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23.06.2026
05:57 Uhr

Berlins Schulen im Ausnahmezustand: Wenn Messer und Glaubensregeln den Stundenplan ersetzen

Berlins Schulen im Ausnahmezustand: Wenn Messer und Glaubensregeln den Stundenplan ersetzen

Es ist ein Befund, der einem die Sprache verschlägt – und der zugleich niemanden mehr ernsthaft überraschen dürfte, der die Entwicklung der vergangenen Jahre nüchtern verfolgt hat. Eine erstmals für die Hauptstadt erstellte Untersuchung, das sogenannte Gewaltbarometer, zeichnet ein Bild der Berliner Schulen, das man im günstigsten Fall als alarmierend, im realistischen Fall als verheerend bezeichnen muss. Rund 14.000 Schüler und 2.579 Lehrkräfte wurden befragt. Das Ergebnis liest sich wie das Protokoll eines schleichenden Staatsversagens.

Wenn der Glaube die Schulordnung überstimmt

Besonders ein Befund sticht heraus und sollte jeden, dem das Schicksal dieses Landes am Herzen liegt, alarmieren: 40 Prozent der muslimischen Neuntklässler sind der Auffassung, religiöse Regeln müssten Vorrang vor den Schulregeln haben. Vier von zehn. Das ist keine Randnotiz, das ist eine offene Kampfansage an die Werteordnung eines säkularen, freiheitlichen Gemeinwesens.

Jeder zehnte Jugendliche der Klassenstufen 9 bis 12 gibt an, religiösen Vorgaben bei Kleidung oder Ernährung folgen zu sollen. Bei sieben Prozent aller Gewaltvorfälle spielt mittlerweile die Religion eine Rolle. Und während ein Drittel der Lehrer den Antisemitismus als großes Problem an ihrer Schule benennt, sieht jeder vierte den Islamismus auf dem Vormarsch. Sind das die Früchte einer Politik, die jahrzehntelang von „Bereicherung“ schwadronierte und jede kritische Frage als rechts diffamierte?

Pfefferspray im Mäppchen, Messer im Rucksack

Doch es bleibt nicht bei Glaubensfragen. Die nackten Zahlen zur Gewalt sind erschütternd. 57 Prozent der Lehrkräfte sprechen von einem großen Gewaltproblem an ihrer Schule. 61 Prozent berichten von einer deutlichen Zunahme seit der Corona-Zeit. Jeder dritte Neuntklässler fühlt sich beim Lernen durch Gewalt stark beeinträchtigt – man stelle sich das einmal vor: Kinder, die nicht mehr ungestört lernen können, weil Angst zum festen Bestandteil des Schultags geworden ist.

Sieben Prozent der Schüler ab Klasse 9 haben schon einmal ein Messer mit zur Schule gebracht, sechs Prozent griffen zum Pfefferspray – zur Selbstverteidigung.

Lassen wir diesen Satz wirken. Heranwachsende bewaffnen sich, um den Weg ins Klassenzimmer zu überstehen. Das ist nicht mehr die Schule, die viele von uns kannten. Das sind Verhältnisse, die man bislang aus den Problemvierteln amerikanischer Metropolen zu kennen glaubte.

Die Antwort der Politik: Kleinere Klassen und beschlagnahmte Handys

Und was unternimmt die Berliner Politik gegen diesen Flächenbrand? Bildungssenatorin Günther-Wünsch zeigte sich – wie könnte es anders sein – „besorgt“. Konflikte würden zunehmend über Klassenchats und soziale Netzwerke eskalieren. Als Reaktion plane der Senat kleinere Klassen an besonders belasteten Grundschulen und prüfe den flächendeckenden Einsatz von Schulpsychologen.

Man fragt sich unwillkürlich: Soll der Schulpsychologe das Messer aus dem Rucksack reden? Aus der Praxis immerhin kommt eine handfestere Forderung. Jugendstaatssekretär Falko Liecke brachte ins Spiel, dass Polizeibeamte die Handys auffälliger Schüler für zwei Wochen einziehen dürfen sollten – in Neukölln werde dies bereits praktiziert. Ein Pflästerchen auf einer klaffenden Wunde.

Ein Symptom, kein Zufall

Die Wahrheit, die hinter diesen Zahlen steht, ist unbequem, doch sie muss ausgesprochen werden: Was sich an Berlins Schulen abspielt, ist kein Betriebsunfall, sondern das vorhersehbare Resultat einer jahrelangen Fehlsteuerung in Migrations-, Bildungs- und Integrationspolitik. Eine Gesellschaft, die ihre eigenen Werte nicht mehr selbstbewusst verteidigt, darf sich nicht wundern, wenn andere Ordnungsvorstellungen den freigewordenen Raum füllen.

Diese Sorge teilt längst nicht nur unsere Redaktion, sondern ein erheblicher Teil der Bevölkerung, der schlicht möchte, dass Kinder in diesem Land wieder angstfrei zur Schule gehen können. Dafür braucht es keine Symbolpolitik und keine wohlfeilen Betroffenheitsbekundungen, sondern eine Politik, die endlich wieder für die Sicherheit und die Zukunft der eigenen Bürger eintritt – und den Mut hat, Probleme beim Namen zu nennen, statt sie totzuschweigen.

Was bleibt, wenn Institutionen wanken?

In Zeiten, in denen selbst Schulen – die Fundamente unserer Zukunft – ins Wanken geraten, wächst bei vielen Menschen das Bedürfnis nach Beständigkeit und nach Werten, die nicht von politischen Moden abhängen. Es ist kein Zufall, dass in unsicheren Zeiten der Blick traditionell auf bewährte Sachwerte fällt. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie Krisen überdauern, wenn vieles andere zerbröckelt. Als solider Baustein eines breit gestreuten Vermögens können sie ein Anker der Stabilität sein – in einer Welt, in der Verlässlichkeit zunehmend zur Mangelware wird.

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