
Der deutsche Eigenheimtraum zerplatzt: Wie die Politik eine ganze Generation um ihr Vermögen bringt
Während unsere europäischen Nachbarn mehrheitlich in den eigenen vier Wänden leben, verkommt Deutschland immer mehr zum Armenhaus der Eigentumsbildung. Mit einer erschreckenden Quote von nur noch 41,8 Prozent Wohneigentümern rangiert die Bundesrepublik auf dem beschämenden letzten Platz in der EU. Was für Generationen von Deutschen selbstverständlich war – der Aufbau von Vermögen durch die eigene Immobilie – bleibt heute selbst für die hart arbeitende Mittelschicht ein unerreichbarer Traum.
Das Versagen der deutschen Politik
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während in Spanien und Italien stolze 75 Prozent der Bürger in den eigenen vier Wänden leben, dümpelt Deutschland mit seinen 47,6 Prozent am unteren Ende der Skala herum. Selbst die ehemals sozialistischen Länder Osteuropas haben uns längst abgehängt – dort erkannte man nach der Wende die Bedeutung von privatem Eigentum und privatisierte konsequent den Wohnungsbestand an die Mieter.
Hierzulande hingegen feiert die Politik das "Mieterland Deutschland" und zementiert damit die Vermögensarmut breiter Bevölkerungsschichten. Die Überregulierung des Mietmarktes mag auf den ersten Blick mieterfreundlich erscheinen, doch sie ist in Wahrheit ein vergiftetes Geschenk. Sie nimmt den Menschen jeden Anreiz, sich aus der Abhängigkeit von Vermietern zu befreien und eigenes Vermögen aufzubauen.
Die Kostenfalle schnappt zu
Besonders perfide wird es bei den Baukosten: Mit 3.300 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter zahlen deutsche Häuslebauer mehr als doppelt so viel wie ihre spanischen Nachbarn. Dazu gesellen sich Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie Maklergebühren, die locker 15 Prozent des Kaufpreises verschlingen. Der Staat hält bei jedem Immobilienkauf kräftig die Hand auf – und wundert sich dann über sinkende Eigentumsquoten.
Die Verschlechterung seit 2021 gleicht einem Erdrutsch: Die Hypothekenzinsen haben sich von einem auf 3,6 Prozent mehr als verdreifacht, die Baupreise sind um satte 34,3 Prozent explodiert. Ein durchschnittlicher Haushalt müsste heute fast die Hälfte seines Nettoeinkommens für die Finanzierung aufwenden – 2010 waren es noch erträgliche 34 Prozent.
Die soziale Sprengkraft der Eigentumskrise
Was bedeutet das für die Vermögensverteilung? Deutsche Mieterhaushalte besitzen im Median gerade einmal 12.000 Euro Vermögen, während Eigentümerhaushalte auf 266.600 Euro kommen – sie sind also 25-mal so reich. Diese dramatische Kluft wird sich weiter vertiefen, wenn nicht endlich gegengesteuert wird.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hatte vollmundig Reformen versprochen. Doch statt die Eigentumsbildung zu fördern, pumpt sie weiter Milliarden in den sozialen Wohnungsbau und verschuldet mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen kommende Generationen. Das Baukindergeld wurde sang- und klanglos beerdigt, während Vermieter weiterhin üppige Steuervorteile genießen.
Der Blick über den Tellerrand zeigt: Es geht auch anders
Andere OECD-Länder machen vor, wie es funktioniert: Hypothekenzinsen sind steuerlich absetzbar, die Baukosten werden durch schlanke Vorschriften niedrig gehalten, und der Staat fördert aktiv die Eigentumsbildung. In Frankreich schaffen es trotz 80 Prozent Verstädterungsgrad 63 Prozent der Bürger ins Eigenheim. Warum? Weil dort Eigentum als Grundpfeiler einer stabilen Gesellschaft verstanden wird.
Deutschland braucht dringend eine Kehrtwende: Senkung der Grunderwerbsteuer, Abbau der Bauvorschriften-Bürokratie, steuerliche Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum und ein Ende der einseitigen Bevorzugung von Mietwohnungen. Nur so kann verhindert werden, dass eine ganze Generation vermögenslos bleibt und im Alter von Altersarmut bedroht ist.
Zeit für einen Paradigmenwechsel
Die Eigentumsfrage ist keine akademische Debatte, sondern eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wer Menschen die Chance auf Eigentum verwehrt, beraubt sie ihrer wirtschaftlichen Freiheit und macht sie zu ewigen Abhängigen. Ein Land, in dem nur noch Erben zu Eigentum kommen, während die arbeitende Mitte leer ausgeht, verliert seinen sozialen Zusammenhalt.
Es ist höchste Zeit, dass die Politik endlich begreift: Der Traum vom Eigenheim darf nicht zum Privileg weniger werden. Er muss wieder zur realistischen Perspektive für jeden fleißigen Bürger werden, der bereit ist, dafür zu arbeiten und zu sparen. Alles andere wäre ein Verrat an den Grundwerten unserer Gesellschaft.
Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Meinungsäußerung unserer Redaktion. Wir geben keine Anlageberatung. Jeder ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor Investitionen in Immobilien oder andere Kapitalanlagen ausreichend recherchieren und gegebenenfalls professionellen Rat einholen.
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