
Washingtons verdecktes Spiel: Tausende Starlink-Terminals in den Iran geschmuggelt

Was klingt wie das Drehbuch eines Spionagethrillers, ist offenbar bittere geopolitische Realität: Die Vereinigten Staaten haben laut einem Bericht des renommierten Wall Street Journal im Januar 2026 rund 6.000 Starlink-Satellitenterminals in den Iran geschmuggelt. Das US-Außenministerium habe insgesamt 7.000 dieser Geräte erworben – mit dem erklärten Ziel, regierungskritische Kräfte im Land mit Internetzugang zu versorgen, nachdem Teheran im Zuge der Proteste das Netz gekappt hatte.
Trumps doppeltes Spiel: Öffentlich anfeuern, heimlich aufrüsten
Der Bericht steht in eklatantem Widerspruch zu den offiziellen Beteuerungen der Trump-Regierung, man habe die iranischen Demonstranten nicht materiell unterstützt. Präsident Trump selbst hatte die Proteste auf seiner Plattform Truth Social lautstark befeuert. „Iranische Patrioten, PROTESTIERT WEITER – ÜBERNEHMEN SIE IHRE INSTITUTIONEN!!!", schrieb er am 13. Januar. Und weiter: „HILFE IST UNTERWEGS. MIGA!!!" – Make Iran Great Again, so die unmissverständliche Botschaft.
Hilfe war also tatsächlich unterwegs. Nur eben nicht in Form diplomatischer Vermittlung oder humanitärer Gesten, sondern als hochmoderne Kommunikationstechnologie, die den Aufständischen eine zentrale Koordinierung ermöglichte. Man fragt sich unwillkürlich: Wo genau verläuft eigentlich die Grenze zwischen der Unterstützung von Demokratiebewegungen und der aktiven Destabilisierung eines souveränen Staates?
Wirtschaftskrieg als Zündschnur
Besonders entlarvend sind die Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent, der vor einem Senatsausschuss regelrecht damit prahlte, wie die amerikanischen Sanktionen die iranische Wirtschaft systematisch in die Knie gezwungen hätten. Man habe gezielt eine Dollarknappheit im Land erzeugt, erklärte Bessent. Dies habe im Dezember zum Zusammenbruch einer der größten iranischen Banken geführt, woraufhin die Zentralbank Geld drucken musste, die Währung abstürzte und die Inflation explodierte. „Und so kam es, dass das iranische Volk auf die Straße ging", fasste er die Kausalkette mit einer Nonchalance zusammen, die an Zynismus kaum zu überbieten ist.
Hier wird also offen eingeräumt, was sonst gerne als Verschwörungstheorie abgetan wird: Die wirtschaftliche Strangulierung eines Landes diente als bewusst eingesetztes Instrument, um innenpolitische Unruhen zu provozieren. Die Leidtragenden sind – wie immer – die einfachen Menschen, die unter Inflation und Bankenzusammenbrüchen leiden.
Bewaffnete Zusammenstöße und kurdische Milizen
Die Situation eskalierte weit über friedliche Proteste hinaus. Es kam zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen iranischen Sicherheitskräften und kurdischen Militanten, die Berichten zufolge aus dem irakischen Kurdistan – wo die USA bekanntlich militärisch präsent sind – in den Iran eingedrungen seien. Die iranischen Behörden gaben Ende Januar bekannt, eine Lieferung von 51 Starlink-Terminals in der iranischen Region Kurdistan beschlagnahmt zu haben. Das Military Watch Magazine formulierte es noch unverblümter und sprach davon, dass die USA und Israel paramilitärische Gruppen organisiert und finanziert hätten, die weiterhin Angriffe innerhalb des Iran durchführen könnten.
Augenzeugenberichte zeichnen ein erschütterndes Bild: Bei einer regierungskritischen Demonstration habe eine Frau plötzlich eine Maschinenpistole unter ihrem Gewand hervorgezogen und wahllos in die Menge geschossen. Etwa zehn oder mehr Tote und zahlreiche Verletzte sollen die Folge gewesen sein. Solche Berichte werfen die drängende Frage auf, wer hier eigentlich wen instrumentalisiert – und wessen Blut an wessen Händen klebt.
Ein altbekanntes Muster der Destabilisierung
Wer die Geschichte amerikanischer Außenpolitik kennt, den dürften diese Enthüllungen kaum überraschen. Von den Contra-Kriegen in Mittelamerika über die Farbrevolutionen im postsowjetischen Raum bis hin zum Maidan in der Ukraine – das Drehbuch ist stets dasselbe: wirtschaftlicher Druck, mediale Unterstützung der Opposition, verdeckte Lieferung von Kommunikationstechnologie und logistischer Infrastruktur, und wenn nötig auch die Bewaffnung von Milizen. Die Starlink-Terminals dienten dabei als digitales Nervensystem des Aufstands. Erst als die iranischen Sicherheitskräfte diese Kommunikationskanäle kappen konnten, brach der Putschversuch offenbar rasch zusammen.
Für Europa – und insbesondere für Deutschland – sollten diese Vorgänge ein Weckruf sein. Denn die Destabilisierung des Iran hat unmittelbare Auswirkungen auf die Energiemärkte, die Sicherheitslage im Nahen Osten und damit auch auf die europäische Wirtschaft. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz sich noch sortiert und mit dem absurden 500-Milliarden-Sondervermögen die eigene Bevölkerung auf Generationen hinaus verschuldet, spielen andere Mächte auf dem geopolitischen Schachbrett ein Spiel, dessen Konsequenzen auch den deutschen Bürger treffen werden – sei es durch steigende Energiepreise, neue Flüchtlingsströme oder die weitere Erosion der internationalen Ordnung.
Die Lehre für den deutschen Sparer
In Zeiten, in denen Regierungen offen damit prahlen, fremde Volkswirtschaften zum Einsturz zu bringen, in denen Währungen über Nacht kollabieren können und geopolitische Konflikte jederzeit zu eskalieren drohen, zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber kennen keinen Bankrun, keine Sanktionen und keinen Internetausfall. Sie sind seit Jahrtausenden der ultimative Schutzschild gegen die Willkür von Staaten und die Fragilität des Finanzsystems – eine Erkenntnis, die gerade die iranische Bevölkerung auf schmerzlichste Weise bestätigen dürfte.

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