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Kettner Edelmetalle
16.01.2026
17:46 Uhr

Bauwirtschaft vor Neuausrichtung: Rechenzentren und Energieinfrastruktur als Wachstumstreiber

Bauwirtschaft vor Neuausrichtung: Rechenzentren und Energieinfrastruktur als Wachstumstreiber

Während die deutsche Wirtschaft weiterhin unter den Folgen einer verfehlten Energiepolitik und überbordender Bürokratie ächzt, zeichnet sich in den Vereinigten Staaten eine bemerkenswerte Entwicklung ab. Die amerikanische Bauwirtschaft steht offenbar vor einer neuen Wachstumsphase, die von drei Sektoren maßgeblich getragen werden soll: Rechenzentren, Energieinfrastruktur und das Gesundheitswesen.

Goldman Sachs prognostiziert solides Wachstum

Eric Gaus, Chefökonom beim Dodge Construction Network, erörterte gemeinsam mit Analysten von Goldman Sachs die aktuelle Lage der US-amerikanischen Baubranche. Das Ergebnis ihrer Analyse dürfte Investoren aufhorchen lassen: Für den privaten Nichtwohnungsbau wird eine Rückkehr zum Wachstum ab 2026 erwartet. Die Analysten um Adam Bubes prognostizieren ein nominales Wachstum von zwei Prozent im Jahr 2026, das sich 2027 auf fünf Prozent beschleunigen soll.

Der Dodge Momentum Index gilt als verlässlicher Frühindikator für die amerikanische Bauaktivität. Er misst den Dollarwert neuer Nichtwohnungsbauprojekte, die in die Planungsphase eintreten. Für Industrieunternehmen, Baustoffhersteller, Ingenieurbüros und Immobilienfonds liefert dieser Index wertvolle Signale – nicht selten kündigt er auch breitere Wendepunkte im Konjunkturzyklus an.

Der KI-Boom erreicht die Realwirtschaft

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Bereich der Rechenzentren. Bereits vor zweieinhalb Monaten zeigte der Dodge Momentum Index einen deutlichen Anstieg geplanter Rechenzentrum-Projekte für 2026. UBS-Analyst Steven Fisher hatte schon im Mai vergangenen Jahres vorausgesagt, dass der unter Trump angestoßene Bauboom für KI-Rechenzentren erst Anfang 2026 in der Realwirtschaft ankommen würde.

„Wir erwarten, dass Konjunkturimpulse und strukturelle Kräfte die Erholung antreiben werden, während zyklische Faktoren schwach bleiben"

Diese Einschätzung Fishers scheint sich nun zu bewahrheiten. Die massive Nachfrage nach Rechenkapazitäten für künstliche Intelligenz treibt Investitionen in die physische Infrastruktur voran – ein Trend, der auch den Energiesektor erfasst, denn Rechenzentren sind bekanntlich wahre Stromfresser.

Was Deutschland daraus lernen könnte

Während die USA mit pragmatischer Wirtschaftspolitik die Weichen für Wachstum stellen, verharrt Deutschland in ideologischen Grabenkämpfen. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar Besserung versprochen, doch die Realität sieht anders aus: Ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket belastet künftige Generationen, während die Infrastruktur weiter verfällt.

Die amerikanische Entwicklung zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, auf zukunftsträchtige Sektoren zu setzen und bürokratische Hürden abzubauen. Rechenzentren, moderne Energieinfrastruktur und ein leistungsfähiges Gesundheitswesen – das sind die Bausteine einer prosperierenden Wirtschaft. Deutschland täte gut daran, sich an diesem Beispiel zu orientieren, anstatt weiterhin mit ideologisch motivierten Projekten Ressourcen zu verschwenden.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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