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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
05:12 Uhr

Deutschlands Gasspeicher am Limit: Wenn sogar Frankreich und die Schweiz aushelfen müssen

Was für ein Armutszeugnis für die einstige Industrienation Deutschland: Die Erdgasspeicher der Bundesrepublik sind nahezu leer, und nun muss das Land Gas aus Quellen importieren, die noch vor wenigen Jahren niemand auf dem Schirm gehabt hätte. Frankreich und die Schweiz – ja, Sie lesen richtig – liefern mittlerweile nennenswerte Mengen Erdgas nach Deutschland. Ein Land, das einst über eine der sichersten Energieversorgungen der Welt verfügte, bettelt nun bei seinen Nachbarn um Brennstoff.

Speicherstände auf historischem Tiefpunkt

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Laut dem Verband Gas Infrastruktur Europa seien die deutschen Speicher zuletzt nur noch zu 21,6 Prozent gefüllt gewesen. In Bayern sehe es mit 17,5 Prozent noch düsterer aus. Der oberbayerische Speicher in Wolfersberg? Mit 3,6 Prozent praktisch eine leere Hülle. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Mitten im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, kratzen die Reserven am absoluten Minimum.

Die LNG-Importe über die deutschen Terminals – jene milliardenschweren Prestigeprojekte, die nach dem russischen Lieferstopp im Eiltempo aus dem Boden gestampft wurden – liefern bei weitem nicht das, was sie versprochen haben. Statt der einst zuverlässigen 300 bis 500 Gigawattstunden pro Tag kommen derzeit im Schnitt nur rund 200 Gigawattstunden an. In der ersten Januarwoche waren es noch 2.602 Gigawattstunden in sieben Tagen, zuletzt nur noch 1.612. Ein Rückgang, der sich gewaschen hat.

Norwegen allein kann die Lücke nicht schließen

Deutschlands wichtigster Gaslieferant Norwegen pumpe zwar täglich über 1.300 Gigawattstunden in die Pipelines. Doch das reicht hinten und vorne nicht. Also wurde der LNG-Transit über die Benelux-Staaten massiv hochgefahren – von knapp 9.200 auf fast 10.700 Gigawattstunden pro Woche. Das klingt zunächst nach einer Lösung. Ist es aber nicht. Denn auch die niederländischen Speicher seien mit mageren 13 Prozent kaum noch gefüllt – ein europaweiter Negativrekord. Die Nachbarn können also nur bedingt aushelfen, weil sie selbst auf dem Trockenen sitzen.

Frankreich und die Schweiz als Nothelfer

Und so kommt es zu dem geradezu absurden Szenario, dass Deutschland nun Gas aus Frankreich bezieht. Dieser ungewöhnliche Importstrom habe am 21. Januar mit bescheidenen 19 Gigawattstunden begonnen und sei zuletzt auf bis zu 87 Gigawattstunden pro Tag angestiegen. In einer einzigen Woche seien 413 Gigawattstunden aus Frankreich nach Deutschland geflossen. Parallel dazu liefere auch die Schweiz – ein Land, das über keinerlei nennenswerte Saisonspeicher für Erdgas verfügt. Das Gas werde de facto aus Frankreich oder Italien durch die Eidgenossenschaft nach Süddeutschland durchgeleitet. Binnen sieben Tagen seien so 400 Gigawattstunden über diesen Umweg angekommen.

Man stelle sich das einmal bildlich vor: Emmanuel Macron weist Friedrich Merz gewissermaßen den Weg – und zwar den Weg des Gases. Welch eine Symbolik für den Zustand der deutschen Energiepolitik.

Bayern im Brennpunkt – und ein Speicher soll stillgelegt werden

Besonders prekär ist die Lage im Süden der Republik. Baden-Württemberg verfüge über keinerlei nennenswerte Speicherkapazität. Bayern halte zwar mehrere Gasspeicher vor, doch drei von vier systemrelevanten Speichern hätten die vorgeschriebenen Füllstandsvorgaben in diesem Jahr verfehlt – ohne dass daraus irgendwelche Konsequenzen gezogen worden wären. Noch absurder: Einer dieser Speicher solle sogar stillgelegt werden. In einer Zeit, in der jede Gigawattstunde zählt, plant man offenbar, Kapazitäten abzubauen statt aufzubauen. Man fragt sich unwillkürlich, welche Logik hinter solchen Entscheidungen steckt.

Bundesregierung im Blindflug

Während Unternehmen und Verbände längst Alarm schlagen, gibt sich die Bundesregierung erstaunlich gelassen – oder besser gesagt: ahnungslos. Der verstaatlichte Uniper-Konzern habe die Versorgungssicherheit bereits im Januar für „nicht garantiert" gehalten. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Erdgas, Erdöl und Geoenergie gehe zwar davon aus, dass es nicht zu einer echten Knappheit komme – es sei denn, eine wochenlange Kälteperiode wie zuletzt 2018 breche über das Land herein.

Und was sagt die Bundesnetzagentur? Sie könne einen Gasmangel nicht ausschließen, weil sie – man halte sich fest – „keine Prognosen" erstelle. Das Wirtschaftsministerium halte Aussagen über zukünftige Füllstände gar für „Spekulation". Weder Lieferverträge noch die Anzahl verfügbarer LNG-Tanker, Lieferfristen oder wetterbedingte Importschwierigkeiten seien der Bundesregierung nach eigener Aussage bekannt. Das ist kein Blindflug mehr – das ist ein Sturzflug ohne Instrumente.

Österreich spart schon – Deutschland bald auch?

Während Berlin noch beschwichtigt, hat das benachbarte Österreich seine Bevölkerung bereits aufgefordert, Strom zu sparen, um den Gasverbrauch in Kraftwerken zu senken. Stromsparen von 6 bis 24 Uhr – das klingt nach Kriegswirtschaft, nicht nach dem 21. Jahrhundert in Mitteleuropa. Doch genau solche Maßnahmen könnten auch in Deutschland bald Realität werden. Schließlich kennt man das Prozedere bereits: Im Herbst und Winter 2022, nach dem russischen Lieferstopp, wurden Sparmaßnahmen verordnet. Büros durften nur noch auf 19 Grad geheizt werden, Flure in öffentlichen Gebäuden blieben kalt.

Dass Gas in Deutschland und Europa zunehmend zur Verstromung eingesetzt werde, um den Ausstieg aus Kernkraft und Kohle zu kompensieren, macht die Situation noch brisanter. Hier zeigt sich das ganze Dilemma einer Energiepolitik, die ideologisch getrieben Kernkraftwerke abschaltete und Kohlekraftwerke stilllegt, ohne verlässliche Alternativen bereitzuhalten. Die Rechnung für diese Politik zahlt der deutsche Bürger – mit steigenden Energiepreisen, unsicherer Versorgung und der demütigenden Abhängigkeit von Nachbarländern, die selbst kaum über Reserven verfügen.

Das Erbe einer verfehlten Energiepolitik

Was wir hier erleben, ist nichts weniger als das Ergebnis jahrelanger energiepolitischer Geisterfahrerei. Ein Land, das seine letzten Kernkraftwerke im April 2023 vom Netz nahm, obwohl die Energiekrise bereits in vollem Gange war. Ein Land, das Milliarden in LNG-Terminals investierte, die nun nicht einmal die Hälfte ihrer Kapazität liefern. Ein Land, das seine Gasspeicher nicht ausreichend füllt und dann überrascht tut, wenn im Februar die Reserven zur Neige gehen.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hätte die Chance gehabt, hier einen echten Kurswechsel einzuleiten. Doch bislang deutet wenig darauf hin, dass die Energiepolitik der Vorgängerregierung grundlegend korrigiert wird. Stattdessen plant man ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und verankert die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz – während die Gasspeicher leerlaufen und die Industrie um ihre Wettbewerbsfähigkeit bangt.

Für den deutschen Bürger bleibt die bittere Erkenntnis: Die Energiesicherheit, die über Jahrzehnte als selbstverständlich galt, ist Geschichte. Wer heute seine Wohnung heizt, tut dies mit Gas, das über verschlungene Wege aus halb Europa zusammengekratzt wird. Und wer glaubt, dass sich daran bald etwas ändert, der dürfte sich täuschen. Solange ideologische Scheuklappen die Energiepolitik bestimmen, wird Deutschland weiter von der Gnade seiner Nachbarn abhängig bleiben.

In Zeiten solch fundamentaler Unsicherheit bei der Energieversorgung und den damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken erweist sich einmal mehr die Bedeutung physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber kennen keine Speicherstände, die leerlaufen können – sie bewahren ihren Wert unabhängig von politischen Fehlentscheidungen und energiepolitischem Versagen.

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