
Bildungsnotstand in NRW: 7.800 leere Lehrerpulte – jetzt sollen die Rentner ran

Es ist ein Offenbarungseid der Bildungspolitik, wie er deutlicher kaum sein könnte. Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Bundesland der Republik, kann seine Klassenzimmer nicht mehr besetzen. Fast 7.800 Lehrerstellen bleiben unbesetzt. Und was fällt der zuständigen Schulministerin Dorothee Feller (CDU) ein, um das Desaster zu kaschieren? Sie lockt die Pensionäre mit einem fünfzehnprozentigen Gehaltsaufschlag zurück an die Tafel. Ein Strohhalm, an den sich ein Ministerium klammert, das die Kontrolle längst verloren hat.
Wenn die Politik schläft, leiden die Schüler
Man muss es so deutlich sagen: Der Lehrermangel ist kein Naturereignis, das über Deutschland hereingebrochen wäre wie ein Unwetter. Er ist hausgemacht. Schülerzahlen lassen sich auf Jahrzehnte hinaus präzise vorhersagen. Der Grundschüler des Jahres 2032 ist längst geboren, der Abiturient des Jahres 2044 ebenfalls. Auch die Altersstruktur der Lehrerschaft ist bis ins Detail bekannt. Wer 2030 oder 2040 in Pension geht, steht heute schon fest. Und dennoch haben die Kultusminister geschlafen – jahrelang, mit beneidenswerter Beharrlichkeit.
Rund 9.500 Menschen im Schuldienst mehr seit Ende 2022. Unser Handlungskonzept wirkt – so lasse das Schulministerium verlauten.
Gewirkt habe freilich, so muss man nüchtern feststellen, fast nichts. Es ist Flickwerk, was hier betrieben wird. Ein bisschen Quereinstieg hier, ein paar zurückgelockte Rentner dort, garniert mit der wohlfeilen Selbstbeweihräucherung einer Ministerin, die ihre eigenen Versäumnisse in Erfolgsmeldungen umzudeuten versucht.
Warum die Lehrer wirklich gehen
Besonders bemerkenswert: Die Landesregierung erfasse die Gründe für die Weggänge gar nicht erst. Man darf das durchaus als bequeme Augenwischerei verstehen. Denn die Wahrheit dürfte unbequem sein. Wer glaubt, es seien vor allem die Faulen, die dem Schuldienst den Rücken kehren, der irrt. Es sind oft die vormals Engagierten, die kapitulieren – vor überfüllten Klassen, vor Disziplinproblemen und vor einer Schülerschaft, deren Zusammensetzung sich durch die Folgen der unkontrollierten Migration seit 2015 dramatisch verändert hat.
Importierte Probleme treffen auf hausgemachtes Versagen
Zigtausende zusätzliche Schüler ohne ausreichende Sprachkenntnisse, vielfach ohne Integrationsbereitschaft – das überlastet ein ohnehin marodes System bis zum Bersten. Hinzu kommen die seit Jahrzehnten betriebenen Schulexperimente, die Aufblähung akademischer Bildungswege, die sträfliche Vernachlässigung der beruflichen Bildung und ein Niedergang der Leistungsanforderungen bei gleichzeitig immer großzügigerer Notengebung. Die einstige Bildungsnation Deutschland frisst sich selbst auf.
Die nackten Zahlen einer Krise
Im Jahr 2025 hätten 650 NRW-Lehrer ihren Beruf an den Nagel gehängt, darunter 283 Verbeamtete. Mehr als zwei Drittel von ihnen seien jünger als 60 Jahre gewesen. Gleichzeitig arbeiten mittlerweile über 1.340 Lehrer, die mindestens 67 Jahre alt sind – eine Verdreifachung gegenüber 2016. Ein System, das auf die Arbeitskraft von Menschen jenseits des Rentenalters angewiesen ist, hat schlicht abgewirtschaftet.
Und so bleibt die bittere Erkenntnis: Wer einen Abiturienten des Jahres 2026 als fertigen Lehrer haben will, bekommt ihn frühestens 2033. Die Versäumnisse von heute werden die Schüler von übermorgen ausbaden. Das ist keine Bildungspolitik, das ist organisierte Verantwortungslosigkeit – und es ist die Überzeugung eines Großteils der deutschen Bürger, dass dieses Land endlich wieder Politiker braucht, die für Deutschland und nicht gegen seine Zukunft regieren.
Was bleibt, ist die Frage nach echter Substanz
In Zeiten, in denen staatliche Institutionen reihenweise versagen und politische Versprechen die Halbwertszeit von Schnee in der Frühlingssonne haben, gewinnt eine Erkenntnis an Bedeutung: Vertrauen lässt sich nicht in Aussicht stellen, es muss durch Substanz gedeckt sein. Während Bildungssysteme bröckeln und Staatshaushalte durch immer neue Schuldenberge belastet werden, suchen kluge Bürger nach Werten, die Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein bewährter Anker zur Vermögenssicherung – ein sinnvoller Baustein in einem breit gestreuten Portfolio, der niemandem ein Wahlversprechen geben muss, um seinen Wert zu beweisen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Für eigene finanzielle Entscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.
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