
Berlins Einbürgerungsrekord: Fast 40.000 neue Staatsbürger – und kaum jemand prüft genau hin
Während andere Städte mit maroder Infrastruktur, Wohnungsnot und explodierenden Sozialausgaben kämpfen, setzt die Bundeshauptstadt ganz eigene Prioritäten. Berlin hat im Jahr 2025 einen historischen Einbürgerungsrekord aufgestellt: 39.034 Ausländer erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft – so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Stadt. Eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.
Eine Vervierfachung in nur zwei Jahren
Die Dynamik dieser Entwicklung ist atemberaubend. Noch 2023 wurden in Berlin lediglich 9.041 Personen eingebürgert. Ein Jahr später waren es bereits 21.811. Und nun, 2025, knapp 40.000. Das bedeutet: Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl der Einbürgerungen in der Hauptstadt nahezu vervierfacht. Ein Anstieg von 79 Prozent allein gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Hamburg, immerhin die zweitgrößte deutsche Stadt, verzeichnete im selben Zeitraum einen Zuwachs von gerade einmal 20 Prozent – von 9.599 auf 11.532 Einbürgerungen.
Man fragt sich unwillkürlich: Was macht Berlin so anders? Ist die Hauptstadt tatsächlich ein derart attraktiver Schmelztiegel gelungener Integration, oder liegt die Erklärung womöglich in einer erschreckend laxen Prüfungspraxis?
Gefälschte Sprachzertifikate – ein offenes Geheimnis
Die Antwort auf diese Frage dürfte vielen Bürgern den Atem verschlagen. Wie mittlerweile bekannt wurde, sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Fälle gefälschter Sprachzertifikate aufgeflogen. Migranten sollen sich diese Dokumente schlicht gekauft haben, um die Voraussetzungen für eine Einbürgerung vorzutäuschen. Ein Skandal, der das Vertrauen in die Integrität des gesamten Einbürgerungsverfahrens fundamental erschüttert.
Besonders pikant: Die Berliner Behörden sammeln Sprachzertifikate nicht einmal statistisch. Eine Überprüfung findet laut Behördenangaben nur im konkreten Verdachtsfall statt. Weder das zuständige Landesamt noch die Polizei Berlin verfügen über eine statistische Erfassung gefälschter Sprach- oder Integrationsnachweise. Man weiß also schlichtweg nicht, wie viele der erteilten Staatsbürgerschaften auf betrügerisch erlangten Dokumenten basieren. Und – man höre und staune – eine nachträgliche Überprüfung bereits erteilter Staatsbürgerschaften sei nicht geplant.
CDU-Politiker fordert Konsequenzen – doch reicht das?
Der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Alexander Throm, forderte gegenüber der Presse, dass sämtliche Fälle mit unklaren Sprachzertifikaten überprüft werden müssten. Laufende Verfahren sollten ausgesetzt werden, bis die Sachlage geklärt sei. „Fehlender Respekt vor der deutschen Staatsbürgerschaft darf nicht mehr folgenlos bleiben", so der CDU-Politiker. Starke Worte – doch wie glaubwürdig sind sie, wenn ausgerechnet der Regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, ebenfalls der CDU angehört und unter seiner Ägide dieser Rekord zustande kam?
Es ist ein Muster, das sich in der deutschen Politik seit Jahren wiederholt: Markige Forderungen auf Bundesebene, während auf Landesebene die Schleusen weit geöffnet bleiben. Die Einbürgerungsverfahren werden zwar durch das Bundesrecht geregelt, die Bearbeitung der Anträge obliegt jedoch den Landesbehörden. Und genau hier, in der praktischen Umsetzung, scheint Berlin beide Augen fest zuzudrücken.
Bundesweiter Trend mit besorgniserregenden Dimensionen
Der Berliner Rekord ist dabei nur die Spitze eines bundesweiten Eisbergs. Im Jahr 2024 wurden deutschlandweit 291.955 Personen eingebürgert – ein Anstieg von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 200.100 Einbürgerungen. Die größte Gruppe bildeten Syrer mit 83.150 Einbürgerungen, gefolgt von Türken, Irakern, Russen und Afghanen. Offizielle Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor, doch angesichts der Berliner Entwicklung darf man davon ausgehen, dass auch bundesweit neue Höchststände erreicht werden.
Was bedeutet das für Deutschland? Die Staatsbürgerschaft ist nicht irgendein Verwaltungsakt. Sie ist das höchste Gut, das ein Staat seinen Bürgern verleihen kann – verbunden mit Wahlrecht, Sozialansprüchen und dem unwiderruflichen Recht auf Aufenthalt. Wenn dieses Gut im Schnellverfahren und ohne hinreichende Prüfung vergeben wird, entwertet man es nicht nur für die Neueingebürgerten, sondern für alle Deutschen.
Berlin: Dauerhafter Empfänger im Länderfinanzausgleich
Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass Berlin als größter Empfänger im Länderfinanzausgleich rund vier Milliarden Euro jährlich von den Geberländern erhält. Die Stadt, die sich nicht einmal selbst finanzieren kann, bürgert in Rekordgeschwindigkeit Menschen ein, die in vielen Fällen auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein dürften. Die Kosten tragen am Ende die Steuerzahler in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen – jene Bundesländer, die den Laden am Laufen halten.
Es ist ein Trauerspiel, das symptomatisch für den Zustand dieses Landes steht. Während die Bürger unter steigender Inflation, einer erdrückenden Steuerlast und wachsender Unsicherheit auf den Straßen leiden, werden in der Hauptstadt im Akkord neue Pässe ausgestellt. Ohne ausreichende Kontrolle, ohne nachträgliche Überprüfung, ohne erkennbare Konsequenzen bei Betrug. Die deutsche Staatsbürgerschaft – einst ein Privileg, das man sich durch Integration, Sprachkenntnisse und Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung verdienen musste – droht zur billigen Massenware zu verkommen.
„Fehlender Respekt vor der deutschen Staatsbürgerschaft darf nicht mehr folgenlos bleiben." – Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion
Es bleibt die bittere Erkenntnis: Solange Worte nicht in Taten münden, solange Behörden nicht systematisch prüfen und solange gefälschte Dokumente keine spürbaren Konsequenzen nach sich ziehen, wird sich an diesem Zustand nichts ändern. Deutschland braucht keine Einbürgerungsrekorde. Deutschland braucht eine Einbürgerungspolitik, die den Namen verdient – mit Sorgfalt, Respekt und dem klaren Bekenntnis, dass die Staatsbürgerschaft dieses Landes etwas wert ist. Oder zumindest wert sein sollte.

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