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KI-generiert

Zuckerbergs KI-Rausch: 135 Milliarden – der Cashflow kippt ins Minus!

Zuckerbergs KI-Rausch: 135 Milliarden – der Cashflow kippt ins Minus!
Symbolbild: KI-generiert

Meta erhöht seine Ausgaben für künstliche Intelligenz noch einmal. Der Facebook-Konzern rechnet für 2026 jetzt mit Investitionen von mindestens 135 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 120 Milliarden Euro. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorlage seiner Zahlen für das dritte Quartal in Menlo Park mit. Der Umsatz wächst kräftig, aber hinter den Rekordzahlen gibt es auch Warnsignale.

Ein Wettrüsten in Beton und Silizium

Meta hat das untere Ende seiner Investitionsprognose um fünf Milliarden Dollar angehoben. Die Obergrenze bleibt bei 145 Milliarden Dollar. Konzernchef Mark Zuckerberg baut in hohem Tempo Rechenzentren und will damit Konkurrenten wie OpenAI, Alphabet und Microsoft Paroli bieten.

Wie groß diese Summe ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr. Allein im dritten Quartal hat Meta Medienberichten zufolge 34,9 Milliarden Dollar investiert. Vor einem Jahr waren es 19,4 Milliarden Dollar. Laut Schätzungen von S&P Global Market Intelligence dürften die großen Tech-Konzerne 2026 zusammen rund 790 Milliarden Dollar in ihre Infrastruktur stecken. Für 2027 rechnen die Analysten sogar mit 1,2 Billionen Dollar.

Die Werbung bezahlt die KI

Finanziert wird der Ausbau weiterhin über das Werbegeschäft. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Mindestens eine Meta-App nutzen inzwischen 3,64 Milliarden Menschen. Ein Quartal zuvor waren es 3,6 Milliarden. Zum Konzern gehören Facebook, WhatsApp, Instagram und Threads, das als Gegenstück zu Elon Musks Plattform X gedacht ist.

Der Nettogewinn lag bei 9,86 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal waren es nur 2,7 Milliarden Dollar. Der Sprung ist allerdings weniger eindrucksvoll, als er wirkt: Damals hatte eine einmalige Steuerbelastung den Gewinn stark gedrückt. Das operative Ergebnis ist diesmal sogar um 37 Prozent auf knapp 13 Milliarden Dollar gefallen.

Milliarden für Rechtsstreitigkeiten

Ein Grund ist eine Einigung mit 52 US-Generalstaatsanwälten. Dabei ging es um Klagen zur psychischen Gesundheit von Jugendlichen in sozialen Netzwerken. Meta verbuchte dafür 9,89 Milliarden Dollar. Insgesamt sieht die Vereinbarung laut Unternehmen Zahlungen von bis zu rund 18,59 Milliarden Dollar vor. Außerdem soll ein Richter in New Mexico Meta wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica zu Strafen von 25 Milliarden Dollar verurteilt haben. Der Konzern will dagegen Berufung einlegen.

Freier Cashflow im Minus, neue Aktien ohne Stimmrecht

Für Anleger ist eine andere Zahl besonders wichtig. Der freie Cashflow lag Berichten zufolge bei minus 2,1 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr waren es noch plus 10,6 Milliarden Dollar. Das bedeutet: Ein Konzern mit Milliardengewinnen gibt derzeit mehr Geld aus, als er im laufenden Geschäft einnimmt.

Um an mehr Geld zu kommen, will Meta eine neue Aktiengattung ausgeben, die Klasse C ohne Stimmrecht. Anleger können sich damit an der Finanzierung beteiligen, haben aber nichts mitzubestimmen. Zusätzlich soll Geld aus der defizitären Sparte für virtuelle Realität, Reality Labs, in die KI fließen. Zuckerberg gibt sich trotzdem zuversichtlich:

„Our investments are paying off, the core business is strong, and we're seeing velocity across the board."

Sinngemäß heißt das: Die Investitionen zahlten sich aus, das Kerngeschäft sei stark, und überall gehe es voran. In einer Telefonkonferenz mit Analysten räumte er allerdings ein, die Rechnung müsse am Ende auch aufgehen.

Was Anleger daraus lernen können

Nachbörslich stieg die Aktie zeitweise um bis zu fünf Prozent. Die Wall Street setzt also weiter darauf, dass sich die KI-Ausgaben später auszahlen. Ob das gelingt, ist offen. Ältere Anleger erinnern sich an die Dotcom-Blase um das Jahr 2000. Auch damals wurden enorme Summen in eine Zukunftstechnologie gesteckt, bevor feststand, wie damit Geld verdient werden kann.

Wer sein Vermögen schützen will, sollte deshalb nicht alles auf eine Karte setzen. Physisches Gold und Silber hängen nicht von Quartalszahlen, Rechenzentren oder Gerichtsurteilen ab. Als Beimischung können sie ein breit gestreutes Depot sinnvoll ergänzen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung, Wertpapiere oder andere Anlageprodukte zu kaufen oder zu verkaufen. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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