
Wenn die Bibel zum „Müll“ wird: Wie der gebührenfinanzierte Jugendfunk das Christentum verhöhnt

Es ist ein Lehrstück über das Selbstverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – und über die Verachtung, mit der dort offenbar die christliche Tradition unseres Landes behandelt wird. Das von ARD und ZDF betriebene Jugendformat Funk hat auf Instagram einen Beitrag veröffentlicht, in dem die Bibel kurzerhand auf eine Liste von „Müll auf dem Mond“ gesetzt wurde. In trauter Gesellschaft mit Golfbällen, Asche und sage und schreibe 96 Beuteln menschlicher Ausscheidungen. Man möchte fragen: Geht es eigentlich noch geschmackloser?
Die Kunst der nachträglichen Definition
Als der Sturm der Entrüstung losbrach, griff die Funk-Redaktion zu einem Manöver, das man nur als sprachakrobatische Notbremse bezeichnen kann. Das Wort „Müll“, so beteuerte man am Montag in den Kommentaren, sei „nicht abwertend gemeint“, sondern stehe lediglich für Gegenstände, „die ohne menschlichen Einfluss eben nicht dort wären“. Die Bibel sei „natürlich kein Müll“.
Ein bemerkenswerter Salto rückwärts. Denn ein Blick in den Duden genügt, um diese hastig zusammengezimmerte Eigendefinition zu entlarven. Müll, so heißt es dort nüchtern, sei „fester Abfall eines Haushalts, Industriebetriebs oder Ähnlichem“. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache wird noch deutlicher: Müll bezeichne im übertragenen Sinne etwas, „das sich als unpraktisch, unbrauchbar, wertlos oder Ähnliches erweist“. Als Synonyme werden „Abfall“ und „Unrat“ geführt. So viel zur angeblich neutralen Wortwahl.
Wer ein Jahrtausende altes Kulturgut, das die abendländische Zivilisation geprägt hat, neben Kotbeutel auf eine Müllliste setzt, der weiß sehr genau, was er tut.
Ein Muster, das sich wiederholt
Wer nun glaubt, es handle sich um einen einmaligen Ausrutscher, der irrt. Bereits zu Jahresbeginn hatte sich Funk hervorgetan, als das Netzwerk in einem Beitrag über das Zeitgefühl die christlich geprägte Datierung „vor Christus“ durch das sterile Kürzel „v. u. Z.“ – „vor unserer Zeitrechnung“ – ersetzte. Auch hier folgte die übliche Rechtfertigung: alles ganz neutral, nichts dabei, keine grundsätzliche Festlegung.
Man muss kein Theologe sein, um das Muster zu erkennen. Schritt für Schritt wird das Christliche aus dem Sprachgebrauch getilgt, kleingeredet, ins Lächerliche gezogen. Und das alles, wohlgemerkt, finanziert durch den Zwangsbeitrag jedes deutschen Haushalts.
Die entlarvende Gretchenfrage
Die eigentliche Frage, die sich hier aufdrängt, ist so simpel wie unbequem: Hätte man bei Funk dieselbe Wortwahl gewählt, hätte es sich um den Koran gehandelt? Die Antwort dürfte sich jeder selbst geben können. Während das Christentum als billige Pointe für Klickzahlen herhalten muss, herrscht bei anderen Religionen auffällige Zurückhaltung. Diese Doppelmoral ist kein Zufall, sondern Programm.
Eine Frage der Selbstachtung
Es geht hier nicht um religiöse Eiferei, sondern um Respekt vor den Wurzeln unserer Kultur. Das christliche Erbe hat unsere Werte, unsere Kunst, unsere Rechtsordnung und unser Selbstverständnis als Nation über Jahrhunderte geformt. Wenn ausgerechnet eine staatlich alimentierte Redaktion meint, sich über dieses Erbe lustig machen zu müssen, dann offenbart das eine erschreckende kulturelle Selbstvergessenheit.
Vielleicht wäre es an der Zeit, dass sich die Verantwortlichen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk daran erinnern, wer sie eigentlich bezahlt – und welchen Auftrag sie haben. Statt das Christentum auf Müllhalden zu deponieren, wäre etwas mehr Demut gegenüber den Fundamenten unseres Landes durchaus angebracht. Doch wer auf eine solche Einsicht hofft, dürfte vermutlich lange warten.
Werte, die Bestand haben
In einer Zeit, in der scheinbar nichts mehr heilig ist und beständige Werte mit einem Achselzucken abgetan werden, lohnt sich der Blick auf das, was wirklich Bestand hat. Wie bei den Glaubensfundamenten, die Generationen überdauern, so verhält es sich auch mit echten Sachwerten: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt, während Papierwährungen und Modeerscheinungen kamen und gingen. Sie sind, anders als so mancher kulturelle Zeitgeist, eben kein „Müll“, sondern ein verlässlicher Anker zur Vermögenssicherung und sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.
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