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Kettner Edelmetalle
16.07.2026
14:22 Uhr

Brüsseler Planwirtschaft am Werk: 1,6 Millionen Autojobs auf dem Schafott

Es ist ein Menetekel, das an die Wand der einst stolzen europäischen Automobilnation geschrieben wurde – und es wird von Tag zu Tag deutlicher. Eine frische Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, in Auftrag gegeben von Gesamtmetall und weiteren Verbänden, legt die ganze Dimension des Kahlschlags offen, der auf uns zurollt. Bis zum Jahr 2040 könnten in der europäischen Autoindustrie sage und schreibe 1,6 Millionen Arbeitsplätze verschwinden. Ein Minus von satten 45 Prozent im Bereich der Antriebsstrang-Produktion. Wer glaubt, das seien abstrakte Zahlen für Statistiker, der irrt gewaltig: Hinter jeder dieser Zahlen steckt eine Familie, ein Existenzentwurf, ein Stück deutscher Wohlstand.

Deutschland trifft es am härtesten – wieder einmal

Besonders bitter: Ausgerechnet Deutschland, das Herzland des Automobilbaus, soll überproportional bluten. Die Studie beziffert die deutschen Wertschöpfungsverluste auf rund 54,2 Milliarden Euro – ein Einbruch von 64 Prozent. Und wer sind die Hauptleidtragenden? Die Zulieferer, jenes fein gesponnene Netz aus mittelständischen Betrieben, das über Jahrzehnte hinweg das Rückgrat unserer Industrie bildete. Ganze 80 Prozent ihrer Wertschöpfung – rund 35 Milliarden Euro – könnten sich in Luft auflösen. Das ist kein Strukturwandel mehr, das ist eine industrielle Enteignung auf Raten.

Die Studie beweist ein weiteres Mal, dass die Soziale Marktwirtschaft die Antwort ist. Planwirtschaftliche Ansätze und die Hybris von Planern scheitern immer wieder an den Kaufentscheidungen der Kunden – so mahnt Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer von Gesamtmetall.

Das Verbrenner-Aus als ideologisches Selbstmordkommando

Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in Brüssel, in jenen klimatisierten Amtsstuben, in denen weltfremde Bürokraten meinen, besser als der Markt zu wissen, welche Technologie die Zukunft gehört. Die geltende EU-Flottenregulierung schreibt vor, dass ab 2035 die am Auspuff gemessenen Emissionen um 100 Prozent gesenkt werden müssen. Im Klartext: Der Verbrennungsmotor, jene deutsche Ingenieursleistung, um die uns die halbe Welt einst beneidete, soll per Federstrich hingerichtet werden.

Und das sogenannte "Automobilpaket" vom Dezember 2025, mit dem die EU-Kommission das Ziel großzügig auf 90 Prozent lockern wollte? Ein Feigenblatt, nichts weiter. Denn der Anteil noch zulassungsfähiger Verbrenner wäre viel zu gering, um eine Produktion am hiesigen Standort überhaupt am Leben zu halten. Man verordnet der Industrie eine Diät und wundert sich dann, dass der Patient verhungert.

China lacht, Europa liquidiert sich selbst

Während Deutschland sich in ideologischen Grabenkämpfen um Klimaneutralität und moralische Vorreiterrollen verzettelt, setzt China längst die Maßstäbe auf dem Weltmarkt. Solange die Produktionsbedingungen in der EU im Vergleich zu den USA und insbesondere China nicht wettbewerbsfähig seien, so die Studie, ließen sich die langfristigen Verluste beim Verbrennungsantrieb auch nicht durch den Hochlauf der Elektromobilität kompensieren. Man opfert also das Bewährte, ohne beim Neuen konkurrenzfähig zu sein. Ein doppeltes Eigentor, wie es klassischer kaum sein könnte.

Was jetzt geschehen müsste

Die Studie benennt die Rezepte, die eigentlich jedem denkenden Menschen einleuchten sollten. Erstens braucht es echte Technologieoffenheit – kein ideologisches Diktat einer einzigen Antriebsart. Zweitens sind investitions- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen unabdingbar. Dazu zählen die gezielte Entlastung energieintensiver Industrien, längst überfällige Reformen am Arbeitsmarkt und ein entschlossener Bürokratieabbau. Erst unter solchen optimierten Bedingungen ließen sich die Verluste nicht nur ausgleichen, sondern sogar deutlich überkompensieren.

Doch wer traut der aktuellen politischen Führung zu, diesen Weg entschlossen zu beschreiten? Man verankert lieber die Klimaneutralität bis 2045 ins Grundgesetz und feiert 500-Milliarden-Sondervermögen, während die reale Wirtschaft ausblutet. Es ist die alte Krankheit: viel Symbolik, wenig Substanz.

Wenn Wohlstand zerbröselt – die eigentliche Lehre

Was diese Studie vor allem lehrt: Wohlstand ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Fleiß, Ingenieurskunst und kluger Politik. Wo Letztere versagt, zerfällt auch das mühsam Erarbeitete. Wer sein Vermögen schützen will, sollte sich nicht auf die Verheißungen politischer Planer verlassen – und schon gar nicht ausschließlich auf Anlageklassen, deren Wert von eben jenen Fehlentscheidungen abhängt. In Zeiten, in denen ganze Industrien zur Disposition stehen und die Inflation durch schuldenfinanzierte Sondervermögen weiter angeheizt wird, bewähren sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden als krisenfester Anker. Als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portefeuille bieten sie das, was Papierversprechen niemals leisten können: greifbaren, unzerstörbaren Wert.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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