
Baden-Württemberg: Wie grüne Energiepolitik ein Industrieland in die Abhängigkeit treibt

Es war ein Morgen, der symbolisch für den Niedergang einer ganzen Region stehen sollte. Am 14. Mai 2020, um 6.15 Uhr, detonierten die Sprengladungen an den Kühltürmen des Kernkraftwerks Philippsburg. Zwei mächtige Betonkolosse, die jahrzehntelang die flache Rheinlandschaft geprägt hatten, sanken in sich zusammen – und mit ihnen ein Stück deutscher Industriegeschichte. Der Termin wurde wohlweislich geheim gehalten. Die grünen Energiestrategen in Stuttgart fürchteten offenbar den Aufruhr der Bürger, wenn diese mitansehen müssten, wie Kraftwerke mit Milliardenrestwerten in Schutt und Asche gelegt werden.
Politik der verbrannten Erde
Was in Baden-Württemberg unter der Ägide des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann geschehen ist, lässt sich nur als systematische Zerstörung einer funktionierenden Energieinfrastruktur beschreiben. Philippsburg II und Neckarwestheim II gehörten zu den sichersten und zuverlässigsten Kernkraftwerken der Welt. In den Vereinigten Staaten wäre man nie auf die Idee gekommen, solche Anlagen zu sprengen – dort werden nicht benötigte Kraftwerke eingemottet, um sie bei Bedarf wieder hochfahren zu können. Doch in Deutschland, genauer gesagt im grün regierten Südwesten, wollte man offensichtlich vollendete Tatsachen schaffen. Unwiderruflich.
Die Sprengung der Kühltürme von Gundremmingen geriet später sogar zu einer Art makabrem Volksfest. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Menschen applaudieren, während die Grundlage ihrer eigenen Energieversorgung dem Erdboden gleichgemacht wird. Welch ein Irrsinn.
Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache
Baden-Württemberg war einst ein Kraftzentrum der deutschen Stromerzeugung. Der Südwesten exportierte Energie, etwa nach Frankreich, und war durch eine starke Eigenversorgung mit Kernkraft und Kohle geprägt. Zwischen 2000 und 2011 mussten lediglich fünf bis zehn Prozent des Verbrauchs importiert werden. Heute ist das Bundesland der größte Netto-Stromimporteur Deutschlands.
Die Chronologie des Niedergangs liest sich wie ein Wirtschaftskrimi: 2022, im letzten vollen Jahr mit Kernkraftanteil, lag die Eigenstromerzeugung noch bei rund 54,6 Terawattstunden bei einem Verbrauch von 66,4 TWh. Der Importanteil betrug 18 Prozent – schon damals kein Ruhmesblatt. Doch dann kam die Zäsur. Nach der Abschaltung von Neckarwestheim II im April 2023 brach die Erzeugung um unfassbare 31 Prozent ein. Die Eigenproduktion sank auf 37,1 TWh, der Netto-Stromimport schnellte auf 25,3 TWh hoch – ein Anstieg um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Und es wurde nicht besser. Ganz im Gegenteil. 2024 erzeugte Baden-Württemberg nur noch 34,1 TWh, im vergangenen Jahr magere 33,8 TWh. Der Stromimport kletterte von 27,6 auf 29,5 TWh. Die Erzeugung aus fossilen Quellen sinkt schneller, als erneuerbare Energien zugebaut werden können. Eine Lücke, die sich wie ein Abgrund auftut.
Die Rechnung zahlt der Bürger
Wer glaubt, diese desaströse Bilanz hätte wenigstens keine Auswirkungen auf den Geldbeutel der Verbraucher, der irrt gewaltig. Der Monitoring-Bericht der sogenannten „Energiewende" in Baden-Württemberg weist die Letztverbraucherausgaben für Strom aus – und die Zahlen sind erschreckend. Im Jahr 2023 erreichten diese mit 16,4 Milliarden Euro ihren bisherigen Höchststand. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lagen sie noch bei 5,2 Milliarden Euro. Eine Verdreifachung in gut zwei Jahrzehnten, wobei der rasante Anstieg ab 2010 einsetzte – just in jener Phase, als die ideologisch getriebene Energiewende Fahrt aufnahm.
Auch anderswo wird zerstört, was Generationen aufgebaut haben
Baden-Württemberg steht mit dieser Politik der Selbstzerstörung keineswegs allein. In Nordrhein-Westfalen planen die Grünen in trauter Eintracht mit der CDU, die Tagebaue zu fluten und in riesige Seen zu verwandeln. Rheinwasser soll über 40 Jahre lang in die ehemaligen Abbaugebiete gepumpt werden. Was romantisch klingen mag, bedeutet in der Realität: Erhebliche Kohlevorräte werden unwiderruflich unzugänglich gemacht. In einer Zeit, in der die Energieversorgung Europas alles andere als gesichert ist, grenzt dies an mutwillige Sabotage der eigenen Ressourcenbasis.
Frühere Ministerpräsidenten trugen über Jahrzehnte zum wirtschaftlichen Aufstieg Baden-Württembergs bei. Sie schufen die Grundlagen für den Wohlstand, der das „Ländle" zum Vorzeigebundesland machte. Was unter grüner Führung daraus geworden ist, spottet jeder Beschreibung. Und die Wähler? Sie scheinen es hinzunehmen – oder schlimmer noch: gutzuheißen.
Nachbarn warnen bereits
Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass die Nachbarländer, die bislang die deutschen Energiedefizite ausgleichen, zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Aus Norwegen und Schweden kommen bereits deutliche Warnungen vor Energieknappheit. Nicht ohne Grund bereitet Schweden den Bau neuer Kernkraftwerke vor – während Deutschland seine funktionierenden Meiler in die Luft jagt. Die Ironie könnte kaum bitterer sein.
Wie lange können es sich die europäischen Nachbarn noch leisten, die energiepolitischen Torheiten Deutschlands zu kompensieren? Was geschieht, wenn in einem kalten Winter plötzlich nicht genug Importstrom verfügbar ist? Diese Fragen stellt in den Staatskanzleien offenbar niemand. Oder man kennt die Antworten und nimmt sie billigend in Kauf.
Ein Land im freien Fall
Deutschlands wirtschaftlicher Niedergang ist kein Betriebsunfall. Er ist das Ergebnis einer ideologisch verblendeten Politik, die Wohlstand und Versorgungssicherheit auf dem Altar einer vermeintlichen Klimarettung opfert. Die Sprengung der Kühltürme von Philippsburg war mehr als ein technischer Rückbau – sie war ein Symbol. Ein Symbol dafür, dass in diesem Land Infrastruktur nicht mehr auf-, sondern abgebaut wird. Dass Milliardenwerte nicht geschaffen, sondern vernichtet werden. Dass eine politische Klasse regiert, die offenbar mehr Freude am Zerstören als am Gestalten empfindet.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, wirtschaftspolitisch umzusteuern. Doch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die Große Koalition auf den Weg gebracht hat, wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten. Ob die Energiepolitik tatsächlich eine Kehrtwende erfährt, bleibt abzuwarten. Die gesprengten Kühltürme jedenfalls lassen sich nicht wieder aufbauen. Verbrannte Erde bleibt verbrannte Erde.
In Zeiten derart massiver wirtschaftlicher und energiepolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – unabhängig davon, welche politischen Experimente gerade auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz des eigenen Vermögens leisten.

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