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Kettner Edelmetalle
10.01.2026
19:34 Uhr

Volkswagens Schicksalsjahr in China: Milliarden-Poker mit ungewissem Ausgang

Volkswagens Schicksalsjahr in China: Milliarden-Poker mit ungewissem Ausgang

Der einstige Platzhirsch auf dem chinesischen Automarkt kämpft ums Überleben. Volkswagen, jahrzehntelang das Maß aller Dinge im Reich der Mitte, hat sich in eine Situation manövriert, die man nur als dramatisch bezeichnen kann. Von stolzen 19,3 Prozent Marktanteil im Jahr 2020 ist der Konzern auf magere 14 Prozent abgestürzt – ein Absturz, der die Wolfsburger Chefetage in helle Aufregung versetzt haben dürfte.

Der tiefe Fall eines deutschen Industriegiganten

Was ist nur aus dem deutschen Vorzeigeunternehmen geworden? Während heimische Hersteller wie BYD, Geely und Nio alle paar Monate neue Modelle oder bedeutende Updates auf den Markt werfen, hinkte Volkswagen jahrelang hinterher. Die Arroganz der Vergangenheit rächt sich nun bitter. Der alte Santana, einst allgegenwärtig als Taxi, Polizeiauto und Dienstwagen für mittlere Beamte, hat dem Konzern bei jungen Chinesen ein verstaubtes Image beschert, das sich nur schwer abschütteln lässt.

Nun versucht der Konzern mit einer beispiellosen Investitionsoffensive das Ruder herumzureißen. Das Herzstück dieser Strategie ist das gigantische Entwicklungszentrum in Hefei – das größte außerhalb Deutschlands. Rund 3,5 Milliarden Euro fließen allein in diesen Standort. Die Rechnung dahinter ist simpel: Wer in China erfolgreich sein will, muss in China entwickeln. Ohne die langen Abstimmungsschleifen mit der Wolfsburger Zentrale sollen die Entwicklungszeiten um bis zu 30 Prozent sinken, die Kosten in manchen Bereichen sogar um die Hälfte.

Partnerschaften als Überlebensstrategie

Besonders aufschlussreich ist die Tatsache, dass Volkswagen ohne chinesische Partner offenbar nicht mehr konkurrenzfähig ist. Die Kooperation mit Xpeng wird kontinuierlich ausgebaut. Gemeinsam entsteht die sogenannte China Electrical Architecture – eine moderne Elektronikplattform, die ab 2026 in allen Volkswagen-Elektroautos in China zum Einsatz kommen soll. Sie ermöglicht fortschrittliches autonomes Fahren und schnelle Software-Updates über die Luft.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein deutscher Automobilkonzern, der einst die Welt mit seiner Ingenieurskunst beeindruckte, ist nun auf chinesische Technologie angewiesen, um im Wettbewerb zu bestehen. Die Allianzen mit Firmen wie Horizon Robotics bei Software und Chips sind keine freiwillige Partnerschaft auf Augenhöhe – sie sind schlicht überlebenswichtig.

Die Produktoffensive nimmt Gestalt an

Bis 2027 plant Volkswagen rund 40 neue Fahrzeuge in China, mehr als die Hälfte davon elektrifiziert. Allein in diesem Jahr sollen über 20 Modelle mit alternativen Antrieben auf den Markt kommen. Die neuen Modellnamen wie AURA, ERA oder UNYX sollen emotionaler und markanter wirken als die nüchternen ID-Nummern-Modelle der Vergangenheit. Die ID.UNYX-Reihe mit ihrem goldenen Logo richtet sich gezielt an lifestyle-orientierte Kunden und soll jüngere Zielgruppen ansprechen.

Das Ziel bis 2030 ist ambitioniert: Rund vier Millionen Fahrzeuge jährlich verkaufen, etwa 15 Prozent Marktanteil halten und weiter die Nummer eins unter den ausländischen Herstellern bleiben.

Ein Weckruf für die deutsche Industrie

Die Situation bei Volkswagen ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Wirtschaft insgesamt. Jahrelang hat man sich auf vergangenen Lorbeeren ausgeruht, während die Konkurrenz nicht schlief. Die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland – von überbordender Bürokratie bis hin zu einer ideologiegetriebenen Energiepolitik – haben ihren Teil dazu beigetragen, dass deutsche Unternehmen international an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Konzernchef Oliver Blume und China-Chef Ralf Brandstätter sprechen selbstbewusst von einem Wendepunkt. Doch Experten sind geteilter Meinung. Manche sehen die Lokalisierung als richtigen und überfälligen Schritt, andere zweifeln, ob ein traditioneller Konzern wie Volkswagen schnell und flexibel genug sein kann, um mit dem berüchtigten "China Speed" mitzuhalten.

Der Markt bleibt gnadenlos, der Preisdruck ist enorm, und die Konkurrenz schläft nicht. 2026 wird zeigen, ob die Milliarden-Investitionen Früchte tragen oder ob Volkswagen weiter an Boden verliert. Für die gesamte deutsche Automobilindustrie steht dabei mehr auf dem Spiel als nur Marktanteile – es geht um die Frage, ob Deutschland als Industriestandort noch eine Zukunft hat.

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