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07.09.2026
06:26 Uhr
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Zwölf Sprengsätze am Stromnetz: Jetzt trifft es auch Sachsen

Zwölf Sprengsätze am Stromnetz: Jetzt trifft es auch Sachsen
Symbolbild: KI-generiert

An zwei Umspannwerken in Ostsachsen haben Ermittler insgesamt zwölf selbst gebaute Sprengvorrichtungen entdeckt. Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Landeskriminalamt und Polizeidirektion Görlitz teilten am Samstag mit, ein Zusammenhang mit den Sabotageakten in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen werde geprüft. Die Stromversorgung blieb unbeeinträchtigt – doch die Serie wächst.

Acht Sprengsätze bei Bärwalde, vier bei Graustein

Nach Angaben der Behörden wurden am Freitag acht Vorrichtungen südlich des Umspannwerks Bärwalde nahe Lippen gefunden, vier weitere östlich des Umspannwerks Graustein bei Schleife. Spezialkräfte des LKA entschärften die Konstruktionen, Kriminaltechniker sicherten die Tatorte.

Die Sprengsätze sollten den Ermittlern zufolge Kurzschlüsse an Hochspannungsleitungen auslösen. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter Störung öffentlicher Betriebe und versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage.

Für die Arbeiten mussten die Leitungen kurzzeitig stromfrei geschaltet werden. Ein Schaden entstand nicht, eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht. Polizeikräfte suchten „vorsorglich“ weiter an der Infrastruktur.

Ein Bekennerschreiben führte die Ermittler nach Sachsen

Warum ausgerechnet dort gesucht wurde? Weil in einem Bekennerschreiben eines Verdächtigen aus Gevelsberg ein Tatort erwähnt worden sein soll – und weil die Bauart der Vorrichtungen den bisherigen Funden ähnelt.

Am Dienstag waren Anschläge auf Umspannwerke bei Jänschwalde (Brandenburg) und Bergheim (NRW) verübt worden, später kamen verdächtige Fundstücke in Dormagen und Weisweiler hinzu. Laut Polizei und Netzbetreibern wurde mit pyrotechnischen Geschossen leitfähiges Material in Freileitungen geschossen, um Kurzschlüsse zu erzwingen.

Gesucht wird ein 48-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärten, er habe zwei als authentisch bewertete Schreiben mit Täterwissen hinterlassen. Dobrindt sprach von einem Fall von „Klimaextremismus“, in weiteren Berichten auch von „Klimaterrorismus“.

„Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen.“ – Zitat aus einem Bekennerschreiben, wie von Medien wiedergegeben

Medienberichten zufolge fanden Beamte am Freitag in der Wohnung des Mannes in Gevelsberg Sprengstoff; ein Zugriff auf einen zum Wohnmobil umgebauten Lastwagen bei Niederzier blieb ohne Festnahme. Am Sonntag durchsuchten Einsatzkräfte den Hambacher Forst – der Gesuchte war weiter flüchtig. Bestätigt ist seine Täterschaft nicht; nach Reul sei auch eine fremdstaatlich gesteuerte Sabotage nicht auszuschließen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Das eigentliche Skandalon: die Verwundbarkeit

Auffällig ist, dass die betroffenen Orte laut Berichten nahe aktiven Braunkohlerevieren liegen – in NRW, Südbrandenburg und Sachsen. Aus Sicht unserer Redaktion legt die Serie eine unbequeme Wahrheit offen: Ein Stromnetz, das über hunderte Kilometer Freileitungen quer durch die Republik geführt wird, ist mit einfachsten Mitteln angreifbar.

Wer Kraftwerke abschaltet und die Versorgung immer stärker von Transportleitungen abhängig macht, erhöht damit auch die Zahl der Angriffsflächen. Kritiker der deutschen Energiepolitik fordern deshalb seit Jahren einen härteren Schutz kritischer Infrastruktur statt neuer Symbolprojekte. Zwölf entschärfte Sprengsätze sind ein Warnschuss, den die Politik nicht überhören sollte.

Wer die Fragilität moderner Versorgungssysteme ernst nimmt, denkt auch über die eigene Krisenfestigkeit nach. Physische Edelmetalle gelten vielen Anlegern als bewährter, vom Stromnetz unabhängiger Baustein zur Vermögenssicherung – als Ergänzung, nicht als Ersatz für breite Streuung.

Hinweis: Dieser Beitrag ist journalistische Information und keine Anlageberatung. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab eigenständig informieren.

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