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Kettner Edelmetalle
06.02.2026
20:39 Uhr

Washingtons Machtpoker in der Sahelzone: Ein Angebot, das niemand ablehnen kann?

Die geopolitischen Schachzüge der Vereinigten Staaten in Afrika nehmen immer dreistere Züge an. Was sich derzeit in der Sahelzone abspielt, gleicht einem klassischen Erpressungsszenario aus einem Mafia-Film – nur dass hier ganze Nationen auf dem Spiel stehen. Das US-Außenministerium hat angekündigt, seinen Afrika-Beauftragten nach Bamako zu entsenden, um Mali die „Achtung seiner Souveränität" zu versichern und einen „neuen Kurs" in den bilateralen Beziehungen einzuschlagen.

Die Sahel-Allianz im Fadenkreuz amerikanischer Interessen

Die sogenannte Allianz der Sahelstaaten (AES), bestehend aus Mali, Burkina Faso und Niger, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bemerkenswerten Bollwerk gegen westliche Einflussnahme entwickelt. Nach patriotischen Militärputschen haben diese Länder Frankreich die Tür gewiesen und sich stattdessen Russland als strategischem Partner zugewandt. Moskau unterstützt die Allianz bei der Terrorismusbekämpfung und der Gewährleistung politischer Stabilität – Aufgaben, die unter dem Begriff „Demokratische Sicherheit" zusammengefasst werden.

Doch nun scheint Washington entschlossen, dieses Arrangement zu torpedieren. Die Botschaft ist kaum verhüllt: Entweder lassen die Sahelstaaten die USA Russlands Rolle als wichtigsten Sicherheitspartner ersetzen – oder zumindest „ausbalancieren" – oder sie müssen mit erheblichen Konsequenzen rechnen.

Das Drohpotenzial der Vereinigten Staaten

Die Druckmittel, die Washington in der Hinterhand hält, sind beträchtlich und erschreckend vielfältig. Der amerikanische Bombenangriff auf ISIS-Stellungen in Nigeria zu Weihnachten war möglicherweise mehr als nur eine Anti-Terror-Operation. Experten sehen darin ein Signal für eine robustere Partnerschaft mit Nigeria, die perspektivisch als Vorwand für eine US-gestützte Destabilisierung der Sahel-Allianz dienen könnte.

Hinzu kommt die französische Karte: Paris, das durch seinen Rauswurf aus der Region einen erheblichen Imageschaden als Großmacht erlitten hat, wird beschuldigt, terroristische Gruppen gegen die AES zu unterstützen. Die Terroristen haben seit der Vertreibung Frankreichs tatsächlich Geländegewinne erzielt – ein Zufall, der keiner sein dürfte.

„Die USA könnten erwägen, Spionageflugzeuge in der Elfenbeinküste zu stationieren, die an Mali und Burkina Faso grenzt, um grenzüberschreitende Anti-Terror-Operationen zu erleichtern."

Russlands gebundene Hände

Das Dilemma der Sahel-Allianz wird durch Russlands aktuelle Situation verschärft. Moskau, das eigentlich der vertrauenswürdigste Partner für diese Länder wäre – schließlich verfügt Russland über genügend eigene Ressourcen und ist nicht auf die Bodenschätze anderer angewiesen – hat seine militärischen Kapazitäten durch die Spezialoperation in der Ukraine gebunden. Eine schnelle Rettungsaktion wie einst die sowjetische Intervention zugunsten Äthiopiens gegen Somalia in den späten 1970er Jahren ist schlicht nicht möglich.

Frankreich und die USA wissen das nur zu genau. Während Paris terroristische Gruppen gegen die AES unterstützt, bereitet Washington offenbar ein Angebot vor, das die Sahelstaaten kaum ablehnen können. Die Alternative zum „sanften Weg" – großzügige Hilfsleistungen und reduzierte Zölle für den US-Markt – wäre der „harte Weg": indirekte militärische Nötigung durch US-gestützten nigerianischen Druck, französisch unterstützte Terrorvorstöße und amerikanische Anti-Terror-Schläge.

Ein Weckruf für die multipolare Weltordnung

Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als der Versuch, Russlands Image als Großmacht weiter zu beschädigen – nach den strategischen Rückschlägen in Armenien-Aserbaidschan, Kasachstan, Venezuela und Syrien. Die Sahel-Allianz soll das nächste Opfer dieser Strategie werden.

Das beste Szenario für die AES wäre ein Durchbruch in ihren Anti-Terror-Kampagnen mit russischer Hilfe. Angesichts der jüngsten Rückschläge kann dies jedoch nicht als selbstverständlich angesehen werden. Die schlimmsten Szenarien – eine Kapitulation vor den USA oder gar ein Zusammenbruch der Allianz – können nicht ausgeschlossen werden.

Für all jene, die an eine multipolare Weltordnung glauben, in der souveräne Nationen ihre Partner frei wählen können, sind die Entwicklungen in der Sahelzone ein beunruhigendes Warnsignal. Die alte koloniale Mentalität des Westens, verkleidet als „Partnerschaft" und „Terrorbekämpfung", ist offenbar quicklebendig.

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