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Kettner Edelmetalle
04.06.2026
21:41 Uhr

Der Kettensägen-König warnt: „Merz schickt uns mit Bleiweste ins Schwimmbecken“

Wenn ein Mann, dessen Unternehmen die meistverkaufte Motorsäge des Planeten herstellt, zur verbalen Kettensäge greift, dann sollte die Politik in Berlin endlich die Ohren spitzen. Nikolas Stihl, Aufsichtsratschef des schwäbischen Weltmarktführers, hat bei „Maischberger“ in der ARD eine Abrechnung geliefert, die so messerscharf war wie das Sägeblatt seiner eigenen Produkte. Sein Bild bleibt im Kopf hängen: Der Bundeskanzler habe einen Schwimmwettbewerb ausgerufen – nur schicke er die deutsche Wirtschaft mit einer Bleiweste ins Becken. Was übrig bleibe? Bestenfalls ein paar Schwimmflügel.

Wenn der Weltmarktführer mit dem Koffer in der Hand droht

Man stelle sich das einmal vor: Ein kerngesundes Familienunternehmen mit 5,48 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2025, Weltspitze in seinem Segment, denkt laut über die Abwanderung aus Deutschland nach. Nicht etwa, weil es schlecht wirtschaftet – sondern weil das Standortklima in der Bundesrepublik mittlerweile so erstickend geworden ist, dass selbst die Erfolgreichsten die Reißleine ziehen.

„Deutschland war immer ein Hochsteuerland. Aber wir haben immer gezeigt, dass wir trotz hoher Steuern erfolgreich sein können.“

Diese Aussage Stihls ist bemerkenswert, denn sie offenbart das eigentliche Problem. Es geht längst nicht mehr nur um die hohen Steuern, die deutsche Unternehmer seit Jahrzehnten klaglos schultern. Es ist die – mit Stihls Worten – „groteske Bürokratie“, die das Genick der einst stolzen deutschen Wirtschaft bricht. Ein Wust an Vorschriften, Meldepflichten und ideologisch motivierten Auflagen, der jeden Unternehmergeist im Keim erstickt.

Die Schweiz lockt – und das aus gutem Grund

Besonders pikant: Stihl nennt die Schweiz als mögliches Ziel. Dort gebe es weniger Urlaubstage und mehr Arbeitswillen, so der Aufsichtsratschef. Eine Ohrfeige für eine deutsche Mentalität, die sich unter der Führung wechselnder Berliner Regierungen immer mehr in Richtung Vier-Tage-Woche, Work-Life-Balance und Frühverrentung verabschiedet hat. Während andere Nationen anpacken, diskutiert Deutschland über immer kürzere Arbeitszeiten bei steigenden Ansprüchen.

Im schwäbischen Stammhaus arbeiten laut Stihl 120 unterschiedliche Nationen Seite an Seite. Auf die Frage nach politischen Empfehlungen antwortete er mit der gebotenen unternehmerischen Zurückhaltung: „Wir sind ein freies Land. Es steht mir nicht zu, meinen Mitarbeitern zu sagen, wen man wählen soll.“ Ein bemerkenswerter Satz in Zeiten, in denen so mancher Konzernlenker dem Bürger lieber vorschreiben würde, wo er sein Kreuz zu machen hat.

Die ernüchternde Prognose für 2027

Doch die schärfste Warnung des Kettensägen-Bosses zielt auf die Zukunft. Wenn Deutschland jetzt nicht dramatisch umlenke, drohten 2027 noch mehr Insolvenzen und noch mehr Abwanderungen ins Ausland. Seine Aufforderung ist unmissverständlich:

„Zeit, endlich aufzuwachen.“

Und wie recht er hat. Die schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz war mit dem Versprechen angetreten, die Wirtschaft wieder flottzumachen. Stattdessen: ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket, die Verankerung der Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz und ein Kanzler, der sein Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, in Rekordzeit kassiert hat. Die Bleiweste, von der Stihl spricht, wiegt mit jedem Tag schwerer.

Was bleibt dem deutschen Sparer?

Die Folgen dieser Politik sind absehbar: steigende Inflation, eine Generation, die über Steuern und Abgaben die Zinslasten abtragen darf, und ein Industriestandort, der seine besten Pferde im Stall verliert. Wer angesichts dieser Aussichten sein Vermögen schützen will, kommt um eine simple Wahrheit nicht herum. Während Papierwerte und politische Versprechen schmelzen, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden ihren Wert. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die die deutsche Wirtschaftspolitik vermissen lässt.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist aufgefordert, sich eigenständig zu informieren und seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen.

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