
Usbekistan macht's vor: Steuerfreie Zone und Goldboom – während Deutschland sich selbst stranguliert
Während die deutsche Politik den Bürger mit immer neuen Abgaben, Vorschriften und ideologisch motivierten Vorschriften überzieht, geht ein Land in Zentralasien einen radikal anderen Weg. Usbekistan, das einstige Sorgenkind sowjetischer Planwirtschaft, lockt Investoren mit einem Versprechen, das in Berlin geradezu utopisch klingen dürfte: null Prozent Steuern.
Ein Wirtschaftswunder am Rande der Seidenstraße
Auf dem Tashkent International Investment Forum kündigte Präsident Shavkat Mirziyoyev am Mittwoch die Gründung des Tashkent International Financial Center an – einer steuer- und zollfreien Zone, die nach englischem Common Law funktionieren soll. Man stelle sich das Ausmaß vor: Gewinnsteuer, Mehrwertsteuer, Grundsteuer und Zollabgaben – allesamt auf null gesetzt.
"Wir sind immer offen für Investoren, die an einer Zusammenarbeit mit Usbekistan interessiert sind, und bereit für eine gleichberechtigte und beiderseitig vorteilhafte Partnerschaft", soll der Präsident in seiner Eröffnungsrede erklärt haben.
Freier Kapitalverkehr, Zahlungen in jeder beliebigen Währung, ein modernes System für Finanztechnologien und digitale Vermögenswerte – garantiert ohne Bedingungen. Wer in Deutschland schon einmal versucht hat, ein Unternehmen zu gründen oder Kapital ins Ausland zu transferieren, dürfte bei solchen Worten nur noch ungläubig den Kopf schütteln.
Das Gold treibt das Wachstum
Doch das eigentlich Spannende verbirgt sich in einer fast beiläufigen Nebenbemerkung: Usbekistan ist ein bedeutender Goldproduzent – und genau dieser Umstand befeuert die Wirtschaft des Landes massiv. Mit beachtlichen 7,7 Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 lässt das zentralasiatische Land die europäischen Stagnationsökonomien wie alte, müde Riesen zurück.
Die Triebfedern: eine junge, wachsende Bevölkerung von fast 40 Millionen Menschen – und hohe Goldpreise. Das Edelmetall, das von manchen Finanzexperten gerne als "barbarisches Relikt" verspottet wird, erweist sich erneut als das, was es seit Jahrtausenden ist: solider, krisenfester Wertspeicher. Während Papierwährungen durch Gelddruckerei und politische Verantwortungslosigkeit erodieren, glänzt das Gold unbeirrt weiter.
Reformen statt Regulierungswut
Seit seinem Amtsantritt 2016 hat Mirziyoyev die Kapitalverkehrskontrollen abgebaut, die unter seinem Vorgänger Islam Karimov das Wachstum erstickt hatten. Im Mai wurde zudem ein Paket von Minderheitsbeteiligungen an Staatsunternehmen an der Londoner Börse platziert – der größte Börsengang des Landes seit 2021.
Man muss kein glühender Bewunderer der dortigen politischen Verhältnisse sein, um zu erkennen: Hier wird Wirtschaftspolitik gemacht, die auf Wachstum, Investition und Wohlstand abzielt. In Deutschland hingegen verankert man die Klimaneutralität ins Grundgesetz, plant 500-Milliarden-Schuldenberge und wundert sich anschließend, warum die Wirtschaft nicht mehr in Schwung kommt.
Was lernen wir daraus?
Die Geschichte zeigt einmal mehr: Wer auf Substanz setzt – auf echte Werte wie Gold –, der baut auf Fundamenten, die keine Notenbank über Nacht entwerten kann. Während Politiker mit Versprechen jonglieren, behält das Edelmetall seinen Glanz. Eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle zu einem breit gestreuten Vermögen kann daher als sinnvoller Baustein zur langfristigen Vermögenssicherung dienen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen. Für getroffene Anlageentscheidungen trägt jeder Leser selbst die volle Verantwortung.

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