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Kettner Edelmetalle
03.02.2026
06:59 Uhr

Berlins Bauturbo entpuppt sich als Rohrkrepierer: Wohnungsbau vor dem Kollaps

Fast ein Jahr ist vergangen, seit Bundeskanzler Friedrich Merz mit markigen Worten „bauen, bauen, bauen" versprach. Die Realität auf Deutschlands Baustellen sieht jedoch erschreckend anders aus. Während die Bundesregierung sich für ihr Baubeschleunigungsgesetz feiert, verharrt die Branche im Krisenmodus – und Experten warnen vor einem vollständigen Zusammenbruch des Wohnungsbaus in der Hauptstadt.

Der Bauturbo, der keiner ist

In Berlin fehlen schätzungsweise mehr als 150.000 bezahlbare Wohnungen. Eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Doch statt endlich Abhilfe zu schaffen, produziert die Politik ein Gesetz nach dem anderen, das in der Praxis schlichtweg nicht funktioniert. Der Berliner Baurechtler Jakob Hans Hien bringt es auf den Punkt: „Der Begriff Bauturbo suggeriert etwas, das das Gesetz gar nicht leisten kann. Eigentlich müsste man von einem Genehmigungsturbo sprechen."

Denn hier liegt der Hase im Pfeffer: Das Gesetz kann zwar Planungsverfahren von zehn Jahren auf anderthalb Jahre verkürzen – theoretisch. Praktisch jedoch können die Bezirksverwaltungen den Turbo anwenden, müssen es aber nicht. Eine Kann-Bestimmung also, die in der deutschen Bürokratie ungefähr so viel wert ist wie ein Regenschirm bei einem Tsunami.

Bauministerin im Mutterschutz – Ministerium führungslos

Besonders pikant: Bauministerin Verena Hubertz von der SPD hat sich nach einer Serie von Fauxpas in den Mutterschutz verabschiedet. Zuvor machte sie auf TikTok durch Selbstbeweihräucherung von sich reden und beschuldigte Vermieter, mit einer „ollen Couch in der Ecke" 35 Euro pro Quadratmeter zu verlangen. Eine Vertretung für die krisengebeutelte Ministerin? Vorerst nicht vorgesehen. Das Ministerium ist damit praktisch führungslos – während die Baubranche in die nächste Krise schlittert.

„Wir sind derzeit schlicht nicht in der Lage, wirtschaftlich Wohnraum zu bauen."

Diese vernichtende Bilanz zieht Dieter Becken, einer der erfahrensten Projektentwickler Deutschlands. Um Projekte rentabel zu machen, wären Mieten von rund 40 Euro pro Quadratmeter nötig. „Dafür findet sich aber kein Markt. Das ist sozial und wirtschaftlich nicht darstellbar", so Becken weiter.

Die wahren Ursachen der Misere

Die Experten sind sich einig: Der Bund hat die eigentlichen Ursachen der Baukrise nicht verstanden – oder will sie nicht verstehen. Es sind nicht primär die schleppenden Genehmigungsverfahren, die den Wohnungsbau ausbremsen. Es ist ein toxischer Cocktail aus:

Explodierende Grundstückspreise, die jeden Quadratmeter zum Luxusgut machen. Horrende Baukosten, die durch immer neue technische und energetische Anforderungen in die Höhe getrieben werden. Hohe Zinsen, die Finanzierungen zum Albtraum werden lassen. Und nicht zuletzt aufgeblähte Baustandards, die in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren immer weiter verschärft wurden.

Simon Kempf von Periskop Development stellt die entscheidende Frage: „Warum sollte privates Kapital ein Entwicklungsrisiko eingehen, wenn es sichere Staatsanleihen mit drei Prozent Rendite gibt?" Eine rhetorische Frage, deren Antwort die ganze Misere der deutschen Baupolitik offenbart.

Berlin droht zur Stadt der Reichen zu werden

Die Konsequenzen dieser verfehlten Politik sind absehbar – und sie sind verheerend. Wenn neuer Wohnraum nur noch im hochpreisigen Segment entsteht, droht die Verdrängung weiterer Teile der Stadtgesellschaft. Kreativschaffende, die einst wegen günstiger Mieten nach Berlin zogen, sehen sich ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die Hauptstadt könnte sich zu einer „Stadt der Reichen" entwickeln, warnen Stadtentwicklungsexperten.

Jens Wadle vom Immobilienunternehmen Hohental fordert ein Umdenken: „Wir brauchen Projekte, die gebaut werden, und nicht Grundstücke, mit denen spekuliert wird." Doch solange die Politik an ihren wirkungslosen Symbolgesetzen festhält und die wahren Probleme ignoriert, wird sich an der Situation nichts ändern.

Ein Systemversagen mit Ansage

Was wir hier erleben, ist kein Unfall, sondern ein Systemversagen mit Ansage. Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD hat zwar vollmundig versprochen, den Wohnungsbau anzukurbeln. Doch statt die Rahmenbedingungen grundlegend zu verbessern, produziert sie Gesetze, die in der Praxis verpuffen. Während die Mieten weiter steigen und immer mehr Menschen um bezahlbaren Wohnraum kämpfen, feiert sich die Politik für Maßnahmen, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden.

Die Frage ist nicht mehr, ob der Wohnungsbau in Berlin kollabiert – sondern wann. Und wenn es so weit ist, wird die Politik wieder überrascht tun und nach Schuldigen suchen. Dabei müsste sie nur in den Spiegel schauen.

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