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20.01.2026
15:53 Uhr

Davos 2026: Wenn der „Geist des Dialogs" zum Gespenst der Heuchelei wird

Davos 2026: Wenn der „Geist des Dialogs" zum Gespenst der Heuchelei wird

Das Weltwirtschaftsforum hat in den Schweizer Alpen seine Pforten geöffnet – und mit ihm ein Schauspiel, das an Absurdität kaum zu überbieten ist. Rund 3000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft versammeln sich zum 56. Jahrestreffen in Davos, während das offizielle Motto „Geist des Dialogs" wie blanker Hohn in den verschneiten Bergen widerhallt. Denn wer genauer hinschaut, erkennt schnell: Von echtem Dialog kann hier keine Rede sein.

Trump dominiert – Europa zittert

Der eigentliche Star dieser Veranstaltung ist zweifellos Donald Trump. Mit der größten US-Delegation in der Geschichte des WEF reist der amerikanische Präsident an, um am Mittwoch eine mit Spannung erwartete Rede zu halten. Medienberichte sprechen bereits von einem „Little America" in den Schweizer Alpen – und diese Beschreibung trifft den Nagel auf den Kopf. Während europäische Politiker nervös ihre Krawatten zurechtrücken, demonstriert Trump einmal mehr, wer auf der Weltbühne den Ton angibt.

Seine jüngsten Strafzoll-Drohungen gegen Europa, sein unverhohlenes Interesse am Kauf Grönlands und die Eskalation im Verhältnis zum Iran werfen lange Schatten auf die Gespräche. Die WEF-Organisatoren verteidigen die Einladung mit dem dürren Hinweis, Trump sei „Teil der Welt, in der wir leben". Eine bemerkenswert nüchterne Feststellung, die allerdings die Frage aufwirft, warum diese Logik nicht für alle Teilnehmer gilt.

Iran ausgeladen – Dialog nur für Auserwählte

Besonders pikant erscheint die kurzfristige Ausladung des iranischen Außenministers Abbas Araghtchi. Die Begründung der Organisatoren: Wegen der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in seiner Heimat sei eine Teilnahme „nicht richtig". Menschenrechtsgruppen sprechen von Tausenden Todesopfern. Auch US-Senator Lindsey Graham kritisierte die ursprüngliche Einladung scharf.

Doch halt – war da nicht etwas mit dem „Geist des Dialogs"? Wie passt es zusammen, dass man einerseits den Dialog beschwört, andererseits aber missliebige Gesprächspartner kurzerhand vor die Tür setzt? Russische Vertreter sind ohnehin seit Jahren nicht mehr willkommen. Ein Kommentator brachte es treffend auf den Punkt: „Im Geist des Monologs wäre wahrscheinlich passender, wenn man Staaten wie den Iran nicht dabei haben will."

Die Doppelmoral der globalen Elite

Diese selektive Empörung offenbart die tiefe Scheinheiligkeit, die das WEF durchzieht. Während man sich über Menschenrechtsverletzungen im Iran echauffiert, werden andere fragwürdige Akteure mit offenen Armen empfangen. Die Frage, nach welchen Kriterien hier eigentlich entschieden wird, bleibt unbeantwortet. Es drängt sich der Verdacht auf, dass geopolitische Interessen schwerer wiegen als moralische Prinzipien.

Schwab weg, Probleme bleiben

Zum ersten Mal seit seiner Gründung findet das WEF ohne Klaus Schwab statt. Der langjährige Forumsvorsitzende hat sich im vergangenen Jahr nach interner Kritik und einer Führungsaffäre zurückgezogen. Die neue Leitung unter Larry Fink und André Hoffmann steht nun vor der gewaltigen Aufgabe, die globale Relevanz des Treffens neu zu behaupten.

Ob dies gelingen wird, darf bezweifelt werden. Das WEF hat in den vergangenen Jahren massiv an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Die Vorstellung, dass eine handverlesene Gruppe von Milliardären, Konzernchefs und Politikern hinter verschlossenen Türen die Geschicke der Welt lenkt, stößt bei immer mehr Menschen auf Ablehnung.

Widerstand auf der Straße

Rund 600 Demonstranten zogen am Wochenende aus Küblis Richtung Davos. Mit Slogans wie „Demokratie statt WEF-Diktatur" machten sie ihrem Unmut Luft. Sie fordern ein Ende kapitalistischer Machtstrukturen und werfen dem WEF vor, ein Forum für globale Eliten zu sein. Dass sich ihr Protest ausgerechnet gegen die Präsenz von Donald Trump richtet, erscheint allerdings kurzsichtig. Denn Trump ist ironischerweise derjenige, der die globalistische Agenda des WEF am deutlichsten in Frage stellt.

Die eigentlichen Strippenzieher – BlackRock, Vanguard und die Finanzaristokratie der „City of London" – bleiben von der Kritik weitgehend verschont. Dabei sind es gerade diese Akteure, die mit ihren Billionen die Weltpolitik maßgeblich beeinflussen.

Was bleibt vom „Geist des Dialogs"?

Das diesjährige WEF entlarvt sich selbst als das, was es schon immer war: eine Bühne für die Mächtigen dieser Welt, auf der echte Debatten bestenfalls simuliert werden. Der „Geist des Dialogs" erweist sich als hohle Phrase, die bei näherer Betrachtung in sich zusammenfällt. Wer nicht ins Narrativ passt, wird ausgeladen. Wer unbequeme Wahrheiten ausspricht, wird als Verbreiter von „Misinformation" gebrandmarkt.

Für den normalen Bürger, der die immensen Sicherheitskosten für dieses Spektakel mitfinanziert, bleibt die bittere Erkenntnis: In Davos wird über seinen Kopf hinweg entschieden – und der „Dialog" findet ohne ihn statt.

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