
Deutschland verliert den Anschluss: Industrieproduktion verteuert sich dramatisch
Die deutsche Industrie steht vor einem gewaltigen Problem, das die neue Große Koalition unter Friedrich Merz offenbar nicht in den Griff bekommt. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) offenbart schonungslos, wie sehr Deutschland seine internationale Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat. Die Lohnstückkosten liegen mittlerweile satte 22 Prozent über dem Durchschnitt von 27 untersuchten Industriestaaten – ein alarmierendes Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Arbeitskosten außer Kontrolle
Besonders bitter: Nur die baltischen Staaten Lettland, Estland und Kroatien schneiden noch schlechter ab. Während Japan mit 24 Prozent und die USA sogar mit 32 Prozent niedrigeren Lohnstückkosten produzieren können, verliert Deutschland immer mehr industrielle Aufträge an die internationale Konkurrenz. Selbst innerhalb der Eurozone sieht es düster aus – unsere europäischen Nachbarn produzieren im Schnitt 13 Prozent günstiger.
Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Jahrelange Fehlentscheidungen, überbordende Bürokratie und eine ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik haben ihre Spuren hinterlassen. Die Ampel-Koalition mag Geschichte sein, doch ihr Erbe wirkt nach. Statt die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern, wurden Sozialleistungen ausgeweitet und die Lohnnebenkosten in schwindelerregende Höhen getrieben.
Fachkräftemangel als Preistreiber
IW-Studienautor Christoph Schröder bringt es auf den Punkt: Der grassierende Fachkräftemangel treibt die Löhne weiter nach oben. Doch statt endlich eine vernünftige Bildungs- und Einwanderungspolitik zu betreiben, die qualifizierte Arbeitskräfte ins Land holt, erleben wir das genaue Gegenteil. Gut ausgebildete Deutsche wandern scharenweise aus, während die Politik sich in Debatten über Gendersprache und Klimaneutralität verliert.
„Ohne eine Reform der Sozialsysteme rutscht der Standort Schritt für Schritt in die Deindustrialisierung"
Diese Warnung Schröders sollte eigentlich alle Alarmglocken schrillen lassen. Doch was macht die neue Bundesregierung? Sie plant ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten wird – trotz gegenteiliger Versprechen von Kanzler Merz.
Produktivität allein reicht nicht
Besonders frustrierend: Die deutsche Industrie arbeitet durchaus produktiv. Die Produktivität liegt sogar fünf Prozent über dem ausländischen Durchschnitt. Doch selbst diese überdurchschnittliche Leistung kann die explodierenden Arbeitskosten nicht mehr kompensieren. Deutschland belegt bei den industriellen Arbeitskosten den unrühmlichen dritten Platz – nur Dänemark und Belgien sind noch teurer.
Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind bereits spürbar. Unternehmen verlagern ihre Produktion ins Ausland, Investitionen bleiben aus, Arbeitsplätze gehen verloren. Die vielgepriesene deutsche Industrie, einst Motor unseres Wohlstands, droht zum Auslaufmodell zu werden.
Zeit für radikale Reformen
Was Deutschland jetzt braucht, sind keine weiteren Schulden und ideologischen Experimente, sondern eine grundlegende Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik. Die Lohnnebenkosten müssen drastisch gesenkt, die Sozialsysteme reformiert und die Bürokratie abgebaut werden. Statt Klimaneutralität im Grundgesetz zu verankern, sollte die Politik endlich wieder die Interessen der arbeitenden Bevölkerung und der Unternehmen in den Mittelpunkt stellen.
Die Studie des IW ist ein Weckruf, den die Politik nicht länger ignorieren kann. Entweder Deutschland besinnt sich auf seine industriellen Stärken und schafft wieder wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, oder wir werden zusehen müssen, wie unser Land Schritt für Schritt deindustrialisiert wird. Die Zeit für halbherzige Reformen ist vorbei – jetzt muss gehandelt werden, bevor es zu spät ist.

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