Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
19.05.2026
06:15 Uhr

Bosch und das „Wertegerüst": Wie ein Industrieriese die eigene Demontage zur Tugend erklärt

Bosch und das „Wertegerüst": Wie ein Industrieriese die eigene Demontage zur Tugend erklärt

Es gibt Sätze, die hängen bleiben. Nicht, weil sie besonders klug formuliert wären, sondern weil sie offenbaren, wie weit sich Unternehmensführer mittlerweile von der Wirklichkeit ihrer Belegschaft entfernt haben. Der Aufsichtsratschef von Bosch, Stefan Asenkerschbaumer, hat einen solchen Satz geliefert: Der massive Stellenabbau bei dem Stuttgarter Technologiekonzern entspreche dem „Wertegerüst" des Hauses. Eine Formulierung, die in den Ohren der rund 28.000 Mitarbeiter, deren Stellen in den vergangenen Jahren zur Disposition gestellt wurden, vermutlich anders klingt als in den Vorstandsetagen der Gerlinger Konzernzentrale.

Der größte Kahlschlag der Firmengeschichte – verpackt in Pathos

Bosch erlebt derzeit das größte Sparprogramm seiner 140-jährigen Geschichte. Allein bis Ende 2025 schrumpfte die globale Belegschaft auf 412.774 Mitarbeiter – ein Minus von über 5.000 Stellen binnen eines Jahres. In Deutschland, wo knapp 30 Prozent der Beschäftigten sitzen, sank die Zahl auf rund 123.000. Besonders die Autosparte trifft es mit voller Wucht. Gewerkschaften und Beschäftigte laufen Sturm – und Asenkerschbaumer reagiert mit Sonntagsreden über das langfristige Überleben des Unternehmens.

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte er, für Robert Bosch sei stets das langfristige Überleben des Unternehmens im Zentrum gestanden – und dafür scheue man keine Opfer. Bemerkenswert nur: Die Opfer bringen offenbar jene, die das Unternehmen über Jahrzehnte aufgebaut haben. Nicht jene, die es in diese Krise hineinmanövriert haben.

Wenn das bloße Überleben zum höchsten Wert wird

Hier offenbart sich ein fundamentales Missverständnis modernen Konzern-Denkens. Wirtschaft ist kein Selbstzweck. Unternehmen existieren nicht, um zu existieren, sondern um Bedürfnisse zu erfüllen, Arbeitsplätze zu schaffen, Wohlstand zu generieren. Ein Konzern, der zwar fortbesteht, aber immer weniger produziert, immer weniger Menschen beschäftigt und immer weniger investiert, erfüllt seinen eigentlichen Zweck schlechter und schlechter. Das mag als „Wertegerüst" verkauft werden – tatsächlich ist es die Bankrotterklärung einer einst stolzen industriellen Kultur.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Der operative Gewinn brach 2025 um nahezu 50 Prozent ein und landete bei mageren 1,7 Milliarden Euro – das schwächste Ergebnis seit Jahren. Selbst während der Corona-Pandemie stand Bosch deutlich besser da. Bereits 2024 war der operative Gewinn von fünf auf 3,2 Milliarden Euro abgesackt. Wer angesichts solcher Zahlen noch von richtiger strategischer Ausrichtung spricht, der hat den Bezug zur betriebswirtschaftlichen Realität verloren.

Die wahren Ursachen: Politisch verordneter Industrie-Selbstmord

Doch wer trägt die Verantwortung für diesen Niedergang? Asenkerschbaumer selbst hat im FAZ-Interview eine entlarvende Frage gestellt: „Ist es ein Fehler, wenn eine Zukunft nicht so eintritt wie erwartet, obwohl 99 Prozent der Marktteilnehmer dieselbe Erwartung hatten?" Doch genau hier liegt der Denkfehler. Diese Erwartung war nicht das Ergebnis freier Marktentwicklung, sondern das Resultat politischen Drucks aus Brüssel und Berlin. Die einseitige Fixierung auf Elektromobilität, die jahrelange Verteufelung des Verbrennungsmotors, die ideologische Klima-Agenda der EU – all das wurde der deutschen Automobilindustrie von oben aufgezwungen.

Das Ergebnis ist verheerend: Chinesische Elektroautos sind laut Verband der Automobilindustrie bis zu 30 Prozent günstiger als deutsche Modelle. Niedrigere Energiekosten, staatliche Subventionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ein frühzeitiger Aufbau eigener Batterietechnologie haben Peking einen kaum noch einholbaren Vorsprung verschafft. Während deutsche Politiker mit Lastenrad-Ideologie und Verbrenner-Verboten beschäftigt waren, hat China still und effizient die industrielle Zukunft gesichert.

Ein Flächenbrand in der Zulieferindustrie

Bosch ist kein Einzelfall, sondern Symptom. Rund 60 Prozent des Bosch-Geschäfts hängen am Automobilsektor, und der ist hierzulande schwer angeschlagen. ZF Friedrichshafen streicht bis zu 14.000 Stellen. Auch Mahle, Continental und Schaeffler fahren umfassende Sparprogramme. Eine ganze Branche, einst weltweiter Maßstab industrieller Exzellenz, bricht weg – Stelle für Stelle, Werk für Werk. Und während dieses industrielle Erbe verbrennt, beschäftigt sich die Politik in Berlin lieber mit Gendersternchen, Heizungsgesetzen und Sondervermögen über 500 Milliarden Euro, die den Steuerzahler noch über Generationen belasten werden.

Der ehrliche Befund: Standort Deutschland im freien Fall

Immerhin hatte Asenkerschbaumer einen ehrlichen Moment, als er forderte, Deutschland müsse dringend etwas gegen seine gravierenden Standortprobleme unternehmen. Hohe Energiekosten, ein politisch forcierter Technologiewandel ohne stabiles Marktfundament, steuerliche Überbelastung und ausufernde Bürokratie – die Diagnose liegt seit Jahren auf dem Tisch. Verändert hat sich nichts. Auch unter der neuen Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD ist von einer industriellen Wende nichts zu sehen. Stattdessen verewigt man die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz und reicht damit die ideologischen Fesseln der gescheiterten Ampel-Regierung weiter.

Was bleibt vom „Wertegerüst"?

Vom legendären Bosch-Wertegerüst der Gründerzeit, das auf Ingenieurskunst, langfristiger Verantwortung für die Beschäftigten und schwäbischer Solidität beruhte, scheint nicht viel übrig zu bleiben. Was übrig bleibt, ist Rhetorik – und die Erkenntnis, dass selbst Vorzeigeunternehmen wie Bosch in einem Land, das seine eigene Industrie systematisch demontiert, irgendwann nichts mehr zu verteidigen haben werden, außer dem nackten Überleben.

Für viele Bürger ist all das längst Anlass, das Vertrauen in Papiergeld und politische Versprechen zu überdenken. Wer in einer Zeit lebt, in der ganze Industrien wegbrechen, Konzernlenker Sparprogramme als Tugend verkaufen und der Staat sich in Schulden vergräbt, der tut gut daran, sein Vermögen breit aufzustellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie ihren Wert auch dann bewahren, wenn ganze Wirtschaftssysteme ins Wanken geraten – und sind als solide Beimischung in jedem ausgewogenen Portfolio eine Überlegung wert.

Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrags stellen keine Anlageberatung dar. Sie spiegeln die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Eine Haftung für etwaige Vermögensschäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen