hätte „nicht mit ihm zu Abend essen sollen".
Die Akten sprechen eine unbequeme Sprache
Im Februar 2026 kamen Millionen Epstein-Dokumente ans Licht – und mit ihnen der Druck. Darunter waren Entwürfe von E-Mails, in denen Epstein behauptete, Gates habe sich eine Geschlechtskrankheit zugezogen und erwogen, seine damalige Frau Melinda heimlich zu medikamentieren. Ein Gates-Sprecher wies dies als „absolut absurd und völlig falsch" zurück. Melinda French Gates selbst widersprach den Einzelheiten in einem Podcast bemerkenswerterweise nicht. Sie sprach von „unglaublicher Traurigkeit" und sagte, sie sei „so froh, all dem Schlamm entkommen zu sein".
Besonders verstörend: eine E-Mail von 2011, in der ein Hollywood-Produzent eine Frage aufgriff, die Epstein an Gates gerichtet haben soll – nämlich, wie man „die armen Menschen als Ganzes loswerden" könne. Man möchte solche Zeilen für einen üblen Scherz halten. Doch sie stehen dokumentiert neben den realen Treffen jener Zeit.
Wenn selbst die linken Medien kippen
Bezeichnend ist, dass sich mittlerweile sogar wohlgesinnte Medien von Gates abwenden. In US-Talkshows werden seine Dementis inzwischen offen verspottet. Abgeordnete forderten eine Vorladung, und im Juni 2026 saß Gates schließlich vor dem Oversight-Ausschuss des Kongresses. Er nannte die Verbindung einen „schweren Fehler in der Beurteilung" und räumte ein, er sei „ziemlich dumm" gewesen. Immerhin eine Selbsteinschätzung, der man kaum widersprechen mag.
Tote Zeugen, gebrochene Versprechen
Und das Netz zerfasert weiter. Der französische Model-Scout Daniel Siad, dessen Name über 2.000 Mal in den Akten auftauchte, wurde tot in seinem Haus bei Paris gefunden. Er ist bereits die zweite französische Modelfigur mit Epstein-Verbindung, die vor einem Prozess starb – Jean-Luc Brunel wurde 2022 erhängt in einer Pariser Zelle entdeckt. Zufall über Zufall.
Das Muster ist gnadenlos konsequent: Warnungen werden ignoriert, Beweise zurückgehalten, Mitwisser verschwinden unter undurchsichtigen Umständen von der Bühne. Die Mächtigen geben juristisch abgesicherte Bedauern-Erklärungen ab, während die Maschinerie der Rechenschaft schleppend voranmahlt, wenn überhaupt.
Fazit: Vertrauen ist kein Rohstoff, den man kaufen kann
Die Untersuchung schließt ein Kapitel mit institutionellen Reformen und dem Befund fehlender krimineller Mitwisserschaft. Doch sie löscht nicht die dokumentierte Entscheidung, einen verurteilten Sexualstraftäter fast dreißig Mal zu treffen, nachdem Mitarbeiter Alarm geschlagen hatten. Rechenschaftspflicht für die Elite war nie die Standardeinstellung. Sie muss erzwungen werden.
Was uns dieser Fall lehrt, ist grundsätzlicher Natur: Wer sein Vertrauen ausschließlich in die Institutionen der Mächtigen, in Papierversprechen und wohlklingende Bilanzen legt, baut auf Sand. Wahre Unabhängigkeit und Sicherheit findet der Bürger nur in Werten, die sich nicht durch PR-Kampagnen oder verschwundene Akten wegwischen lassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber verlangen keinem Menschen Vertrauen ab, das enttäuscht werden könnte – sie sind, was sie sind, seit Jahrtausenden. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle zu einem breit gestreuten Vermögen bleibt ein bewährter Anker in einer Welt, in der die Elite ihre eigenen Regeln schreibt.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Ziehen Sie im Zweifel einen qualifizierten Berater hinzu.

Deutschland Deutschland Das große Live-Webinar am 29. Juli – wie Sie Ihr Vermögen schützen, ohne auszuwandern
Live mit Marc Friedrich, Peter Hahne, Philip Hopf, Gerald Grosz, Kay Gottschalk & Tim Kellner – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

MarcFriedrich

PeterHahne

PhilipHopf

GeraldGrosz

KayGottschalk

TimKellner
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik


















