
Chinas Windkraft-Offensive: Europas Energiewende vor dem Kollaps?
Die europäische Energiewende steht vor einer existenziellen Bedrohung – und sie kommt aus dem Reich der Mitte. Während deutsche Politiker noch immer von ihrer grünen Transformation träumen, erobern chinesische Windkraftkonzerne systematisch die globalen Märkte. Mit Kampfpreisen, die bis zu 40 Prozent unter europäischen Angeboten liegen, walzen sie jeden Wettbewerb nieder. Was als Energiewende verkauft wurde, könnte sich als Europas nächste geopolitische Falle entpuppen.
Dänemarks Alarmglocken läuten
Besonders beunruhigend zeigt sich Dänemarks staatlicher Exportfonds Eifo. Der Chef des Superfonds äußerte sich besorgt über die aggressive Expansion chinesischer Turbinenhersteller. Diese Sorge kommt nicht von ungefähr – Dänemark gilt als Windkraft-Pionier und beherbergt mit Vestas und Ørsted zwei der weltweit führenden Unternehmen der Branche. Wenn selbst die Dänen nervös werden, sollte ganz Europa hellhörig werden.
Die chinesische Strategie folgt einem altbekannten Muster: Erst werden mit staatlich subventionierten Dumpingpreisen lokale Märkte in Lateinamerika, Afrika und Asien erobert. Dann richtet sich der Blick auf die lukrativen europäischen Märkte. Es ist dieselbe Taktik, die bereits die europäische Solarindustrie in die Knie zwang – nur diesmal mit noch verheerenderen Folgen.
Die neue Abhängigkeit: Vom russischen Gas zur chinesischen Windkraft
Die Ironie könnte bitterer nicht sein. Gerade erst hat sich Europa unter enormen wirtschaftlichen Opfern von russischem Gas befreit, nur um sich nun in die nächste Abhängigkeit zu stürzen. Die grüne Transformation, die uns Unabhängigkeit und Klimarettung versprach, droht zur geopolitischen Zwangsjacke zu werden.
Während die Ampel-Koalition zerbrach und die neue Große Koalition unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur jongliert, nutzt China die europäische Schwäche gnadenlos aus. Die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 könnte sich als trojanisches Pferd erweisen – ein Einfallstor für chinesische Dominanz in einem Schlüsselsektor unserer Energieversorgung.
Strategische Konflikte innerhalb der EU
Die Reaktionen innerhalb der EU könnten unterschiedlicher nicht sein. Während einige Mitgliedsstaaten bereits mit offenen Armen auf die günstigen chinesischen Angebote warten, fordern andere protektionistische Maßnahmen. Diese Uneinigkeit spielt Peking perfekt in die Karten. Divide et impera – teile und herrsche – funktioniert im 21. Jahrhundert offenbar immer noch bestens.
Besonders brisant wird die Situation durch die Tatsache, dass viele europäische Länder ihre ambitionierten Klimaziele ohne massive Investitionen in Windkraft nicht erreichen können. Die Versuchung, auf die deutlich günstigeren chinesischen Anlagen zurückzugreifen, wird mit jedem Tag größer. Doch der Preis dieser Ersparnis könnte die technologische und energiepolitische Souveränität Europas sein.
Deutschland als nächstes Ziel?
Die Frage ist nicht ob, sondern wann chinesische Windkraftkonzerne massiv in den deutschen Markt drängen werden. Mit der neuen Bundesregierung, die trotz Merz' Versprechen keine neuen Schulden zu machen, ein gigantisches Sondervermögen auflegt, wird die Verlockung billiger Alternativen nur noch größer. Die deutsche Windkraftindustrie, einst Weltmarktführer, könnte das nächste Opfer chinesischer Expansionspolitik werden.
Die historische Parallele zur deutschen Solarindustrie sollte uns eine Warnung sein. Innerhalb weniger Jahre wurde ein einst blühender Industriezweig komplett ausgelöscht. Zehntausende Arbeitsplätze gingen verloren, technologisches Know-how wanderte ab. Wiederholt sich diese Geschichte nun bei der Windkraft?
Brüssels hilflose Reaktion
Die EU-Kommission scheint wie so oft überfordert mit der Geschwindigkeit der chinesischen Offensive. Während man in Brüssel noch über mögliche Gegenmaßnahmen debattiert, schaffen chinesische Konzerne bereits Fakten. Die üblichen Instrumente – Antidumping-Verfahren, Strafzölle, Subventionsuntersuchungen – greifen zu kurz und kommen zu spät.
Die neue geopolitische Realität erfordert ein radikales Umdenken. Europa muss sich entscheiden: Will es seine Energiewende um jeden Preis durchpeitschen und dabei in neue Abhängigkeiten geraten? Oder besinnt es sich auf strategische Autonomie und den Schutz der eigenen Industrie? Die Zeit für diese Entscheidung läuft ab – mit jeder chinesischen Turbine, die installiert wird, sinken die Chancen auf eine eigenständige europäische Energiezukunft.
In einer Zeit, in der die Kriminalität in Deutschland Rekordniveau erreicht und die Gesellschaft durch ideologische Grabenkämpfe zerrissen wird, können wir uns eine weitere strategische Fehlentscheidung nicht leisten. Die Energiewende darf nicht zum nächsten Kapitel europäischer Naivität werden. Es ist höchste Zeit, dass unsere Politiker aufwachen und erkennen: Wer bei der Energie abhängig ist, ist es auch politisch. Diese Lektion sollten wir eigentlich gelernt haben.