
Abschiebe-Chaos in Deutschland: Zwei Drittel aller Rückführungen scheitern – und der Steuerzahler blickt tatenlos zu
Es ist ein Armutszeugnis von historischem Ausmaß. Während die Bundespolizei bei Abschiebungen immer häufiger zu Fußfesseln, Handschellen, Festhaltegurten und Spuckhauben greifen muss, versagt das deutsche Rückführungssystem an einer viel banaleren Stelle: an der schlichten Unfähigkeit der Behörden, ausreisepflichtige Personen überhaupt zum Flieger zu bringen. Neue Zahlen des Bundesinnenministeriums, über die zuerst die „Bild" berichtete, zeichnen das Bild eines Staates, der seine eigenen Gesetze nicht mehr durchsetzen kann oder will.
Zahlen, die für sich sprechen
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Im Jahr 2025 wurden bundesweit gerade einmal 21.438 Abschiebungen tatsächlich vollzogen. Dem gegenüber stehen sage und schreibe 34.241 gescheiterte Rückführungen. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: Mehr geplante Abschiebungen scheitern, als überhaupt durchgeführt werden. Und im laufenden Jahr 2026 setzt sich dieses Trauerspiel nahtlos fort. Von Januar bis Ende Mai wurden 7.416 Menschen zurückgeführt, während 13.546 Rückführungen im Sande verliefen.
Wer nun einen Moment innehält und rechnet, erkennt: Fast zwei Drittel aller geplanten Abschiebungen enden im Nichts. Ist das die konsequente Migrationspolitik, die man den Bürgern vor der Wahl versprochen hat?
Der wahre Skandal: Die Länder liefern nicht
Und jetzt kommt der eigentliche Hammer. Der häufigste Grund für das Scheitern ist keineswegs der widerspenstige Migrant, der sich am Flugzeugsitz festklammert. Nein, es ist das schlichte Behördenversagen. In sagenhaften 21.274 Fällen wurden die ausreisepflichtigen Personen im Jahr 2025 von den Bundesländern schlicht nicht rechtzeitig an die Bundespolizei übergeben. Weitere 11.064 Rückführungen wurden von den Ländern vor dem Termin gleich ganz storniert.
Ein Staat, der seine eigenen Ausreisepflichtigen nicht einmal zum vereinbarten Termin liefern kann, hat aufgehört, ein handlungsfähiger Rechtsstaat zu sein.
Im Vergleich dazu nehmen sich die viel beschworenen Widerstandsfälle geradezu lächerlich aus: 313 Fälle passiven Widerstands, 119 Fälle aktiven Widerstands, dazu 136 verweigerte Übernahmen durch die Herkunftsländer. Das eigentliche Problem sitzt also nicht im Flugzeug, sondern in den deutschen Amtsstuben.
Wenn Zwang zur Regel wird
Parallel dazu explodiert der Einsatz von Zwangsmitteln. Die Verwendung von Fesseln, Klettbändern, Kopf- und Beißschutz sowie Spuckhauben hat sich binnen fünf Jahren beinahe verdreifacht. Waren es 2021 noch 994 Fälle, so registrierte das Ministerium zwischen Januar 2025 und Mai 2026 bereits 3.683 Einsätze solcher Hilfsmittel.
Der Vorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft, Manuel Ostermann, stellte klar, dass Zwangsmittel ausschließlich dann zum Einsatz kämen, wenn eine unmittelbare Gefahr für Dritte bestehe. Nicht selten müssten Beamte ausreisepflichtige Personen gegen ihren Willen in die Maschinen bringen – Szenen, die sowohl die Polizisten als auch die Betroffenen und deren Familien schwer belasteten. Man stelle sich die Belastung dieser Beamten vor, die für das jahrelange Politikversagen den Kopf hinhalten müssen.
Amnesty klagt an – doch die falsche Adresse
Amnesty International wittert derweil eine „zunehmende Verrohung" der Rückführungen. Asylexpertin Nina Alizadeh Marandi beklagte gegenüber der „Bild", der Wunsch nach Abschiebungen „um jeden Preis" lasse die Rückführungen immer weiter verrohen. Seit 2025 habe es demnach 21 Suizidversuche oder Selbstverletzungen gegeben.
Man mag über die dramatischen Szenen streiten, doch die Logik hinkt gewaltig: Würden Abschiebungen konsequent, zügig und nach klaren Regeln vollzogen, entstünden gar nicht erst jene verzweifelten Zustände, die aus einem jahrelangen Hinhalten und einer gescheiterten Migrationspolitik resultieren. Die eigentliche Verrohung liegt nicht im Handeln der Polizisten, sondern im Versagen einer Politik, die klare Ansagen macht und dann bei der Umsetzung kläglich versagt.
Ein Land, das sich selbst blockiert
Was hier zutage tritt, ist mehr als eine bürokratische Panne. Es ist das Symptom eines Staates, der die Kontrolle über seine eigenen Grenzen und Gesetze verloren hat. Wer der Bevölkerung wieder und wieder eine „Migrationswende" verspricht, dann aber Behörden gewähren lässt, die Tausende Ausreisepflichtige einfach nicht liefern, betreibt Politik gegen und nicht für die eigenen Bürger. Diese Einschätzung teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern ein Großteil der Menschen in diesem Land, die es müde sind, dass Rechtsstaatlichkeit zur Verhandlungsmasse verkommt.
Wir brauchen keine Sonntagsreden mehr, sondern Politiker, die den Mut haben, geltendes Recht auch tatsächlich durchzusetzen. Alles andere ist ein Verrat an jenen Bürgern, die sich täglich an Recht und Ordnung halten.
Was das mit Ihrem Vermögen zu tun hat
Ein Staat, der seine Kernaufgaben nicht mehr erfüllen kann, verliert das Vertrauen seiner Bürger – und irgendwann auch die Stabilität seiner Währung. Wer in Zeiten politischer Orientierungslosigkeit und ausufernder Staatsverschuldung auf Sicherheit setzen will, denkt über die Beimischung physischer Edelmetalle nach. Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Krisen, Inflation und politischem Chaos trotzen. Als solides Fundament eines breit gestreuten Vermögens sind sie ein bewährter Anker, wenn das Vertrauen in staatliche Institutionen zu bröckeln beginnt.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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