
WEF-Chef Brende tritt ab: Der Epstein-Skandal frisst sich durch die globale Elite
Die Schockwellen des Jeffrey-Epstein-Skandals reißen nicht ab – im Gegenteil, sie gewinnen an Wucht. Mit Børge Brende hat nun der Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums (WEF) seinen Rücktritt erklärt. Der Mann, der jahrelang als Gesicht jener Davoser Elite fungierte, die der Welt vorschreiben möchte, wie sie zu leben hat, stolpert über seine Verbindungen zu einem verurteilten Sexualstraftäter. Man könnte sagen: Die Fassade bröckelt.
„Missing you, Sir" – Die verstörenden Nachrichten an Epstein
Das WEF veröffentlichte auf seiner Website eine Erklärung, wonach Brende aus eigenem Entschluss zurücktrete. Alois Zwinggi werde als Interimspräsident und CEO die Geschäfte übernehmen. Brende selbst ließ verlauten, er sei dankbar für die „unglaubliche Zusammenarbeit" mit Kollegen und Partnern und glaube, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, damit das Forum seine „wichtige Arbeit ohne Ablenkungen" fortsetzen könne. Ohne Ablenkungen – eine bemerkenswert euphemistische Formulierung für das, was hier tatsächlich geschehen ist.
Denn die Details, die im Zuge einer internen Untersuchung ans Licht kamen, haben es in sich. Brende soll mindestens an drei „Geschäftsessen" mit Epstein teilgenommen haben. Zwischen 2018 und 2019 tauschten die beiden E-Mails und Textnachrichten aus, in denen es unter anderem um Treffen in Epsteins berüchtigter New Yorker Residenz ging. Besonders pikant: Eine Nachricht Brendes aus dem April 2018, in der er schrieb: „Missing you, Sir. Borge." Eine Formulierung, die weit über geschäftliche Höflichkeit hinausgeht und Fragen aufwirft, die sich nicht so leicht wegwischen lassen.
Die Ausrede der Ahnungslosigkeit
Brende behauptete in einer früheren Stellungnahme, er sei „völlig ahnungslos" gewesen, was Epsteins Vergangenheit und kriminelle Aktivitäten betreffe. Diese Verteidigungslinie ist – gelinde gesagt – schwer zu schlucken. Jeffrey Epstein wurde bereits 2006 von den Behörden in Palm Beach, Florida, verhaftet. 2008 bekannte er sich in zwei Fällen der Prostitution schuldig, einer davon betraf ein minderjähriges Opfer. All das war öffentlich zugänglich, eine simple Internetrecherche hätte genügt. Dass der Chef einer der mächtigsten Organisationen der Welt, die sich rühmt, die klügsten Köpfe des Planeten zu versammeln, nicht einmal eine rudimentäre Überprüfung seiner Dinner-Partner vorgenommen haben will – das glaubt man vielleicht in Davos, aber sicher nicht auf der Straße.
Ein Dominoeffekt in der globalen Machtelite
Brende ist bei weitem nicht der Einzige, den der Epstein-Skandal einholt. Bill Gates sah sich gezwungen, seinen Stiftungsmitarbeitern zu versichern, er habe „nichts Illegales getan". Die Chefjuristin von Goldman Sachs, Kathy Ruemmler, trat wegen ihrer Verbindungen zurück. Und der frühere Prinz Andrew wurde im Zusammenhang mit der Weitergabe von Handelsdokumenten an Epstein unter Verdacht gestellt. Die Liste wird länger, nicht kürzer. Es entsteht das Bild eines Netzwerks, das weit über einzelne Fehltritte hinausgeht – ein System gegenseitiger Gefälligkeiten unter den Mächtigen dieser Welt, das nun Riss für Riss offengelegt wird.
Das WEF und seine „Vision" – ein Glaubwürdigkeitsproblem
Für das Weltwirtschaftsforum kommt dieser Skandal zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die Organisation, die unter ihrem Gründer Klaus Schwab den sogenannten „Great Reset" propagierte und eine Welt entwarf, in der Privateigentum zur Nebensache wird und die Bürger gefälligst zufrieden sein sollen, hat ohnehin ein massives Imageproblem. Dass nun ausgerechnet ihr höchster operativer Repräsentant über Verbindungen zu einem Sexualstraftäter fällt, untergräbt jede moralische Autorität, die sich das Forum jemals angemaßt hat.
In den sozialen Medien kursieren bereits Dokumente und Screenshots, die nahelegen, dass Epstein und Brende darüber diskutierten, das WEF als eine Art globale Governance-Struktur zu positionieren. Sollte sich dies bestätigen, wäre das nicht weniger als der Beweis dafür, dass ein verurteilter Straftäter aktiv an der Gestaltung jener globalistischen Agenda mitwirkte, die Millionen von Menschen weltweit als Bedrohung ihrer Souveränität empfinden. Manche Kommentatoren sprechen bereits von „Epsteins Great Reset" – ein Etikett, das dem WEF noch lange anhaften dürfte.
Ein Weckruf für die westliche Welt
Was dieser Skandal einmal mehr offenbart, ist die erschreckende Diskrepanz zwischen dem moralischen Anspruch der globalen Elite und ihrem tatsächlichen Handeln. Dieselben Institutionen, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu heizen, zu essen und zu denken haben, pflegen offenbar hinter verschlossenen Türen Kontakte zu Personen, deren Verbrechen jeder anständige Mensch verabscheut. Es ist diese Doppelmoral, die das Vertrauen der Bürger in überstaatliche Organisationen nachhaltig zerstört – und das zu Recht.
Die Entwicklung zeigt auch, wie wichtig es ist, dass souveräne Nationalstaaten ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen, anstatt sich von selbsternannten Weltlenkern in Davos die Agenda diktieren zu lassen. Die „America First"-Politik unter Präsident Trump hat vorgemacht, wie ein Land seine Souveränität verteidigen kann. Deutschland täte gut daran, ähnliche Lehren zu ziehen, statt weiterhin jedem globalistischen Trend hinterherzulaufen, der aus den Schweizer Alpen herabweht.
Eines steht fest: Der Epstein-Skandal ist noch lange nicht ausgestanden. Jeder neue Name, der auftaucht, jede neue Verbindung, die offengelegt wird, ist ein weiterer Nagel im Sarg jener Weltordnung, die uns als alternativlos verkauft wurde. Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wer in ihrem Namen Entscheidungen trifft – und mit wem diese Entscheidungsträger zu Abend essen.
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