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Kettner Edelmetalle
11.02.2026
20:41 Uhr

Christliches Dorf im Westjordanland brennt – und die Welt schaut weg

Was sich in der Nacht zum Mittwoch im palästinensischen Dorf Taybeh abspielte, liest sich wie ein Bericht aus finsteren Zeiten: Maskierte israelische Siedler überfielen das einzige vollständig christliche Dorf im Westjordanland, setzten Autos und Häuser in Brand und verletzten mindestens zehn Menschen. Die Bewohner – Christen, wohlgemerkt, deren Gemeinde auf eine 4000-jährige Geschichte zurückblickt – organisieren seither Nachtwachen, um ihre Familien zu schützen. „Wir schlafen nicht mehr", berichtet ein Bewohner.

Wenn der Staat zusieht, statt einzugreifen

Besonders erschütternd ist nicht allein die rohe Gewalt, sondern das, was danach geschah – oder vielmehr: was nicht geschah. Weder die israelische Polizei noch die Armee griffen ein. Kein Schutz, keine Festnahmen, kein Zeichen staatlicher Autorität. Der katholische Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, Nikodemus Schnabel, veröffentlichte Bilder der brennenden Häuser und sprach von einem „tiefsitzenden Christenhass" unter den Angreifern. Seine Worte wiegen schwer: Früher habe der israelische Staat solche Taten scharf verurteilt. Heute herrsche „dröhnendes Schweigen".

Man muss sich diese Situation auf der Zunge zergehen lassen. Ein Staat, der sich als einzige Demokratie im Nahen Osten rühmt, ist offenbar nicht mehr willens oder in der Lage, religiöse Minderheiten auf seinem Einflussgebiet zu schützen. Internationale Medien bestätigen, dass der israelische Rechtsstaat zunehmend an Durchsetzungskraft verliere – insbesondere dort, wo radikale Vertreter der Siedlerlobby politischen Einfluss ausübten.

Taybeh – ein Symbol für das sterbende Christentum im Heiligen Land

Taybeh ist kein gewöhnliches Dorf. Es ist ein lebendiges Zeugnis christlicher Präsenz im Heiligen Land, bekannt nicht zuletzt durch seine palästinensische Brauerei – ein Kuriosum in einer Region, die von religiösen Spannungen zerrissen wird. Doch das Leben dort hat sich dramatisch verändert. Seit dem 7. Oktober 2023 genehmige Israels Regierung vermehrt illegale Außenposten, was den Druck auf die christliche Gemeinde massiv erhöht habe. Der römisch-katholische Pfarrer Baschar Fawadleh beschreibt die Lage in drastischen Worten: „Wir leben unter dem Feuer, der Barbarei und der Brutalität der Siedler."

Es ist nicht das erste Mal, dass Taybeh brennt. Bereits 2005 wurde das Dorf von muslimischen Nachbarn angegriffen, damals gingen vierzehn Häuser in Flammen auf. Dass nun jüdische Extremisten die Fackel tragen, zeigt eine bittere Wahrheit: Christen im Nahen Osten sind von allen Seiten bedroht. Sie sind die vergessenen Opfer eines Konflikts, in dem sich die Weltöffentlichkeit lieber auf geopolitische Schachzüge konzentriert als auf das Schicksal jener Menschen, die seit Jahrtausenden in dieser Region verwurzelt sind.

Wo bleibt der Aufschrei des Westens?

Eine Mutter aus Taybeh schrieb verzweifelt: „Wir fühlen uns alleingelassen." Und genau das ist der Kern des Problems. Während europäische Regierungen – allen voran die deutsche – sich in endlosen Debatten über Gendersternchen und Klimaneutralität verlieren, sterben christliche Gemeinschaften im Nahen Osten einen leisen Tod. Wo sind die Solidaritätsbekundungen? Wo die diplomatischen Protestnoten? Das Schweigen ist ohrenbetäubend.

Kirchenvertreter warnen eindringlich: Das christliche Erbe im Heiligen Land stehe erneut auf dem Spiel. Es wäre an der Zeit, dass sich der Westen – und insbesondere Deutschland mit seiner historischen Verantwortung – unmissverständlich für den Schutz christlicher Minderheiten einsetzt. Stattdessen erleben wir eine Politik, die traditionelle Werte und das christliche Fundament Europas zunehmend geringschätzt, während sie gleichzeitig unfähig scheint, jene zu verteidigen, die dieses Erbe unter Lebensgefahr bewahren.

Der Übergriff auf Taybeh ist mehr als ein lokaler Vorfall. Er ist ein Symptom für eine Welt, in der religiös motivierte Gewalt zunimmt, Rechtsstaatlichkeit erodiert und die internationale Gemeinschaft wegschaut, wenn es unbequem wird. Die brennenden Häuser von Taybeh sollten uns alle wachrütteln – bevor es zu spät ist.

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