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Kettner Edelmetalle
29.04.2026
07:24 Uhr

Wenn der Krieg an die Zapfsäule kommt: Trump und Merz im Sog des Iran-Konflikts

Es ist ein Lehrstück darüber, wie schnell außenpolitisches Säbelrasseln zur innenpolitischen Abrissbirne werden kann. Während Donald Trump auf dem Südrasen des Weißen Hauses König Charles III. mit Salutschüssen und protokollarischem Pomp empfängt, brechen ihm die Umfragewerte unter den Füßen weg. 34 Prozent Zustimmung – der niedrigste Wert seiner zweiten Amtszeit. Bei der Frage nach den Lebenshaltungskosten gerade noch jämmerliche 22 Prozent. Und in Berlin? Dort dümpelt Friedrich Merz mit historischen Tiefstwerten dahin, die selbst altgediente Demoskopen nur noch ratlos zur Kenntnis nehmen.

Zwei Regierungschefs, ein Schatten

Der gemeinsame Nenner dieses transatlantischen Absturzes hat einen Namen: der Krieg gegen den Iran, den die USA und Israel am 28. Februar 2026 mit einem Überraschungsschlag begannen – ohne völkerrechtliches Mandat, dafür mit umso mehr Selbstgewissheit. Acht Wochen später steht die Weltwirtschaft am Rand der Belastbarkeit. Teheran hat ein Fünftel des globalen Ölhandels durch die Straße von Hormus blockiert, Washington kontert mit einer Seeblockade iranischer Häfen. Das Resultat: Brent-Rohöl liegt 40 Prozent über dem Vorkriegsniveau, in den USA kostet die Gallone Benzin 4,18 Dollar, Diesel ist um sage und schreibe 45 Prozent teurer als vor Kriegsbeginn.

Wer profitiert – und wer zahlt

Während die US-Mittelschicht an der Zapfsäule ausgepresst wird, jubiliert man in den Vorstandsetagen der Energiekonzerne. BP verdoppelte seinen Quartalsgewinn auf über drei Milliarden Dollar. Konzernchefin Meg O'Neill nennt die Lage allen Ernstes "ausgezeichnete Bedingungen". Eine bemerkenswerte Wortwahl in einer Zeit, in der amerikanische Pendler in Pick-up-Trucks, Trucker und Kleinunternehmer aus Pennsylvania, Ohio und Michigan ihre Tankrechnungen kaum noch bezahlen können. Genau jene Wählerschicht also, die Trump 2024 mit dem Versprechen ins Amt hievte, die Inflation der Biden-Jahre zu beenden.

Das Resultat dieses gebrochenen Versprechens lässt sich in nackten Zahlen ablesen: Nur noch 34 Prozent der Amerikaner stehen hinter dem Iran-Krieg, Tendenz fallend. Selbst 41 Prozent der Republikaner missbilligen Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten. Bei den Midterms im November dürfte sich dieser Frust entladen – unabhängige Wähler favorisieren bereits die Demokraten mit 14 Punkten Vorsprung.

Berlin im Schlagschatten Washingtons

Und Friedrich Merz? Der Kanzler regiert ein Land, dessen industrielles Rückgrat auf bezahlbarer Energie aufgebaut war – ein Rückgrat, das nach dem grünen Energiewende-Experiment und dem Wegfall russischen Gases ohnehin schon angeknackst war. Nun kommt der zweite Schock: Öl auf Vierjahreshoch, Diesel auf Rekordniveau, Lieferketten ins Stocken geraten. Wer hätte das gedacht? Vielleicht jeder, der noch einen Funken wirtschaftlichen Sachverstand besitzt.

Hinzu kommt der diplomatische Eklat: Merz hat sich öffentlich mit Trump überworfen, nachdem der Kanzler erklärt hatte, Teheran "demütige" Washington in den Verhandlungen. Trumps Konter folgte prompt und unverblümt. Was Berlin nun schmerzhaft lernt: In der wichtigsten geopolitischen Krise dieses Jahrzehnts hat Deutschland weder in Washington noch in der arabischen Welt einen verlässlichen Platz mehr. Die Emirate haben gerade die OPEC verlassen, Saudi-Arabien emanzipiert sich zusehends von den Vereinigten Staaten – und Deutschland? Steht daneben und schaut zu, wie es aus der ersten Liga in die Kreisklasse durchgereicht wird.

Historische Tiefstwerte mit Ansage

Dass Merz die schlechtesten Umfragewerte aller bisherigen Bundeskanzler in einer vergleichbaren Amtsphase einfährt, ist kein Zufall. Es ist die logische Folge einer Politik, die ihre Bürger zwischen Klimaneutralitäts-Fanatismus, ausuferndem Sondervermögen und außenpolitischer Hilflosigkeit zerreibt. Die 500 Milliarden Euro für Infrastruktur, die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 – all das treibt die Inflation weiter an, während die Bürger an der Tankstelle und beim Wocheneinkauf bluten.

In einem Land, in dem die AfD in Umfragen bereits zur stärksten Kraft aufgestiegen ist, liefert jeder weitere Monat dieses Krieges Munition für die Opposition. Die Mitte-Koalition aus CDU/CSU und SPD könnte sich am Ende als das herausstellen, was Joe Bidens Präsidentschaft für die USA war: ein Übergangsregime, das die Kosten einer geopolitischen Eskalation trägt, ohne deren politische Dividende einstreichen zu können.

Die unsichtbare Front

Doch der Krieg findet längst nicht mehr nur am Persischen Golf statt. Die iranische Botschaft in London veröffentlichte auf Telegram einen Aufruf an die rund 300.000 in Großbritannien lebenden Iraner, sich für eine Kampagne mit dem martialischen Titel "Sacrifice for the Homeland" zu registrieren. Britische Anti-Terror-Ermittler sprechen mittlerweile offen von einer "Rekrutierung von Gewalt als Dienstleistung" durch das iranische Regime. Eine Serie von Brandanschlägen in Großbritannien, Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden weist verstörend ähnliche Muster auf.

Wer also glaubt, der Iran-Konflikt sei ein abstraktes Geschehen "dort drüben", der verkennt die Realität. Er wird an unseren Tankstellen geführt, in unseren Wahlkabinen – und, wenn die britischen Ermittler recht behalten, sogar in den verschlüsselten Kanälen unserer eigenen Hauptstädte. Teherans Strategie ist so simpel wie effektiv: Wer einen Konflikt militärisch nicht gewinnen kann, der exportiert ihn in die Innenpolitik des Gegners.

Edelmetalle als Anker im geopolitischen Sturm

In Zeiten, in denen Spritpreise explodieren, Lieferketten zerbröseln und Regierungen auf beiden Seiten des Atlantiks ihre Handlungsfähigkeit verlieren, suchen kluge Anleger seit jeher Schutz im Beständigen. Während Aktienmärkte auf jede Kriegsmeldung neurotisch reagieren und Papierwährungen durch unbegrenzte Schuldenprogramme entwertet werden, behaupten sich physisches Gold und Silber als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker für Vermögen, das nicht von politischer Willkür oder geopolitischen Verwerfungen abhängig sein soll. Eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit aufgestelltes Portfolio kann gerade in solchen Zeiten ihre Stärken ausspielen.

Die Rechnung kommt später – aber sie kommt

Was bleibt, wenn dieser Krieg eines Tages endet? Ein geschwächter Iran vielleicht. Ein zerrissener Golf mit Emiraten, die unilateral handeln. China, das 90 Prozent des iranischen Öls aufkauft und dafür von der US-Treasury sanktioniert wird. Und im Westen? Demokratien, die schmerzhaft lernen müssen, dass Geopolitik längst zur Innenpolitik geworden ist. Wer seine Bürger nicht vor den Folgen der eigenen Außenpolitik schützen kann, verliert ihr Vertrauen. Trump erfährt das gerade in Echtzeit. Merz wird es noch erfahren – spätestens dann, wenn die nächste Heizkostenabrechnung in den deutschen Briefkästen landet.

Die deutsche Politik täte gut daran, sich endlich wieder auf das zu besinnen, was eigentlich ihr Auftrag wäre: das Wohl des deutschen Bürgers. Stattdessen wird in Berlin weiter Politik gegen die eigenen Interessen gemacht, während die Bürger die Zeche zahlen. Diese Haltung teilen mittlerweile nicht nur einzelne Stimmen in der Redaktion, sondern ein wachsender Teil der deutschen Bevölkerung, der sich von der politischen Klasse längst nicht mehr vertreten fühlt.


Hinweis zur Anlageberatung: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen ausdrücklich keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Wertpapiere, Rohstoffe oder anderer Finanzinstrumente dar. Sie spiegeln die persönliche Meinung der Redaktion auf Grundlage der vorliegenden Informationen wider. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigenständig recherchieren oder einen unabhängigen Finanzberater konsultieren. Eine Haftung für etwaige Verluste, die aus Entscheidungen auf Basis dieses Artikels resultieren, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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