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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
05:59 Uhr

Deutschlands Gasspeicher im freien Fall: Droht uns der kalte Blackout?

Während die Bundesregierung gebetsmühlenartig versichert, die Gasversorgung sei gesichert, sprechen die nackten Zahlen eine ganz andere Sprache. Mit einem durchschnittlichen Füllstand von gerade einmal 22,33 Prozent steuern die deutschen Gasspeicher auf ein historisches Tief zu – und die kritische 20-Prozent-Marke, ab der offiziell eine Gasmangellage beginnt, könnte bereits an diesem Wochenende unterschritten werden. Man fragt sich unwillkürlich: Wer regiert dieses Land eigentlich – Realisten oder Schlafwandler?

Die Zahlen lügen nicht

Laut dem europäischen Gasdatenportal AGSI lag der tägliche Rückgang der Speicherstände in der ersten Februarhälfte bei durchschnittlich 0,60 Prozentpunkten. Rechnet man diesen Trend linear fort, wäre die magische 20-Prozent-Grenze bereits am 21. Februar gerissen. Der Gasspeicherverband INES prognostiziert sogar, dass der Füllstand im April auf unter zehn Prozent fallen könnte – ein Wert, den es seit Beginn der Datenerfassung in Deutschland noch nie gegeben hat. Vier Monate lang könnte sich die Bundesrepublik demnach in einer Gasmangellage befinden.

Doch es kommt noch schlimmer. Was viele Bürger nicht wissen: Mit sinkendem Füllstand fällt auch der Druck in den Speichern, was die tägliche Entnahmerate drastisch reduziert. Bei einem Füllstand von 20 Prozent können die Speicher im Schnitt nur noch etwa 35 Prozent ihrer maximalen Kapazität abgeben. Konkret bedeutet das: Statt der theoretisch möglichen 7.087 Gigawattstunden pro Tag stünden nur noch rund 2.480 GWh zur Verfügung. Zum Vergleich – Anfang Januar wurden an Spitzentagen bis zu 3.426 GWh benötigt. Die Rechnung geht schlicht nicht auf.

Europas Speicher: Ein Blick in den Abgrund

Deutschland steht mit seinem Problem keineswegs allein da. Die Niederlande, unser zweitwichtigster Gaslieferant nach Norwegen, verfügen nur noch über einen Füllstand von mageren 13 Prozent. Kroatien liegt bei 14,3 Prozent, Belgien bei 23,5 und Frankreich bei 23 Prozent. Der EU-weite Durchschnitt beträgt gerade einmal 32,5 Prozent. Wenn unsere Nachbarn selbst knapp dran sind, werden sie kaum bereitwillig Gas nach Deutschland pumpen. Die Abhängigkeit von Importen wird damit zum existenziellen Risiko.

Denn eines muss man sich klarmachen: Deutschland kann seinen Gasbedarf nicht annähernd aus eigenen Speichern decken. Am 15. Februar lag der Nettoimport bei 2.792 GWh, während der Gesamtverbrauch bei rund 3.800 GWh lag. Die Differenz von über 1.000 GWh musste den Speichern entnommen werden – und das an einem vergleichsweise milden Tag. Was passiert bei einem echten Kälteeinbruch im März, mag man sich gar nicht ausmalen.

Das selbstverschuldete Desaster

Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort ist so einfach wie ernüchternd: politisches Versagen auf ganzer Linie. Seit dem Abbruch der russischen Gaslieferungen Mitte 2022 sind die deutschen Gasimporte von rund 5.000 auf etwa 3.000 GWh pro Tag eingebrochen. Eine intakte Leitung von Nord Stream 2 könnte täglich rund 740 GWh liefern – das entspräche etwa 270 Terawattstunden im Jahr. Moskau hat dieses Angebot mehrfach unterbreitet. Die Bundesregierung lehnte ab. Ideologie statt Pragmatismus, Haltung statt Heizung.

Gleichzeitig schlummern unter deutschem Boden gewaltige Gasreserven: bis zu 450 Milliarden Kubikmeter in Kohleflözen und bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter in Schiefergesteinen. Deren Förderung mittels Fracking ist seit 2017 gesetzlich verboten. In den USA hat genau diese Technologie das Land zum weltweit größten Gasproduzenten gemacht. Deutschland hingegen importiert lieber teures Flüssiggas per Tanker über den Atlantik – eine energiepolitische Absurdität sondergleichen, die den deutschen Steuerzahler Milliarden kostet und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie weiter untergräbt.

Die heimische Förderung: Ein Tropfen auf den heißen Stein

Gerade einmal drei Prozent des deutschen Gasbedarfs werden aus heimischen Quellen gedeckt – rund 90 GWh täglich aus konventioneller Förderung. Die verbliebenen Reserven von 32,1 Milliarden Kubikmetern sind ein Witz angesichts des jährlichen Verbrauchs. Und während andere Nationen ihre Energiesouveränität ausbauen, hat Deutschland sich in eine Abhängigkeit manövriert, die an koloniale Verhältnisse erinnert – nur dass wir diesmal die Kolonie sind.

Der Blick auf den nächsten Winter macht Angst

Selbst wenn Deutschland diesen Winter ohne Rationierungen übersteht, beginnt die nächste Befüllungsphase von einem deutlich niedrigeren Niveau. Im vergangenen Jahr lag der Wendepunkt Ende März bei 28,7 Prozent. Dieses Niveau wurde 2026 bereits Anfang Februar unterschritten. Die gesetzliche Zielvorgabe von 75 Prozent zum 1. November erscheint unter diesen Umständen kaum erreichbar. Realistische Schätzungen gehen von bestenfalls 70 Prozent aus – wenn überhaupt.

Die Bundesnetzagentur hält sich bezeichnenderweise alle Optionen offen. Man arbeite an einer „Weiterentwicklung der bestehenden Füllstandsvorgaben", heißt es in bester Behördensprache. Übersetzt bedeutet das nichts anderes als: Wenn wir das Ziel nicht erreichen, senken wir einfach die Messlatte. Ein Gutachten sei beauftragt, die Speicherbefüllung müsse „marktlich" erfolgen. Staatliche Eingriffe könnten dies „gegebenenfalls unterstützen oder ergänzen". Gegebenenfalls. Man fasst es nicht.

Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten

Die drohende Energiekrise ist nur ein weiteres Symptom einer Politik, die seit Jahren die wirtschaftliche Substanz Deutschlands aushöhlt. Steigende Energiekosten treiben die Inflation, belasten Unternehmen und Privathaushalte gleichermaßen. In solchen Zeiten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg ihre Kaufkraft bewahrt – unabhängig davon, welche energiepolitischen Experimente Regierungen gerade durchführen. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich ein Sicherheitsnetz gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend fragilen Wirtschaftsordnung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel dargestellten Informationen entstehen könnten, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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