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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
20:50 Uhr

Weltwirtschaftsforum in Turbulenzen: CEO Brende unter Druck wegen Epstein-Verbindungen

Es ist eine jener Geschichten, die das Selbstbild der globalen Elite wie ein Kartenhaus zusammenstürzen lassen. Das World Economic Forum (WEF) – jene Institution, die sich Jahr für Jahr im schweizerischen Davos als moralischer Kompass der Weltwirtschaft inszeniert – sieht sich mit einem Skandal konfrontiert, der tief in die Abgründe der Machtstrukturen blicken lässt. CEO Børge Brende steht unter interner Untersuchung wegen seiner dokumentierten Kontakte zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Drei Abendessen, zahllose Fragen

Vom US-Justizministerium freigegebene Akten belegen, dass Brende und Epstein in den Jahren 2018 und 2019 mindestens drei gemeinsame Abendessen hatten und diverse Textnachrichten austauschten. Besonders brisant: Das erste dieser Treffen fand im September 2018 statt – mehr als ein Jahrzehnt nach Epsteins Verurteilung in Florida wegen der Beschaffung einer Minderjährigen zur Prostitution im Jahr 2008. Ein weiteres Dinner datiert auf den 13. Juni 2019, nur kurze Zeit bevor Epstein wegen Sexhandels endgültig verhaftet wurde.

Brende bedient sich dabei jener Verteidigungslinie, die man von mächtigen Figuren in solchen Fällen mittlerweile auswendig kennt: Er habe von Epsteins krimineller Vergangenheit schlicht nichts gewusst. „Hätte ich von seinem Hintergrund gewusst, hätte ich die erste Einladung und alle weiteren Dinner-Einladungen oder sonstigen Kommunikationen abgelehnt", ließ er über Bloomberg verlauten. Er räumte ein, dass er Epsteins Geschichte gründlicher hätte prüfen sollen, und bedauere dies. Man fragt sich unwillkürlich: Wie kann der Vorstandsvorsitzende einer Organisation, die sich als Netzwerk der bestinformierten Menschen der Welt versteht, ausgerechnet über einen der berüchtigtsten Kriminellen seiner Zeit nicht informiert gewesen sein?

Der „Davos-Concierge" und sein Netzwerk der Macht

Die freigegebenen Dokumente offenbaren weit mehr als nur Brendes persönliche Verstrickungen. Sie zeichnen das Bild eines Jeffrey Epstein, der das Prestige des jährlichen Davos-Treffens systematisch für seine Zwecke instrumentalisierte. Obwohl er das Forum privat angeblich „gehasst" haben soll, stilisierte sich Epstein selbst zum „Davos-Concierge" – einem Türöffner für exklusive Zugänge in den höchsten Kreisen der Macht.

Bereits Ende 2009, nur Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Florida, bot Epstein dem Immunologen und regelmäßigen Davos-Teilnehmer Boris Nikolic an, Einzelgespräche mit nahezu jedem Teilnehmer zu arrangieren. Seine Worte klingen dabei wie das Verkaufsgespräch eines Dealers: „Ich kann ein 1:1-Treffen mit den meisten Leuten dort organisieren. Eine ‚virtuelle Währung', die ich habe, ist Zugang ;)", schrieb Epstein und teilte gleich eine Teilnehmerliste mit. 2011 wandte sich Nikolic dann an Epstein, um ein Treffen mit Bill Gates zu arrangieren – und Epstein unterschrieb seine Nachricht mit den Worten: „Ihr ergebener Davos-Concierge."

WEF-Gründer Schwab distanziert sich

Klaus Schwab, der das WEF 1971 gründete und dessen Name untrennbar mit der Davos-Agenda verbunden ist, ließ über einen Pressesprecher mitteilen, er sei „sicher", Epstein niemals getroffen zu haben. Ob diese Beteuerung angesichts der Dimension des Skandals ausreicht, darf bezweifelt werden. Denn die nun ans Licht kommenden Dokumente werfen fundamentale Fragen über die Integrität einer Institution auf, die der Welt regelmäßig erklärt, wie sie zu funktionieren habe.

Nur die Spitze des Eisbergs

Was die Sache noch brisanter macht: Die bisher veröffentlichten 3,5 Millionen Dateien mit einem Umfang von über 300 Gigabyte repräsentieren nach Angaben des britischen Senders Channel 4 News lediglich rund zwei Prozent des gesamten Datenvolumens, das die Ermittler referenziert haben. Interne E-Mails deuten darauf hin, dass Bundesermittler mit 20 bis 40 Terabyte an beschlagnahmten Daten aus Epsteins Immobilien rechneten. Frühere Schätzungen aus dem Jahr 2020 sprachen sogar von bis zu 50 Terabyte. Aktuell befinden sich etwa 14,6 Terabyte archivierter Daten in der Überprüfung. Man darf also davon ausgehen, dass noch zahlreiche weitere prominente Namen auftauchen werden.

Erste Köpfe rollen bereits

Die Konsequenzen der Enthüllungen zeigen sich bereits in der Unternehmenswelt. Thomas J. Pritzker, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Hyatt Hotels Corporation, trat am Montag mit sofortiger Wirkung zurück und kündigte an, sich nicht zur Wiederwahl in den Vorstand zu stellen. In einer öffentlichen Erklärung bezeichnete Pritzker seinen früheren Kontakt zu Epstein und dessen Komplizin Ghislaine Maxwell als „schreckliches Urteilsvermögen" und räumte ein, es gebe keine Entschuldigung dafür, sich nicht früher distanziert zu haben.

Was sich hier vor unseren Augen entfaltet, ist nichts weniger als die schrittweise Demontage jenes Netzwerks aus Macht, Geld und Einfluss, das sich hinter den glänzenden Fassaden von Davos, Philanthropie-Galas und Nachhaltigkeitsgipfeln verborgen hat. Dieselben Eliten, die dem gewöhnlichen Bürger vorschreiben wollen, wie er zu leben, zu heizen und zu essen hat, pflegten offenbar Umgang mit einem verurteilten Sexualstraftäter – und wollen davon nichts gewusst haben. Die Glaubwürdigkeit des WEF, das ohnehin von vielen kritischen Beobachtern als Instrument einer abgehobenen Globalisten-Klasse betrachtet wird, dürfte durch diese Enthüllungen weiteren schweren Schaden nehmen.

Es bleibt abzuwarten, welche Namen die verbleibenden 98 Prozent der Epstein-Akten noch ans Tageslicht befördern werden. Eines jedoch steht fest: Die selbsternannten Weltenlenker von Davos haben ein gewaltiges Erklärungsproblem – und diesmal werden wohlklingende Phrasen über „Stakeholder-Kapitalismus" und „Great Reset" kaum ausreichen, um es zu lösen.

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