
Der letzte Weg boomt: Bestattungsbranche erlebt beispiellosen Aufschwung
WÀhrend die deutsche Wirtschaft in vielen Bereichen schwÀchelt und die verfehlte Politik der vergangenen Jahre ihre Spuren hinterlÀsst, erlebt ausgerechnet eine Branche einen regelrechten Boom: das Bestattungshandwerk. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache - und werfen ein grelles Licht auf die demografische RealitÀt unseres Landes.
Mit 890 Auszubildenden zum Jahresende 2024 verzeichnet die Bestattungsbranche einen historischen Höchststand. Diese Verdopplung innerhalb eines Jahrzehnts sei kein Zufall, sondern spiegele die harte RealitÀt einer alternden Gesellschaft wider. Besonders bemerkenswert: Der Frauenanteil unter den Azubis stieg auf 57 Prozent - ein Trend, der zeigt, dass traditionelle Berufsbilder im Wandel begriffen sind.
MilliardengeschÀft mit dem Tod
Die nackten Zahlen offenbaren das wahre AusmaĂ: 2,32 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten die 4.200 deutschen Bestattungsunternehmen im Jahr 2023. Ein Plus von 60 Millionen Euro binnen eines Jahres - wĂ€hrend andere Branchen unter der desaströsen Wirtschaftspolitik Ă€chzen. Rund 26.300 Menschen finden in diesem Sektor ihr Auskommen, wobei der hohe Anteil geringfĂŒgig BeschĂ€ftigter von 31,2 Prozent aufhorchen lĂ€sst.
Die Nachfrage treibt die Preise: SĂ€rge, Urnen und Grabsteine verteuerten sich 2024 um 3,9 Prozent, Bestattungsleistungen gar um 4,6 Prozent - deutlich ĂŒber der allgemeinen Inflationsrate von 2,2 Prozent. Ein lukratives GeschĂ€ft fĂŒr die Branche, eine zusĂ€tzliche Belastung fĂŒr trauernde Angehörige.
Import-SĂ€rge aus Polen dominieren den Markt
Besonders pikant: 85,1 Prozent der importierten HolzsĂ€rge stammen aus Polen. 451.000 StĂŒck wurden 2024 eingefĂŒhrt - ein Plus von 4,1 Prozent. WĂ€hrend deutsche Handwerksbetriebe um ihre Existenz kĂ€mpfen, floriert das GeschĂ€ft mit auslĂ€ndischen Billigprodukten. Die deutsche Exportbilanz hingegen ist beschĂ€mend: Gerade einmal 1.260 SĂ€rge im Wert von 77.000 Euro verlieĂen das Land.
Der Staat kassiert mit
Auch die Kommunen haben den Tod als Einnahmequelle entdeckt. Fast eine Milliarde Euro - genau 929,8 Millionen - kassierten StĂ€dte und Gemeinden 2023 aus FriedhofsgebĂŒhren. Ein sattes Plus von 27,4 Prozent binnen zehn Jahren. WĂ€hrend die BĂŒrger unter steigenden Abgaben Ă€chzen, greifen die Kommunen selbst beim letzten Gang noch einmal krĂ€ftig zu.
Paradoxerweise sanken gleichzeitig die Ausgaben fĂŒr Sozialbestattungen um 8,3 Prozent auf 54,2 Millionen Euro. Die Zahl der EmpfĂ€nger solcher Leistungen fiel von 23.000 auf 16.300 - ein Indiz dafĂŒr, dass die HĂŒrden fĂŒr staatliche UnterstĂŒtzung höher gelegt wurden, wĂ€hrend die Preise explodierten.
Demografischer Wandel als Wachstumstreiber
Eine Million SterbefÀlle im Jahr 2024 - 16 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Diese Entwicklung werde sich fortsetzen, prognostizieren Experten. Die 38.500 Hektar FriedhofsflÀche plus 2.500 Hektar WaldbestattungsflÀchen könnten bald nicht mehr ausreichen. WÀhrend die Politik von "FachkrÀftemangel" schwadroniert und Millionen ins Land holt, boomt ausgerechnet jene Branche, die vom Sterben der alternden deutschen Bevölkerung profitiert.
Die Lockerung traditioneller Bestattungsvorschriften in einigen BundeslÀndern zeigt: Selbst im Tod weichen gewachsene Traditionen auf. Was bleibt, ist ein florierendes GeschÀft mit der VergÀnglichkeit - und die bittere Erkenntnis, dass in einem Land, das seine eigene Zukunft verspielt, wenigstens das GeschÀft mit dem Ende boomt.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und demografischen Wandels gewinnen Sachwerte wie physische Edelmetalle als Vermögensschutz an Bedeutung. Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrtausende als krisenfeste Anlage bewĂ€hrt und sollten in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen.
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