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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
06:33 Uhr

ZDF im Kreuzfeuer: KI-Fake-Skandal erschüttert das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Was passiert, wenn ausgerechnet jene Institution, die sich als Bollwerk gegen Desinformation inszeniert, selbst dabei ertappt wird, manipulierte Inhalte zu verbreiten? Das ZDF Heute Journal liefert gerade die Antwort – und sie ist verheerend. Ein KI-generiertes Fake-Video hat es in die Nachrichtensendung geschafft, und die anschließende Schadensbegrenzung des Senders geriet zum Desaster, das die Glaubwürdigkeitskrise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf eine neue Stufe hebt.

Ein „handwerklicher Fehler" – oder doch System?

Die stellvertretende ZDF-Chefredakteurin Anne Gellinek versuchte in einer knapp zweiminütigen Richtigstellung, die Wogen zu glätten. Man habe „handwerkliche Fehler" begangen, so die offizielle Lesart. Doch wer genau hinhörte, bemerkte einen bemerkenswerten Kurswechsel: Hatte der Sender zunächst behauptet, das KI-Video sei lediglich ohne korrekte Kennzeichnung ausgestrahlt worden, räumte man nun plötzlich ein, dass es überhaupt nicht in die Sendung hätte gelangen dürfen. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied – der Fragen aufwirft, die weit über einen simplen Produktionsfehler hinausgehen.

Denn hier geht es nicht um eine vergessene Quellenangabe oder einen falsch geschriebenen Namen. Hier geht es um die bewusste oder zumindest grob fahrlässige Verwendung von künstlich erzeugtem Bildmaterial in einer der meistgesehenen Nachrichtensendungen Deutschlands – finanziert durch Milliarden an Zwangsbeiträgen der Bürger.

Politischer Gegenwind aus allen Richtungen

Was den Skandal besonders brisant macht: Die Kritik kommt längst nicht mehr nur aus dem konservativen Lager. Pascal Reddig, Vorsitzender der Jungen Gruppe der Union, forderte auf der Plattform X unmissverständlich, das ZDF müsse „dringend Lehren und Konsequenzen" ziehen. Die KI-generierten Fälschungen verstießen gegen „Anspruch, Maßstab und Auftrag" des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Deutliche Worte, die man sich von der CDU in den vergangenen Jahren häufiger gewünscht hätte.

Noch schwerer dürfte für das ZDF die Kritik des nordrhein-westfälischen Medienministers Nathanael Liminski wiegen. Der CDU-Politiker sprach von einem „Tabubruch" und einem „absoluten No-Go". Statt Desinformation und Deepfakes zu entlarven, habe man selbst auf KI-generierte Fakebilder zurückgegriffen. Eine vernichtendere Bilanz lässt sich kaum formulieren – zumal Liminski als Medienminister direkten Einfluss auf die Rahmenbedingungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nehmen könnte.

FDP-Bundeschef Christian Dürr legte den Finger in eine besonders schmerzhafte Wunde: Während Politiker von SPD und CDU forderten, Social-Media-Plattformen wegen unseriöser KI-Inhalte für Jugendliche zu sperren, erschüttere ausgerechnet das ZDF das Zuschauervertrauen. Die Doppelmoral könnte kaum offensichtlicher sein. Auch Wolfgang Kubicki, ehemaliger Bundestags-Vizepräsident, forderte politische Konsequenzen und stellte die grundsätzliche Frage, ob sich ein Milliarden-Beitragssystem rechtfertigen lasse, in dem „manipulative bzw. manipulierte Berichterstattung offenbar schon so verbreitet ist, dass es nicht einmal bei den Verantwortlichen ein Störgefühl auslöst".

Wenn selbst der Spiegel die Stirn runzelt

Besonders bemerkenswert ist, dass die Kritik mittlerweile auch aus Medien kommt, die gemeinhin nicht im Verdacht stehen, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk feindlich gegenüberzustehen. Spiegel-Autor Michail Hengstenberg kommentierte, schlimmer als der Fehler selbst sei nur der Umgang des Senders damit. Auch die Zeit veröffentlichte einen kritischen Kommentar. Und der Übermedien-Autor Stefan Niggemeier fragte sich öffentlich, wie man nach derart „unfassbaren Fehlern" auch noch deren Berichtigung derart „verkacken" könne.

Wenn selbst traditionell linksliberale Medien den Stab über das ZDF brechen, dann ist das mehr als ein Sturm im Wasserglas. Es ist ein Symptom einer tiefgreifenden Vertrauenskrise, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in seinen Grundfesten erschüttert.

Das ohrenbetäubende Schweigen von SPD und Grünen

Auffällig still bleibt es hingegen bei SPD und Grünen. Keine Stellungnahme, keine Forderung nach Konsequenzen, kein Wort der Kritik. Man fragt sich unwillkürlich: Wäre ein vergleichbarer Vorfall auf einer privaten Medienplattform oder gar in den sozialen Medien passiert – hätten dieselben Parteien dann ebenso geschwiegen? Oder hätten sie lautstark nach Regulierung, Verboten und strengeren Kontrollen gerufen? Die Antwort dürfte jedem klar sein, der die politische Debatte der letzten Jahre verfolgt hat.

Ein System am Scheideweg

Der KI-Fake-Skandal des ZDF ist weit mehr als ein isolierter Vorfall. Er reiht sich ein in eine lange Kette von Verfehlungen, die das Vertrauen der Bürger in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk systematisch untergraben haben. Von der einseitigen Berichterstattung über politische Themen bis hin zu den exorbitanten Gehältern der Intendanten – die Liste der Kritikpunkte ist lang und wird mit jedem neuen Skandal länger.

Über acht Milliarden Euro fließen jährlich in ein System, das seinen eigenen Qualitätsansprüchen offenkundig nicht mehr gerecht wird. Während der einfache Bürger seine Rundfunkbeiträge pünktlich entrichten muss – bei Androhung von Zwangsvollstreckung –, leistet sich der Apparat Fehler, die in jedem privatwirtschaftlichen Unternehmen zu sofortigen personellen Konsequenzen führen würden. Doch beim ZDF? Eine zweiminütige Entschuldigung, ein paar bedauernde Worte, und weiter geht's.

Die Frage, die sich Deutschland stellen muss, ist nicht mehr, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk reformiert werden sollte. Die Frage ist, ob ein System, das derart selbstreferenziell und kritikresistent geworden ist, überhaupt noch reformierbar ist. Oder ob es nicht an der Zeit wäre, das gesamte Konstrukt grundlegend zu überdenken – im Interesse jener Bürger, die es mit ihren Beiträgen finanzieren und die ein Recht auf wahrheitsgemäße, unmanipulierte Berichterstattung haben.

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