
Chinas Chipmarkt im Würgegriff: Astronomische Preise vertreiben die Käufer

Während die globale Halbleiterindustrie weiterhin unter massiven Lieferengpässen ächzt, offenbart sich auf Chinas Sekundärmarkt für Speicherchips ein paradoxes Schauspiel: Die Preise schießen in schwindelerregende Höhen – doch die Kundschaft bleibt aus. Was auf den ersten Blick wie ein Verkäuferparadies erscheinen mag, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als wirtschaftliches Dilemma mit weitreichenden Konsequenzen.
Huaqiangbei: Vom Elektronik-Mekka zum Geistermarkt?
In Shenzhen, jenem pulsierenden Zentrum der chinesischen Technologiebranche, liegt Huaqiangbei – der größte Elektronik-Großhandelsmarkt der Welt. Hier, wo normalerweise das Geschäft brummt und Händler kaum mit der Nachfrage Schritt halten können, herrscht derzeit eine bemerkenswerte Stille. „Wir haben hohe Preise, aber keine Käufer", bringt der Händler Cai Zhaojie die Situation auf den Punkt.
Die Aufschläge auf Speicherprodukte seien mittlerweile „völlig unverschämt" geworden, erklärt Cai gegenüber der South China Morning Post. Statt Kunden anzulocken, vertreibe die rasante Preisinflation potenzielle Abnehmer regelrecht. Ein klassisches Beispiel dafür, wie überhitzte Märkte sich selbst kannibalisieren.
DDR5-Speicher: Wenn ein Karton mehr kostet als eine Wohnung
Besonders dramatisch zeigt sich die Entwicklung bei DDR5-Speichermodulen – der neuesten Generation von dynamischem Arbeitsspeicher, der in PCs, Smartphones und Servern zum Einsatz kommt. Ein einzelner 256-Gigabyte-Speicherriegel von Samsung Electronics oder SK Hynix hat auf dem chinesischen Spotmarkt die Marke von 40.000 Yuan überschritten, was umgerechnet etwa 5.700 US-Dollar entspricht. Manche Einheiten werden sogar für knapp 50.000 Yuan gehandelt.
Die Dimensionen dieser Preisentwicklung werden erst richtig greifbar, wenn man sie in einen größeren Kontext setzt: Eine Standard-Versandbox mit 100 Speichermodulen kostet mittlerweile rund 5 Millionen Yuan. Brancheninsider kommentieren dies mit der bissigen Bemerkung, dass eine solche Lieferung „den Wert vieler Immobilien in Shanghai übersteigt".
Globale Lieferengpässe als Preistreiber
Die Ursachen für diese Entwicklung liegen in den anhaltenden globalen Lieferengpässen bei Halbleitern. Die Chipkrise, die bereits seit Jahren die Weltwirtschaft in Atem hält, verschärft sich in bestimmten Segmenten weiter. Geopolitische Spannungen, Exportbeschränkungen und eine nach wie vor fragile Lieferkette tragen dazu bei, dass das Angebot der Nachfrage hinterherhinkt.
Für Anleger, die in unsicheren Zeiten nach stabilen Wertanlagen suchen, zeigt diese Entwicklung einmal mehr die Volatilität technologieabhängiger Märkte. Während digitale Güter und Halbleiter extremen Preisschwankungen unterliegen, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden einen bewährten Schutz gegen wirtschaftliche Turbulenzen und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios zur Vermögenssicherung dienen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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