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Kettner Edelmetalle
14.09.2026
15:39 Uhr
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30 Prozent! AfD zieht in neuer Umfrage davon – Union im freien Fall

30 Prozent! AfD zieht in neuer Umfrage davon – Union im freien Fall
Symbolbild: KI-generiert

Berlin, 14. September 2026: Zum ersten Mal überhaupt steht die AfD in einer bundesweiten Sonntagsfrage bei 30 Prozent. Das Institut GMS sieht die Partei damit zehn Punkte vor der Union, die auf 20 Prozent abrutscht. Für Kanzler Friedrich Merz ist das der bislang deutlichste Warnschuss seiner Amtszeit.

Zehn Punkte Vorsprung – ein historischer Abstand

Laut der aktuellen Erhebung der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung legt die AfD um zwei Punkte auf 30 Prozent zu. CDU und CSU verlieren gegenüber der GMS-Umfrage aus dem Juli gleich drei Punkte und landen bei 20 Prozent.

Dahinter folgen die Grünen mit 14 Prozent (plus eins), SPD und Linke liegen mit je elf Prozent gleichauf. Die FDP käme auch unter Wolfgang Kubicki nur auf vier Prozent – Bundestag verfehlt. Das BSW verbessert sich leicht auf drei Prozent, die Freien Wähler verharren bei einem Prozent.

Rechnet man das auf 630 Mandate hoch, ergäbe sich dem Bericht zufolge folgendes Bild:

  • AfD: 220 Sitze
  • CDU/CSU: 146 Sitze
  • Grüne: 102 Sitze
  • SPD und Linke: je 81 Sitze

Die Brandmauer wird zur Zwangsjacke

Rechnerisch bliebe unter den Bedingungen der sogenannten „Brandmauer“ nur noch eine einzige Mehrheit: Schwarz-Rot-Grün mit 52,2 Prozent der Mandate. Eine Koalition also, die den Kanzler einer geschrumpften Union von zwei Partnern abhängig machen würde, mit denen die Schnittmengen in Migrations-, Energie- und Wirtschaftsfragen überschaubar sind.

Fiele die Brandmauer, kämen AfD und Union zusammen auf 58,1 Prozent der Sitze. In den Leserkommentaren des Ausgangsberichts wird genau dieser Punkt bitter zugespitzt: Die Union sei mit ihrer Abgrenzungsstrategie bestenfalls noch Juniorpartner.

Sachsen-Anhalt als Brandbeschleuniger

Der Absturz kommt nicht aus dem Nichts. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September holte die AfD Medienberichten zufolge 43,8 Prozent – ihr bestes Landtagswahlergebnis überhaupt. Die CDU stürzte demnach auf 17,2 Prozent ab, ein historisch schwaches Resultat für eine Partei, die das Land jahrzehntelang regierte.

Mit 39 von 83 Sitzen verfehlte die AfD die absolute Mehrheit jedoch knapp und steht vor einer schwierigen Regierungsbildung. In der Magdeburger CDU-Spitze soll es Berichten zufolge inzwischen offen krachen.

Und der Terminkalender ist unbarmherzig: In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stehen die nächsten Urnengänge an.

Was das für Sparer und Anleger bedeutet

Politische Instabilität ist kein rein parlamentarisches Phänomen. Wenn die größte Regierungspartei in Umfragen halbiert wirkt, wächst die Unsicherheit über Haushalt, Steuern und die Frage, wer das 500-Milliarden-Sondervermögen am Ende bezahlt.

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt die Umfrage vor allem eines: Ein erheblicher Teil der Wähler hat das Vertrauen verloren – in Migrationspolitik, Energiepreise und das Versprechen solider Finanzen. Wer Vermögen sichern will, denkt in solchen Phasen traditionell in Sachwerten. Physisches Gold und Silber haben politische Umbrüche schon oft überdauert und eignen sich als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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