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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
10:31 Uhr

Volksbanken in der Krise: Neue „Bad Bank" soll Milliarden-Schaden abwickeln

Was sich hinter den Kulissen des genossenschaftlichen Bankensektors abspielt, dürfte so manchem Sparer die Nackenhaare aufstellen. Die Volks- und Raiffeisenbanken haben mit der BAG Treuhand eine neue Abwicklungsgesellschaft aus der Taufe gehoben – im Klartext: eine Bad Bank, die sich um die Hinterlassenschaften eines der größten Stützungsfälle der jüngeren Genossenschaftsgeschichte kümmern soll. Es geht um ein Volumen von rund 850 Millionen Euro an problematischen Krediten und Projekten, die von der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus stammen.

Ein Rettungsfall mit Ansage

Die Raiffeisenbank im Hochtaunus musste im vergangenen Jahr mit satten 438 Millionen Euro durch die BVR-Sicherungseinrichtung – das Auffangnetz des genossenschaftlichen Sektors – gestützt werden. Anschließend übernahm die Volksbank Mittelhessen das angeschlagene Institut. Doch die toxischen Altlasten, insbesondere aus dem Bauträger- und Projektentwicklungsgeschäft, wollte man verständlicherweise nicht in den eigenen Büchern behalten. Also wurden Geschäfte im Volumen von 850 Millionen Euro an die BAG Hamm abgegeben, die als Abwicklungsbank des genossenschaftlichen Sektors fungiert.

Nur: Die BAG Hamm ächzt längst unter der Last. Ihr Chef René Kunsleben räumte ein, dass man die BAG Treuhand gegründet habe, damit sich diese als Dienstleisterin um das ausgelagerte Geschäft der früheren Raiffeisenbank kümmere. Die Forderungen selbst verblieben zwar formal in den Büchern der BAG Hamm, doch die operative Abwicklung übernimmt nun die neue Gesellschaft. Peter Hanker, Co-Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen, sprach diplomatisch von einer „großen Arbeitsbelastung" bei der BAG Hamm. Man könnte auch sagen: Der Laden platzt aus allen Nähten.

Stützungsfälle häufen sich – ein beunruhigender Trend

Besonders alarmierend ist der Blick auf die Gesamtlage. In den Jahren 2024 und 2025 hat die BVR-Sicherungseinrichtung bei fünf Banken Risiken im Volumen von rund 1,4 Milliarden Euro abgesichert. Fünf Banken in nur zwei Jahren – das ist kein Einzelfall mehr, das ist ein Muster. Und es wirft die unbequeme Frage auf, wie solide das Fundament des genossenschaftlichen Bankensektors tatsächlich noch ist.

Die BAG Treuhand beschäftigt derzeit gerade einmal acht Mitarbeiter – fünf ehemalige Beschäftigte der Raiffeisenbank im Hochtaunus und drei von der BAG Hamm. Mit diesem Miniteam soll ein dreistelliger Millionenberg an Problemkrediten abgetragen werden. Ob das reicht? Die Hoffnung ruht darauf, dass manche Immobilien aus dem Bauträgergeschäft doch noch fertiggestellt und verkauft werden können. Hanker formulierte es optimistisch: Man habe das Ziel, einen großen Teil der Risikoabschirmung durch die Sicherungseinrichtung letztlich zurückgeben zu können.

Vorsorge für weitere Krisenfälle

Dass man im genossenschaftlichen Sektor offenbar mit weiteren Problemfällen rechnet, zeigt eine bemerkenswerte Aussage Kunsleben: Die Gremien des BVR hätten bereits im vergangenen Herbst mehrere Maßnahmen beschlossen, damit die BAG Hamm auch weitere größere Assets übernehmen könne. Details? Fehlanzeige. Weder der BVR noch die BAG Hamm wollten sich dazu äußern. Die Belegschaft der BAG-Gruppe sei inzwischen auf knapp 200 Mitarbeiter angewachsen – ein deutliches Zeichen dafür, dass der Abwicklungsbedarf stetig zunimmt.

Ein Symptom tieferliegender Probleme

Was wir hier beobachten, ist mehr als ein isolierter Bankenskandal. Es ist ein Symptom für die strukturellen Verwerfungen im deutschen Immobilien- und Kreditmarkt, die durch Jahre der Niedrigzinspolitik, überhitzte Bauträgerprojekte und eine zunehmend fragile Wirtschaftslage befeuert wurden. Während die Politik in Berlin mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen neue Schuldenrekorde aufstellt und die Inflation weiter anheizt, müssen die Genossenschaftsbanken an der Basis die Scherben zusammenkehren.

Für den normalen Bürger, der sein Erspartes bei der örtlichen Volksbank wähnt, sollte dieser Vorgang ein Weckruf sein. Die Zeiten, in denen man sein Geld blind einer Bank anvertrauen konnte, sind vorbei. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, tut gut daran, über den Tellerrand hinauszublicken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfester Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, ob Banken wanken, Währungen an Kaufkraft verlieren oder politische Entscheidungsträger einmal mehr über ihre Verhältnisse wirtschaften. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Sicherheit, die das Bankensystem offensichtlich nicht mehr in jedem Fall garantieren kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für individuelle Anlageentscheidungen übernehmen wir keine Haftung. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen unabhängigen Finanzberater.

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