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21.01.2026
10:11 Uhr

Wilders' Freiheitspartei vor dem Zerfall: Sieben Abgeordnete verlassen die PVV

Was sich in den Niederlanden derzeit abspielt, gleicht einem politischen Erdbeben. Die einst so mächtige Partei für die Freiheit (PVV) von Geert Wilders steht vor einem Scherbenhaufen. Sieben Abgeordnete haben der Fraktion den Rücken gekehrt und wollen nun im Parlament eine eigene Gruppe bilden. Ein Vorgang, der nicht nur den 62-jährigen Parteichef erschüttert, sondern auch grundsätzliche Fragen über die Zukunft konservativer Bewegungen in Europa aufwirft.

Ein schwarzer Tag für die niederländische Rechte

„Das ist ein schwarzer Tag für die PVV", gestand Wilders in einem Interview ein. Der Mann, der einst als Hoffnungsträger der europäischen Rechten galt, zeigt sich nach eigenen Angaben überrascht von der Rebellion in den eigenen Reihen. Doch war diese Entwicklung wirklich so unvorhersehbar? Die Zeichen standen schon länger auf Sturm.

Dem dramatischen Bruch war scharfe interne Kritik am Kurs des Parteichefs vorausgegangen. Die Abweichler forderten nichts Geringeres als eine komplette politische Neuausrichtung, mehr innerparteiliche Demokratie sowie eine ehrliche Aufarbeitung der jüngsten Wahlniederlage. Zudem verlangten sie eine stärkere Zusammenarbeit mit anderen Parteien – ein Punkt, der Wilders' autokratischem Führungsstil diametral entgegensteht.

Das strukturelle Problem der PVV

Hier offenbart sich das fundamentale Problem der Partei: Geert Wilders ist formell das einzige Mitglied der PVV. Eine Konstruktion, die in der europäischen Parteienlandschaft ihresgleichen sucht. In einem von niederländischen Medien veröffentlichten Dokument warnen die Abweichler unmissverständlich: „Die Kontinuität der Fraktion und die Bedürfnisse der Wähler dürfen nicht von den Entscheidungen eines einzigen PVV-Mitglieds abhängen."

Diese Kritik trifft ins Mark. Wie kann eine Partei, die sich demokratische Erneuerung auf die Fahnen schreibt, selbst derart undemokratisch strukturiert sein? Es ist eine Frage, die sich nicht nur die niederländischen Wähler stellen sollten, sondern die auch für andere konservative Bewegungen in Europa von Bedeutung ist.

Vom Triumph zum Absturz

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Bei der Parlamentswahl im Oktober erlitt die PVV massive Verluste und kam nur noch auf 26 der 150 Sitze. Ein dramatischer Einbruch, wenn man bedenkt, dass die Anti-Islam-Partei 2023 noch ihr bestes Ergebnis mit 37 Sitzen erzielt hatte und sogar an der Regierung beteiligt war. Der von Wilders betriebene Bruch der Koalition erwies sich als fataler Fehler.

Eine Warnung für konservative Bewegungen

Was lehrt uns dieser Vorgang? Zunächst einmal, dass auch erfolgreiche politische Bewegungen nicht immun gegen Selbstzerstörung sind. Wilders' autoritärer Führungsstil, der lange Zeit als Garant für Geschlossenheit galt, entpuppt sich nun als Achillesferse. Wenn eine Partei von den Launen eines einzelnen Mannes abhängt, ist ihr Fundament auf Sand gebaut.

Für die konservative Sache in Europa ist dies ein Rückschlag, keine Frage. Doch vielleicht liegt in dieser Krise auch eine Chance. Die Abweichler haben erkannt, dass nachhaltige politische Veränderung nur durch demokratische Strukturen und breite Koalitionen erreicht werden kann. Eine Erkenntnis, die auch anderen rechtskonservativen Parteien gut zu Gesicht stehen würde.

Die PVV sitzt seit 2006 im niederländischen Parlament. Ihr Aufstieg und nun drohender Fall zeigt exemplarisch, wie fragil politische Bewegungen sein können, die zu stark auf eine einzelne Führungsfigur ausgerichtet sind.

Die Zukunft bleibt ungewiss

Ob Wilders seine Partei noch einmal zusammenhalten kann, steht in den Sternen. Die sieben Abweichler haben jedenfalls klare Vorstellungen davon, wie eine moderne konservative Partei aussehen sollte – und diese Vorstellungen decken sich offensichtlich nicht mit dem Kurs ihres ehemaligen Anführers. Europa beobachtet gespannt, wie sich dieses niederländische Drama weiterentwickelt. Eines ist jedoch sicher: Die Wähler, die sich eine andere Politik wünschen, verschwinden nicht einfach, nur weil eine Partei zerbricht. Sie werden sich neue politische Heimaten suchen – und möglicherweise finden.

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