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20.02.2026
03:51 Uhr

Bundesbank-Vorstand will europäische Stablecoins – der schleichende Abschied vom Bargeld nimmt Fahrt auf

Bundesbank-Vorstand will europäische Stablecoins – der schleichende Abschied vom Bargeld nimmt Fahrt auf

Was klingt wie ein technisches Nischenthema aus der Welt der Kryptowährungen, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein weiterer Baustein im großen Plan zur totalen Digitalisierung unseres Geldsystems. Michael Theurer, seit 2024 im Vorstand der Deutschen Bundesbank und ehemaliger FDP-Politiker, hat sich nun öffentlich für die Schaffung europäischer Stablecoins ausgesprochen. Nicht etwa als Alternative zum umstrittenen digitalen Euro – nein, als dessen Ergänzung. Man fragt sich unwillkürlich: Braucht der Bürger wirklich noch mehr digitale Fesseln?

Stablecoins: Marktwirtschaft als Feigenblatt?

Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an eine staatliche Währung oder an Rohstoffe wie Gold gekoppelt ist – in der Regel im Verhältnis 1:1. Der globale Markt für diese digitalen Zahlungsmittel sei allein im Jahr 2025 um satte 50 Prozent auf über 300 Milliarden US-Dollar angewachsen, so Theurer. Das Problem aus europäischer Sicht: Rund 99 Prozent aller existierenden Stablecoins seien an den US-Dollar gebunden. Die finanzielle Souveränität Europas stehe auf dem Spiel, argumentiert der Bundesbanker.

Klingt zunächst vernünftig. Doch wer genauer hinschaut, erkennt das eigentliche Kalkül. Theurers Vorstoß ist kein Gegengewicht zum digitalen Euro – er ist dessen Türöffner. Denn der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär unter Volker Wissing betont ausdrücklich, dass Stablecoins den digitalen Euro keineswegs ersetzen könnten. Im Gegenteil: Ohne eine Zentralbankwährung würde die ausschließliche Nutzung von Stablecoins sogar Risiken bergen, etwa einen massiven Einlagenabfluss bei den Geschäftsbanken.

Der digitale Euro: Ein Machtinstrument der EZB

Während Theurer seine marktwirtschaftlichen Stablecoins als Innovation preist, steht im Hintergrund ein weit bedrohlicheres Projekt: der digitale Euro der Europäischen Zentralbank. Nach aktuellen Planungen könnte die EZB bereits zur Jahresmitte 2027 einen Pilotstart wagen und das System bis 2029 vollständig einsatzbereit haben. Voraussetzung sei lediglich, dass die entsprechende EU-Verordnung noch in diesem Jahr verabschiedet werde.

Was das in der Praxis bedeutet, sollte jeden freiheitsliebenden Bürger alarmieren. Die EZB erhielte mit dem digitalen Euro eine beispiellose Machtfülle. Kritiker warnen seit Jahren davor, dass die überstaatliche Zentralbank damit unmittelbaren Zugriff auf die Transaktionen jedes einzelnen Bürgers bekäme. Das Einfrieren von Konten, das Blockieren von Gehaltszahlungen, die Verhängung finanzieller Sanktionen gegen unliebsame Personen – all das wäre technisch mit einem Fingerschnipp umsetzbar. Denn sowohl CBDCs als auch Stablecoins basieren auf programmierbaren Smart Contracts, die genau solche Eingriffe ermöglichen.

Bargeld wird systematisch zurückgedrängt

Parallel zu diesen Entwicklungen wird die Bargeldinfrastruktur in Deutschland Stück für Stück demontiert. Geschäftsbanken schließen reihenweise Filialen, Geldautomaten verschwinden aus dem Straßenbild, und ab 2027 soll in der gesamten Eurozone eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro für geschäftliche Transaktionen gelten. Wer darüber hinaus bar bezahlt, macht sich strafbar. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um in dieser Entwicklung ein Muster zu erkennen: Bargeld soll zum Auslaufmodell werden – und mit ihm die letzte Bastion finanzieller Anonymität und Freiheit.

Erinnern wir uns: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt den Bürgern bis heute, stets einen Bargeldvorrat zu Hause zu haben. Wie passt das zusammen mit einer Politik, die genau dieses Bargeld systematisch abschaffen will? Die Antwort ist so einfach wie erschreckend: Es passt überhaupt nicht zusammen.

Tokenisierung: Die nächste Revolution – oder der nächste Albtraum?

Theurer und seine Befürworter verweisen gerne auf die sogenannte Tokenisierung realer Vermögenswerte als die „zentrale Finanzagenda der kommenden Jahre". Gemeint ist die Umwandlung von Immobilien, Aktien, Anleihen und sogar Ausweisdokumenten in digitale Token auf einer Blockchain. Wirtschaftsgiganten wie BlackRock, JPMorgan und Fidelity treiben diese Entwicklung massiv voran. BlackRock-CEO Larry Fink bezeichnete die Tokenisierung wiederholt als die „nächste Revolution im Finanzwesen".

Revolution – ein großes Wort. Doch für wen? Wenn sämtliche Vermögenswerte digital erfasst, handelbar und vor allem kontrollierbar gemacht werden, dann profitieren davon in erster Linie jene, die die Infrastruktur kontrollieren. Der einfache Bürger hingegen wird zum gläsernen Wirtschaftssubjekt degradiert, dessen jede finanzielle Regung überwacht und im Zweifelsfall sanktioniert werden kann.

Europa im digitalen Währungswettlauf – auf Kosten der Freiheit?

Theurers Argumentation folgt einer bekannten Logik: Weil die USA im Bereich der Stablecoins dominieren und die politische Unterstützung unter Präsident Trump für Kryptowährungen wächst, müsse Europa nachziehen. Andernfalls drohe der Verlust finanzieller Souveränität. Doch ist die Antwort auf amerikanische Dominanz wirklich ein europäisches Überwachungsinstrument? Oder wäre es nicht klüger, zunächst das zu schützen, was wir haben – nämlich ein funktionierendes Bargeldsystem, das seit Jahrhunderten Freiheit und Privatsphäre garantiert?

Die europäische Krypto-Regulierung MiCAR verlangt zwar von Stablecoin-Emittenten hundertprozentige Rücklagen und Transparenz, gewährt aber keine vollständige Einlagensicherung wie bei klassischen Banken. Das Risiko tragen also die Nutzer. Der Staat zieht sich elegant aus der Verantwortung zurück, behält aber über die regulatorischen Rahmenbedingungen die volle Kontrolle. Ein Geschäftsmodell, das man als perfide bezeichnen darf.

Physische Werte als Anker in unsicheren Zeiten

In einer Welt, in der digitale Währungen zunehmend die Kontrolle über das Finanzsystem übernehmen und Bargeld systematisch zurückgedrängt wird, gewinnen physische Werte eine ganz neue Bedeutung. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg als verlässliche Wertaufbewahrungsmittel gedient – unabhängig von Zentralbanken, unabhängig von Blockchain-Technologie, unabhängig von politischer Willkür. Nicht ohne Grund kaufen Zentralbanken weltweit seit 2022 Gold in historischem Ausmaß. Wer sein Vermögen langfristig sichern und sich ein Stück finanzieller Unabhängigkeit bewahren möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, gründlicher Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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