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Kettner Edelmetalle
31.07.2026
04:27 Uhr

315 Bandenmitglieder im Musterländle: Wie Stuttgart zum Revier zweier rivalisierender Clans wurde

Es ist eine Zahl, die man zweimal lesen muss, um ihre Wucht zu begreifen: 315 Personen gehören im Großraum Stuttgart zwei verfeindeten kriminellen Gruppierungen an. Nicht in Neapel. Nicht in Marseille. Sondern im Herzen jener Region, die einst als Synonym für Ingenieurskunst, Fleiß und schwäbische Ordnungsliebe galt. Aus einer Antwort des baden-württembergischen Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage von AfD-Landtagsabgeordneten geht hervor, was viele Bürger längst ahnten – und was die politische Klasse jahrelang lieber unter dem Teppich der Willkommenskultur verschwinden ließ.

Zwei Lager, ein Schlachtfeld

Die eine Formation, im Behördendeutsch schlicht „Gruppierung Zuffenhausen" genannt, soll rund 115 Personen umfassen. Ihre Schwerpunkte lägen in Stuttgart-Zuffenhausen, im Fasanenhof, in Ostfildern, Göppingen und Eislingen. Das Gegenlager, die „Gruppierung Esslingen", bringe es sogar auf etwa 200 Mitglieder, verteilt über Esslingen, Plochingen, Nürtingen, Ludwigsburg, Stuttgart-Vaihingen und die Innenstadt. Seit Juli 2022, so das Ministerium, komme es immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen beiden Seiten. Im Februar 2024 habe man die Ermittlungen schließlich beim Landeskriminalamt in einer eigens geschaffenen Sonderstruktur gebündelt.

„Grundsätzlich umfassen die kriminellen Aktivitäten der betreffenden Gruppierungen ein breites Spektrum an Straftaten, von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz über Körperverletzungs- bis hin zu Totschlagsdelikten."

Man lese das noch einmal in Ruhe: Kriegswaffenkontrollgesetz. Totschlag. Schutzgelderpressung. Das ist nicht Kleinkriminalität, das ist mafiöse Struktur mitten in Deutschland.

Die Sprachakrobatik der Behörden

Besonders aufschlussreich ist die Formulierung, mit der das Ministerium die Herkunft der Beteiligten umschreibt. Der überwiegende Teil besitze die deutsche Staatsangehörigkeit – und habe „in weiten Teilen einen Migrationshintergrund". Ein Satz wie ein rhetorischer Drahtseilakt. Denn er erlaubt es, in der Statistik von Deutschen zu sprechen und gleichzeitig die Realität zu benennen, ohne sie beim Namen nennen zu müssen. Wer einen deutschen Pass verteilt, verändert damit noch keine Loyalitäten, keine Milieus, keine Parallelstrukturen. Der Pass ist ein Dokument, kein Charakterzeugnis.

75 laufende Verfahren – und niemand weiß, wer abgeschoben wurde

Derzeit seien 75 Verfahren gegen Bandenmitglieder anhängig, 112 weitere abgeschlossen. In 36 Fällen habe es Freiheitsstrafen ohne Bewährung gegeben, die Spanne reiche von zwei bis zwölf Jahren. Ihr Geld verdienten die Gruppen vor allem mit Drogen und Schutzgeld – dem klassischen Repertoire organisierter Kriminalität.

Doch die eigentliche Bankrotterklärung folgt am Ende der Antwort: Wie viele ausländische Mitglieder abgeschoben wurden, könne die Landesregierung schlicht nicht sagen. Abschiebemaßnahmen würden weder bei der Polizei noch beim Justizministerium mit bestimmten Straftaten oder der Zugehörigkeit zu kriminellen Milieus verknüpft erfasst. Ein Staat, der nicht einmal weiß, ob er Schwerkriminelle außer Landes gebracht hat – wie soll ein solcher Staat seine Bürger schützen?

Der migrationspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion sprach gegenüber der berichtenden Redaktion von einem alarmierenden Zeugnis sicherheitspolitischen Versagens. Bezeichnend sei vor allem, dass die Regierung keine Auskunft über abgeschobene Straftäter geben könne. Sein Stuttgarter Fraktionskollege ergänzte, noch vor wenigen Jahren seien der Landesregierung vergleichbare Bandenstrukturen überhaupt nicht bekannt gewesen. Dass sie sich ungehindert hätten entwickeln können, sei ein Armutszeugnis für Grün-Schwarz.

Wenn das Musterländle zum Mahnmal wird

Baden-Württemberg wird seit 2011 von einem grünen Ministerpräsidenten regiert, seit 2016 im Bündnis mit der CDU. Man darf also getrost fragen: Wo waren die Innenminister, während sich im Großraum Stuttgart zwei Armeen von jeweils dreistelliger Mannstärke formierten? Beschäftigt mit Programmen gegen alles Mögliche, nur nicht mit der Bekämpfung dessen, was tatsächlich vor der Haustür passiert.

Die traurige Wahrheit lautet: Diese Entwicklung ist kein Naturereignis. Sie ist das Resultat einer Politik, die Kontrolle über Zuwanderung als moralisch anrüchig diffamierte, die Ausreisepflichten nicht durchsetzte und die jeden, der warnte, in die rechte Ecke schob. Nun steht das Ergebnis in den Akten des Landeskriminalamts. Und es ist nicht die Meinung einer einzelnen Redaktion, sondern die Überzeugung eines Großteils der Bevölkerung, dass es so nicht weitergehen darf. Deutschland braucht Politiker, die für dieses Land regieren – nicht gegen die Menschen, die hier leben, arbeiten und Steuern zahlen.

Was das mit Ihrem Vermögen zu tun hat

Innere Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität sind Zwillinge. Wo der Rechtsstaat erodiert, wo Investoren Standorte meiden und Bürger das Vertrauen in staatliche Institutionen verlieren, gerät auch die Währung unter Druck. Wer in unruhigen Zeiten Substanz bewahren will, findet in physischem Gold und Silber seit Jahrtausenden einen Anker, der keine politische Konjunktur kennt – ein sinnvoller Baustein in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren beziehungsweise fachkundigen Rat einholen. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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