
BMW trotzt der Krise – und entlarvt damit das Versagen der deutschen Konkurrenz
Während Volkswagen und Mercedes ihre Gewinne nahezu halbiert haben und Porsche einen geradezu grotesken Einbruch von über 91 Prozent verkraften musste, steht BMW wie ein Fels in der Brandung. Der Münchner Premiumhersteller meldete für das vergangene Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 7,45 Milliarden Euro – ein Rückgang von lediglich drei Prozent. Analysten, die mit einem Ergebnis unter sieben Milliarden gerechnet hatten, dürften sich verwundert die Augen gerieben haben.
Ein Abschied mit Glanz: Zipses letzte Bilanz
Es ist die letzte Jahresbilanz, die der scheidende BMW-Chef Oliver Zipse verantwortet. Und man muss ihm zugestehen: Er hinterlässt seinem designierten Nachfolger Milan Nedeljkovic einen Konzern, der in einem Umfeld beispielloser Verwerfungen bemerkenswert stabil dasteht. Zipse selbst formulierte es so: Man habe sich strategisch richtig aufgestellt und müsse nun nicht hektisch umsteuern. Eine Aussage, die angesichts der Zustände bei der Konkurrenz fast schon wie eine höfliche Ohrfeige klingt.
Der Umsatz sank zwar um 6,3 Prozent auf 133 Milliarden Euro, doch der Absatz stieg leicht um 0,5 Prozent auf knapp 2,46 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge. In Europa konnte BMW sogar ein Plus von 7,3 Prozent verbuchen, auf den amerikanischen Märkten waren es immerhin 5,6 Prozent. Einzig China bereitete Sorgen – dort brach der Absatz um 12,5 Prozent ein.
Das US-Werk als strategischer Trumpf
Was BMW von seinen Wettbewerbern fundamental unterscheidet, ist die vorausschauende Produktionsstrategie. Das große Werk in den Vereinigten Staaten, in dem vergangenes Jahr rund 413.000 Fahrzeuge vom Band liefen, erweist sich angesichts der von Präsident Trump verhängten 20-Prozent-Zölle auf EU-Importe als unschätzbarer Vorteil. Mehr als die Hälfte der dort produzierten Autos blieb direkt im Land – BMW musste also weniger als die Hälfte der in den USA verkauften Fahrzeuge importieren. Während andere deutsche Hersteller unter den Zöllen ächzen, federt BMW den Schlag elegant ab.
Hinzu kommt ein weiterer kluger Schachzug: Die Münchner haben ihre Produktionslinien so flexibel gestaltet, dass auf einem einzigen Band Elektroautos, Hybride und klassische Verbrenner gefertigt werden können. In einer Zeit, in der die Politik – allen voran die ideologiegetriebene Brüsseler Bürokratie – den Autoherstellern mit immer neuen Regulierungen das Leben schwer macht und der Hochlauf der Elektromobilität alles andere als planmäßig verläuft, ist diese Flexibilität Gold wert.
Keine Massenentlassungen – ein Novum in der Branche
Besonders bemerkenswert: Während Volkswagen Tausende Stellen streicht und Mercedes ebenfalls den Rotstift ansetzt, ist BMW bislang ohne Stellenstreichungsprogramme durch die Krise gekommen. Das ist nicht nur betriebswirtschaftlich klug, sondern auch ein Signal an die Belegschaft und den Standort Deutschland. Denn was nützt es, kurzfristig Kosten zu senken, wenn man dabei das Know-how verliert, das einen Premiumhersteller erst ausmacht?
Die „Neue Klasse" als Hoffnungsträger
Der neue BMW iX3, erstes Modell der sogenannten Neuen Klasse, steht seit wenigen Tagen bei den Händlern – und die Auftragsbücher sind offenbar prall gefüllt. Bereits im Januar wurde eine zusätzliche Produktionsschicht eingeführt, um der Nachfrage Herr zu werden. Als nächstes soll der elektrische i3 folgen, das Pendant zum legendären 3er – und damit ein Fahrzeug im für BMW absolut zentralen Volumensegment.
Dennoch gibt sich der Konzern für das laufende Jahr betont zurückhaltend. Der Vorsteuergewinn dürfte trotz stabiler Auslieferungen moderat sinken. Zölle, Währungseffekte und steigende Rohstoffpreise belasten die Margen. Und hier zeigt sich das eigentliche Problem: Es sind nicht die Unternehmen, die versagen – es ist das politische Umfeld, das ihnen das Wirtschaften zunehmend erschwert.
Ein Symptom der deutschen Industriekrise
Dass selbst ein vergleichsweise gut aufgestellter Konzern wie BMW bereits den dritten Gewinnrückgang in Folge verzeichnet, sollte in Berlin sämtliche Alarmglocken schrillen lassen. Die deutsche Automobilindustrie, einst das Rückgrat unserer Volkswirtschaft, wird von allen Seiten in die Zange genommen: Trumps Zölle aus dem Westen, chinesische Billigkonkurrenz aus dem Osten und eine regulierungswütige EU-Kommission von oben.
Und was tut die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz? Sie plant ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen – also nichts anderes als neue Schulden –, das kommende Generationen über Jahrzehnte hinweg durch Steuern und Abgaben werden finanzieren müssen. Ob davon auch nur ein Cent bei der gebeutelten Automobilindustrie ankommt, darf bezweifelt werden. Statt die Unternehmen von bürokratischen Fesseln zu befreien und die Energiekosten auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau zu senken, wird weiter munter umverteilt.
BMW zeigt, dass es möglich ist, auch in schwierigen Zeiten solide zu wirtschaften – wenn man strategisch denkt, flexibel bleibt und nicht jedem politischen Trend hinterherläuft. Die Frage ist nur, wie lange selbst die Besten durchhalten können, wenn die Rahmenbedingungen am Standort Deutschland weiter erodieren. Denn eines ist klar: Kein Unternehmen der Welt kann dauerhaft gegen eine Politik bestehen, die den eigenen Wirtschaftsstandort systematisch schwächt.

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