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17.04.2026
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Deutschlands Energieversorgung am Abgrund: Wie grüne Ideologie ein ganzes Land ins Dunkel stürzen könnte

Deutschlands Energieversorgung am Abgrund: Wie grüne Ideologie ein ganzes Land ins Dunkel stürzen könnte

Es ist eine Geschichte, die so absurd klingt, dass man sie für Satire halten könnte – wäre sie nicht bittere Realität. Nordrhein-Westfalen, das industrielle Herz Deutschlands, plant bis 2030 sämtliche Braun- und Steinkohlekraftwerke abzuschalten. Das Problem dabei? Niemand hat sich offenbar darum gekümmert, woher der Strom dann kommen soll. Ein Bürgermeister aus dem Rheinischen Revier bringt es auf den Punkt: „Das ist alles nicht gut durchdacht." Eine Untertreibung epischen Ausmaßes.

Die vergessene Residuallast – ein Wort, das Deutschland noch teuer zu stehen kommen wird

Martin Mertens, SPD-Bürgermeister der Gemeinde Rommerskirchen, kann von seinem Rathaus aus die dampfenden Schlote der Braunkohlekraftwerke Niederaußem und Neurath sehen. Noch. Denn die schwarz-grüne Landesregierung in Düsseldorf möchte diese Giganten der Stromerzeugung spätestens 2030 vom Netz nehmen. Was danach kommt? Offenbar hat sich das in den Amtsstuben von Düsseldorf und Berlin niemand so genau überlegt.

Das Zauberwort, das die gesamte Energiewende-Euphorie wie ein Kartenhaus zusammenstürzen lassen könnte, heißt Residuallast. Dahinter verbirgt sich die Kraftwerksleistung, die als Backup benötigt wird, wenn Wind und Sonne – die angeblichen Heilsbringer der deutschen Energiepolitik – schlicht keinen Strom liefern. Nachts scheint bekanntlich keine Sonne. Im Sommer weht oft kein Wind. Und selbst im Winter liegt die statistisch gesicherte Leistung der Windenergie bei gerade einmal fünf Prozent der installierten Kapazität. Das entspricht etwa vier Gigawatt – exakt die Kapazität der beiden Kraftwerke, die man so eilig loswerden möchte.

94 Gigawatt Residuallast – und niemand weiß, woher sie kommen soll

Die Zahlen sind erschreckend eindeutig. Deutschland benötigt heute zu jeder Zeit Kapazitäten von mehr als 80 Gigawatt. Die Bundesnetzagentur rechnet für 2030 – also den Zeitpunkt des geplanten NRW-Kohleausstiegs – mit einem Bedarf von 100 Gigawatt, getrieben durch zunehmende Elektrifizierung im Verkehr und beim Heizen. Energie-Wissenschaftler, darunter die Wirtschaftsweise Veronika Grimm, haben errechnet, dass die Residuallast für 2030 bei rund 94 Gigawatt liegen dürfte.

Derzeit verfügt der deutsche Kraftwerkspark über 90 Gigawatt gesicherte Leistung. Nimmt NRW all seine Kohlekraftwerke vom Netz, sinkt dieser Wert auf unter 80 Gigawatt. Es fehlen dann mindestens 14 Gigawatt. Und es wird noch schlimmer: Ohne weitere Maßnahmen könnte die steuerbare Kapazität bis 2035 auf etwa 60 Gigawatt zurückgehen. Die Wissenschaftler warnen unmissverständlich vor „erheblichen Herausforderungen im Bereich der Versorgungs- und Systemsicherheit".

40.000 Arbeitsplätze hängen am seidenen Faden

Allein in der Region um Rommerskirchen westlich des Rheins hängen rund 40.000 Arbeitsplätze vom Strom der Braunkohlekraftwerke ab. Aluminium- und Papierfabriken, der Chemie-Park mit Bayer, Linde und Air Liquide, Lebensmittelfabriken – sie alle brauchen verlässliche, bezahlbare Energie. Und Microsoft plane dort sogar noch KI-Rechenzentren zu errichten, wie Bürgermeister Mertens berichtet. Ohne Strom läuft da freilich gar nichts.

Der „Hinterzimmer-Deal": Wie grüne Parteipolitik die Versorgungssicherheit opferte

Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort führt zurück ins Jahr 2022, als der damalige Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gemeinsam mit seiner grünen Amtskollegin Mona Neubaur aus Düsseldorf, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und dem RWE-Vorstandsvorsitzenden den vorzeitigen Kohleausstieg vereinbarte. Laut Medienberichten hätten Habeck und Neubaur damit ein günstiges Klima für den grünen Bundesparteitag im Oktober 2022 in Bonn schaffen wollen – als Ausgleich für die damalige LNG-Bettelei in Katar und die Laufzeitverlängerung von Atom- und Braunkohlekraftwerken während der Energiekrise.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die Versorgungssicherheit eines ganzen Landes wurde möglicherweise geopfert, um innerparteiliche Befindlichkeiten zu bedienen. Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag, Henning Höne, bezeichnete die Abmachung treffend als intransparenten „Hinterzimmer-Deal", den die beiden Grünen mehr oder weniger allein mit RWE ausgehandelt hätten – auf Kosten der Versorgungssicherheit des Landes und letztlich auf Kosten des deutschen Stromverbrauchers.

RWE profitierte derweil prächtig: Der Konzern konnte sich mit günstigen CO₂-Zertifikaten eindecken, erhielt für den regulären Ausstieg gut 2,6 Milliarden Euro und bekam obendrein Rechtssicherheit. Die rheinische Industrie hingegen wurde kalt erwischt. Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer zu Köln, Nicole Grünewald, berichtete, man sei „sehr erstaunt" gewesen über das spontane Vorziehen um acht Jahre. Eine Strategie, wie das funktionieren solle, habe man beim NRW-Wirtschaftsministerium angefragt – bis heute vergeblich.

Ersatzkraftwerke? Fehlanzeige!

Die noch von Robert Habeck entworfene Kraftwerksstrategie wartet auf ihre Umsetzung. Die aktuelle Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche hätte längst wasserstofffähige Erdgaskraftwerke mit einer Leistung von zwölf Gigawatt ausschreiben müssen. Geschehen ist bislang nichts. Aus ihrem Ministerium heißt es lapidar, die betreffenden Kapazitäten müssten „ab dem Jahr 2031 für die Versorgungssicherheit zur Verfügung stehen".

Dass Deutschland innerhalb von vier Jahren Ausschreibung, Planung, Genehmigung und Bau mehrerer Großkraftwerke bewältigt, wäre ein beispielloses Novum in der Geschichte der Bundesrepublik. Wer die deutschen Genehmigungsverfahren kennt, der weiß: Das grenzt an Wunschdenken. Hinzu kommt ein weiteres, geradezu groteskes Detail: Wasserstofffähige Erdgaskraftwerke der geforderten Größenordnung existieren schlicht noch nicht. Siemens Energy bestätigte, dass aktuelle Turbinenmodelle nur zwischen 30 und 75 Prozent Wasserstoff im Gemisch mit Erdgas vertragen würden. Gefordert seien aber 100 Prozent. Und selbst wenn die Technik bereitstünde – genug Wasserstoff wäre wohl auch in zehn Jahren noch nicht verfügbar.

Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln hat berechnet, was als Ersatz für den Kohleausstieg im Rheinischen Revier nötig wäre: 1.500 neue Windkraftanlagen, Solaranlagen in der Größenordnung von 15.000 Fußballfeldern und acht große grundlastfähige Gaskraftwerke. Die IHK-Präsidentin Grünewald verweist auf die ernüchternde Realität: Die „Windrad-Schuldenuhr" vor dem Portal der IHK zeige ein Defizit von 1.047 Windrädern. Von den acht nötigen Gaskraftwerken sei kein einziges im Bau.

Der Ausstieg aus dem Ausstieg wird teuer – für den Bürger

Im August 2026 muss Ministerin Reiche gemäß Paragraf 54 des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes überprüfen, ob die geplanten Abschaltungen mit der Versorgungssicherheit vereinbar sind. Dass sie den vorzeitigen Kohleausstieg stoppen wird, gilt mittlerweile als wahrscheinlich. Doch auch das wird teuer. RWE hat sich gedanklich längst von seinen Altlasten verabschiedet und kann eine gesalzene Rechnung vorbereiten. Der Konzern signalisierte, dass zwei Kraftwerksblöcke in Neurath „längstens bis 2033 in einer Sicherheitsbereitschaft bleiben" könnten – Einsatz und CO₂-Ausstoß stünden dann aber „unter der Verantwortung des Bundes". Und die Kosten natürlich auch.

Die Alternative wäre der Import von Atomstrom aus Frankreich oder Kohlestrom aus Polen. Ob die Nachbarländer dann genug Strom übrig hätten, sei ungeklärt, die Preise wären hoch, und möglicherweise seien die Grenzkuppelstellen für den Import überlastet. Eine bittere Ironie: Deutschland, das seine eigenen Atomkraftwerke in einem Akt ideologischer Verblendung abgeschaltet hat, müsste dann Atomstrom aus dem Ausland kaufen – zu Premiumpreisen.

Ein Symptom einer verfehlten Energiepolitik

Was sich hier in NRW abzeichnet, ist symptomatisch für die gesamte deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre. Erst wurden die Kernkraftwerke abgeschaltet, nun sollen die Kohlekraftwerke folgen – ohne dass auch nur annähernd ausreichend Ersatzkapazitäten bereitstehen. Man hat Milliarden in Wind- und Solaranlagen gepumpt, dabei aber vergessen, dass der Wind nicht auf Bestellung weht und die Sonne nachts nicht scheint. Eine Binsenweisheit, die offenbar an den Schreibtischen grüner Ministerien nie angekommen ist.

Bürgermeister Mertens bringt es mit einer Schlichtheit auf den Punkt, die in ihrer Klarheit erschüttert: „Wer irgendwo aussteigt, muss doch vorher wissen, wo er einsteigt." Doch genau dieses Grundprinzip scheint in der deutschen Energiepolitik seit Jahren keine Rolle mehr zu spielen. Stattdessen regiert die Ideologie – und der deutsche Bürger zahlt die Zeche. Wieder einmal.

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