
Vom Öl-Klammergriff in die Mineralien-Falle: Guyanas Präsident entlarvt den grünen Selbstbetrug
Während in Berlin und Brüssel die ideologischen Klimakrieger noch immer von der angeblich rettenden Energiewende träumen, kommt aus einer höchst unerwarteten Ecke eine bemerkenswert nüchterne Stimme der Vernunft. Irfaan Ali, Präsident des südamerikanischen Ölstaates Guyana, hat auf der Offshore Technology Conference in Houston eine Wahrheit ausgesprochen, die sich westliche Politiker offenbar nicht zu denken trauen: Der überhastete Umstieg auf sogenannte erneuerbare Energien führt nicht in die Unabhängigkeit, sondern in eine neue, möglicherweise noch gefährlichere Abhängigkeit.
Die Straße von Hormus brennt – und Europa flüchtet in den nächsten Irrweg
Der Hintergrund ist brisant: Die faktische Schließung der Straße von Hormus, durch die rund 20 Prozent des weltweit verschifften Öls und Flüssiggases fließen, hat die Energiepreise weltweit in die Höhe schießen lassen. Brent-Rohöl kletterte am Montag um sechs Prozent auf 114 Dollar pro Barrel, nachdem der Iran eine Energieanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten attackiert hatte. Die Reaktion der politischen Eliten in China und in der Europäischen Union? Mehr Wind, mehr Sonne, mehr Subventionen für Technologien, die ohne staatliche Alimentierung längst zusammengebrochen wären.
Doch genau hier setzt Ali den Finger in die Wunde. „Die Welt ist in Gefahr, sich von einer Form der Abhängigkeit in eine andere zu begeben", warnte er. Man eliminiere die Abhängigkeit nicht, man verlagere sie lediglich – von Brennstoffen unter der Erde zu Mineralien in ihr. Eine Aussage, die in deutschen Redaktionsstuben vermutlich für Schnappatmung sorgen dürfte, denn sie zerschlägt das gemütliche Narrativ der grünen Heilslehre mit einem einzigen Satz.
Vom Brennstoff-Hunger zum Mineralien-Hunger
Der Präsident sprach Klartext: Man bewege sich von einem brennstoffintensiven zu einem mineralienintensiven System. Bereits jetzt sei das Aufkommen eines Ressourcennationalismus zu beobachten, weil Staaten verzweifelt versuchten, sich Kontrolle über kritische Rohstoffe zu sichern. Kupfer notiert nahe an Allzeithochs, Lithium, Nickel und Kobalt sind die heiß umkämpften Schlüsselrohstoffe der angeblich grünen Zukunft. Wer kontrolliert sie? China. Die Demokratische Republik Kongo. Chile. Indonesien. Es sind nicht gerade die Bastionen westlicher Verlässlichkeit.
Während Deutschland verschläft, denkt Guyana zweigleisig
Guyana, das gerade einmal sechs Jahre nach Förderbeginn bereits rund 900.000 Barrel Öl pro Tag liefert, profitiert massiv von der aktuellen Krise. Statt aber wie deutsche Politiker in ideologischer Verblendung die eigenen Energiequellen zu zerstören, verfolgt Ali einen pragmatischen „Dual-Track"-Ansatz: vollen Wert aus Öl und Gas schöpfen und gleichzeitig erneuerbare Energien aufbauen. Er schlug sogar vor, den Begriff „Energiewende" durch „Energiebalance" zu ersetzen – eine sprachliche Klarstellung, von der man sich in Berlin eine dicke Scheibe abschneiden könnte.
„Die Welt braucht nicht nur sauberere Energie", brachte es Ali auf den Punkt. „Sie braucht deutlich mehr Energie." Ein Satz, der jedem deutschen Wirtschaftsminister auf den Schreibtisch tätowiert werden müsste, während hierzulande funktionsfähige Kernkraftwerke gesprengt und die Industrie in die Abwanderung getrieben wird.
Was bedeutet das für den Anleger?
Die geopolitische Gemengelage – Krieg im Nahen Osten, Rohstoffnationalismus, eine ideologisch verblendete europäische Energiepolitik und galoppierende Schuldenmacherei der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen – schreit förmlich nach realer, krisensicherer Vermögenssicherung. Wer glaubt, sein Erspartes sei in einem System sicher aufgehoben, das von einer Abhängigkeit in die nächste taumelt, der irrt gewaltig. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in den vergangenen Jahrzehnten – und insbesondere in den vergangenen Monaten, in denen Goldfutures auf über 4.700 Dollar je Unze und Silber auf über 75 Dollar geklettert sind – einmal mehr bewiesen, dass sie als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio eine sinnvolle Säule der Vermögenssicherung darstellen.
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