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Kettner Edelmetalle
31.03.2026
12:40 Uhr

Deutschlands Innenstädte veröden: Parfüm-Kette macht reihenweise Filialen dicht

Es ist ein Bild, das sich in deutschen Fußgängerzonen mittlerweile mit erschreckender Regelmäßigkeit wiederholt: Heruntergelassene Rollläden, verwaiste Schaufenster, „Zu vermieten"-Schilder, wohin das Auge blickt. Nun reiht sich ein weiterer Name in die traurige Liste der Rückzügler ein. Die zum Beauty-Giganten Douglas gehörende Parfümerie-Kette parfumdreams schließt zehn ihrer 18 Filialen – und das bis Ende Juni dieses Jahres. Übrig bleiben gerade einmal acht sogenannte „strategische Stores" an sieben Standorten. Ein Euphemismus, der kaum darüber hinwegtäuschen kann, was hier tatsächlich geschieht: der schleichende Tod des stationären Einzelhandels.

Vom Ladentisch ins Netz – eine Branche im Umbruch

Douglas hatte parfumdreams im Jahr 2018 übernommen, nicht zuletzt, um sich E-Commerce-Kompetenz ins Haus zu holen. Und genau dort soll nun offenbar die Zukunft liegen. Geschäftsleiterin Nina Pütz erklärte, man wolle mit diesem Schritt die Position als „führender Online-Anbieter im Beauty-Segment" festigen. Online sei parfumdreams bereits in 15 europäischen Märkten aktiv und zähle zu den fünf größten Playern im deutschen Online-Beauty-Markt. Klingt nach Erfolgsgeschichte – wäre da nicht die bittere Kehrseite der Medaille.

Denn für rund 45 Mitarbeitende bedeutet diese strategische Neuausrichtung schlicht und ergreifend: Arbeitslosigkeit. Betroffen sind Filialen in Bietigheim, Buchen, Höchst, Hünfeld, Lauterbach, Michelstadt, Mosbach, Schwetzingen, Wertheim und Öhringen – allesamt kleinere und mittlere Städte, die ohnehin schon unter dem Ausbluten ihrer Innenstädte leiden. Hier verschwindet nicht einfach nur ein Geschäft. Hier verschwindet ein Stück Lebensqualität, ein Stück Identität.

Unter 300.000 Geschäfte – ein historischer Tiefpunkt

Was bei parfumdreams geschieht, ist freilich kein Einzelfall, sondern Symptom einer tiefgreifenden Krise. Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung 1990 fällt die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland in diesem Jahr unter die Marke von 300.000. Das geht aus Schätzungen des Handelsverbands Deutschland (HDE) hervor. Noch Ende 2015 existierten hierzulande rund 372.000 Läden. In nur einem Jahrzehnt sind also über 70.000 Geschäfte verschwunden – eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung zweifellos beschleunigt. Doch wer glaubt, das Virus allein sei schuld, macht es sich zu einfach. Der boomende Onlinehandel, intensiver Wettbewerb und ein schwächelnder Premium-Markt setzen den stationären Händlern massiv zu. Hinzu kommt ein Faktor, den HDE-Präsident Alexander von Preen mit bemerkenswerter Offenheit benennt: die seit Jahren „vor sich hin dümpelnde Konsumlaune" der Deutschen.

Kaufzurückhaltung als Spiegel verfehlter Wirtschaftspolitik

Und genau hier muss man die Frage stellen, die in der öffentlichen Debatte viel zu selten gestellt wird: Warum eigentlich dümpelt die Konsumlaune? Könnte es vielleicht daran liegen, dass die Bürger durch steigende Energiekosten, explodierende Lebenshaltungskosten und eine erdrückende Abgabenlast schlichtweg kein Geld mehr zum Ausgeben haben? Während die Politik munter ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg bringt – das in Wahrheit nichts anderes als Schulden sind, die künftige Generationen begleichen müssen – bleibt dem Normalbürger immer weniger im Portemonnaie.

Die Insolvenzwelle spricht Bände. Der Kreditversicherer Allianz Trade verzeichnete allein 2025 stolze 2.571 Insolvenzen im Einzelhandel – der höchste Stand seit zehn Jahren. Tendenz: weiter steigend. Traditionsunternehmen wie der Schuhhändler Görtz, der Modeanbieter Gerry Weber und der Herrenausstatter Wormland wurden bereits von dieser Pleitewelle erfasst. Namen, die einst für deutsche Handelskultur standen, verschwinden sang- und klanglos von der Bildfläche.

Wenn Innenstädte zu Geisterstädten werden

Was bleibt, ist eine unbequeme Wahrheit: Deutschlands Innenstädte sterben. Nicht über Nacht, nicht mit einem großen Knall – sondern leise, schleichend, Filiale für Filiale. Jedes geschlossene Geschäft reißt eine Lücke, die selten wieder gefüllt wird. Stattdessen entstehen Nagelstudios, Ein-Euro-Läden oder – im schlimmsten Fall – gar nichts. Die einst pulsierenden Einkaufsstraßen verwandeln sich in trostlose Durchgangszonen, die niemand mehr freiwillig aufsucht.

Man mag einwenden, dass der Onlinehandel eben die Zukunft sei und der Wandel unaufhaltsam. Das stimmt – teilweise. Doch eine Gesellschaft, die ihre Innenstädte aufgibt, gibt mehr auf als nur Verkaufsfläche. Sie gibt ein Stück Gemeinschaft auf, ein Stück sozialen Zusammenhalt. Wer nur noch vor dem Bildschirm bestellt, begegnet keinem Nachbarn mehr beim Einkaufen, führt kein Gespräch mit der Verkäuferin, erlebt keine Stadt mehr als lebendigen Ort. Ob das wirklich der Fortschritt ist, den wir uns wünschen sollten, darf bezweifelt werden.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und einer Konsumlandschaft im freien Fall zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, ob Einzelhandelsketten schließen, Währungen schwanken oder politische Entscheidungen die Kaufkraft der Bürger weiter aushöhlen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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