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30.08.2025
17:02 Uhr

Das Ende einer Ära: Buderus-Stahlwerk in Wetzlar vor dem Aus – 470 Arbeitsplätze fallen der deutschen Energiepolitik zum Opfer

Die Hiobsbotschaft traf die Mitarbeiter wie ein Schlag ins Gesicht: Hessens einziges Stahlwerk, die traditionsreiche Buderus-Schmiede in Wetzlar, steht vor der endgültigen Schließung. Was sich bereits seit Monaten wie ein Damoklesschwert über der Belegschaft aufgebaut hatte, wurde nun zur bitteren Realität. Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares verkündete auf einer Belegschaftsversammlung das, was viele befürchtet, aber niemand wahrhaben wollte – das Ende einer über hundertjährigen Industriegeschichte.

Energiewende als Totengräber der deutschen Stahlindustrie

Die Ursachen für dieses industrielle Desaster liegen auf der Hand, auch wenn sie von der Politik gerne verschwiegen werden: Die explodierenden Energiekosten in Deutschland haben dem Werk den Todesstoß versetzt. Der hochmoderne Elektroofen, einst Stolz des Unternehmens und Symbol für technologischen Fortschritt, wurde zum wirtschaftlichen Grab. Es sei mittlerweile günstiger, die Anlage stillstehen zu lassen, als sie zu betreiben, so die ernüchternde Einschätzung der IG Metall.

Hier zeigt sich die ganze Perversität der deutschen Energiepolitik: Während andere Länder ihre Industrie mit bezahlbarer Energie versorgen, treibt Deutschland seine Unternehmen mit ideologisch motivierten Strompreisen in den Ruin. Die grüne Transformation entpuppt sich als Deindustrialisierungsprogramm erster Güte.

470 Familien vor dem Nichts

Hinter den nüchternen Zahlen verbergen sich menschliche Schicksale: 470 Arbeitsplätze im Stahlwerk, in der Verwaltung und in angrenzenden Bereichen stehen vor der Vernichtung. Für eine Stadt wie Wetzlar mit knapp 53.000 Einwohnern bedeutet dies einen wirtschaftlichen Aderlass sondergleichen. Ganze Familien verlieren ihre Existenzgrundlage, während die politisch Verantwortlichen weiterhin von der "Transformation" und "Zukunftsfähigkeit" schwadronieren.

"Das ist extrem bitter, alle sind geschockt, viele arbeiten sehr lange für Buderus Edelstahl", beschreibt IG-Metall-Vertreter Stephen Mayer die Stimmung unter den Betroffenen.

Die Zerschlagung eines Traditionsunternehmens

Was sich hier abspielt, folgt einem bekannten Muster: Ein traditionsreiches deutsches Unternehmen wird von einer Beteiligungsgesellschaft übernommen, in Einzelteile zerlegt und die profitablen Bereiche herausgepickt. Die Stahlschmiede, die offenbar lukrative Aufträge aus der Rüstungsindustrie erwartet, bleibt bei Mutares. Das Walzwerk und der Ausbildungsbetrieb gehen an die Georgsmarienhütte. Der Rest – das eigentliche Herzstück, das Stahlwerk – wird abgewickelt.

Diese Form der Unternehmenszerschlagung ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Wirtschaft geworden. Während in China neue Stahlwerke wie Pilze aus dem Boden schießen und mit billigster Kohleenergie betrieben werden, macht Deutschland seine eigene Industrie systematisch unrentabel.

Ein Blick in die Geschichte zeigt das Ausmaß des Verlusts

Die Geschichte von Buderus reicht weit zurück. Was einst als kleine Eisenhütte begann, entwickelte sich über Generationen zu einem der bedeutendsten Stahlproduzenten der Region. Der ständige Eigentümerwechsel der letzten Jahre – von Buderus zu Bosch, dann zu Voestalpine und schließlich zu Mutares – war bereits ein Warnsignal. Doch statt gegenzusteuern, verschärfte die Politik die Rahmenbedingungen immer weiter.

Die wahren Schuldigen sitzen in Berlin

Während die Bundesregierung von Klimaneutralität und grüner Transformation träumt, stirbt die deutsche Industrie einen langsamen Tod. Die Energiekosten, getrieben durch EEG-Umlage, CO2-Bepreisung und den überhasteten Atomausstieg, haben ein Niveau erreicht, das jede energieintensive Produktion in Deutschland unwirtschaftlich macht.

Es ist eine bittere Ironie: Deutschland opfert seine Industrie auf dem Altar der Klimaideologie, während gleichzeitig die Produktion in Länder mit deutlich schlechteren Umweltstandards abwandert. Das globale Klima profitiert davon nicht – im Gegenteil. Aber Hauptsache, das grüne Gewissen ist beruhigt.

Was bleibt, ist Verzweiflung

Für die betroffenen Mitarbeiter beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Noch in dieser Woche sollen Gespräche über Sozialpläne beginnen. Doch was nützen Abfindungen, wenn der regionale Arbeitsmarkt keine adäquaten Alternativen bietet? Besonders für ältere Arbeitnehmer, die ihr halbes Leben bei Buderus verbracht haben, wird es schwer, noch einmal Fuß zu fassen.

Die Schließung des Buderus-Stahlwerks ist mehr als nur eine weitere Meldung aus der Wirtschaft. Sie steht symbolisch für das Versagen einer Politik, die ideologische Ziele über wirtschaftliche Vernunft stellt. Während andere Länder ihre Industrie stärken und ausbauen, demontiert Deutschland systematisch seine wirtschaftliche Basis.

Ein Weckruf, der ungehört verhallt?

Die Ereignisse in Wetzlar sollten ein Weckruf sein. Doch die Erfahrung zeigt: Die politisch Verantwortlichen werden auch diese Warnung ignorieren. Stattdessen wird man von "notwendigen Strukturanpassungen" und "Chancen der Transformation" sprechen. Für die 470 Familien in Wetzlar sind das nichts als hohle Phrasen.

Was Deutschland braucht, ist eine radikale Kehrtwende in der Energie- und Wirtschaftspolitik. Bezahlbare Energie, weniger Bürokratie und ein Ende der ideologischen Experimente. Andernfalls wird Buderus nicht das letzte Traditionsunternehmen sein, das der deutschen Energiepolitik zum Opfer fällt. Die Deindustrialisierung Deutschlands schreitet voran – und die Politik schaut tatenlos zu.

In Zeiten wie diesen wird deutlich, wie wichtig es ist, sein Vermögen breit zu streuen und nicht allein auf die Stabilität der deutschen Wirtschaft zu vertrauen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisensichere Anlage bewährt und sollten in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen.

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