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Kettner Edelmetalle
04.03.2026
19:46 Uhr

US-Dienstleistungssektor auf Höhenflug – doch der Nahost-Krieg wirft lange Schatten

Während sich die amerikanische Wirtschaft mit beeindruckenden Zahlen aus dem Dienstleistungssektor schmückt, braut sich am geopolitischen Horizont ein Sturm zusammen, der die rosige Konjunkturlage jäh beenden könnte. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor kletterte im Februar auf 56,1 Punkte – den höchsten Stand seit Juli 2022. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 53,5 gerechnet. Eine faustdicke Überraschung.

Unternehmen rüsten sich für den Frühling – und für Unsicherheit

Was auf den ersten Blick wie eine Jubelstory klingt, hat durchaus tiefere Ursachen. Amerikanische Unternehmen haben ihre Lagerbestände massiv aufgebaut – der entsprechende Teilindex schnellte von 45,1 auf 56,4 Punkte empor. Drei Quartale in Folge waren die Bestände zuvor geschrumpft. Nun bereiten sich die Firmen offenbar auf eine kräftige Nachfrage in den kommenden Monaten vor. „Die Lagerbestände werden aufgebaut, um die Aktivität der nächsten drei Quartale vorzubereiten", hieß es aus den Reihen der befragten Unternehmen. Man mache sich bereit für das Frühjahrsgeschäft.

Auch die Auftragslage stimmt optimistisch: Der Teilindex für neue Aufträge stieg auf 58,6 – den höchsten Wert seit September 2024. Exportaufträge erholten sich auf ein Niveau, das zuletzt im Juli 2024 erreicht wurde. Vierzehn Dienstleistungsbranchen, darunter Bergbau, Großhandel, Versorgungsunternehmen und Bildungsdienstleistungen, meldeten Wachstum.

Der Elefant im Raum: Krieg und Ölpreise

Doch die eigentliche Geschichte spielt sich nicht in den Büros amerikanischer Einkaufsmanager ab, sondern im Nahen Osten. Seit die USA und Israel Luftangriffe auf den Iran gestartet haben und Teheran mit Vergeltungsschlägen reagierte, sind die Benzinpreise in den Vereinigten Staaten um mindestens 20 Cent pro Gallone gestiegen. Die Ölpreise bewegen sich nahe ihrer Mehrmonatshochs. Ein regionaler Flächenbrand droht.

Goldman Sachs hat errechnet, dass jeder Anstieg des Ölpreises um 10 Dollar pro Barrel das BIP-Wachstum im vierten Quartal 2025 um etwa 0,1 Prozentpunkte drücken würde – vorausgesetzt, die Preise stabilisierten sich auf dem höheren Niveau. Im schlimmsten Fall könnte der Bremseffekt sogar 0,13 Prozentpunkte betragen, da die Unsicherheit über die Dauer des Konflikts Investitionen im Energiesektor hemme. Ökonomen von Wells Fargo schätzen zudem, dass ein nachhaltiger Ölpreisanstieg von zehn Prozent die Verbraucherpreisinflation im zweiten und dritten Quartal um rund 0,3 Prozentpunkte nach oben treiben könnte.

Zollchaos als zusätzlicher Belastungsfaktor

Als wäre die geopolitische Lage nicht schon brisant genug, sorgt auch die Handelspolitik von Präsident Donald Trump für erhebliche Verunsicherung. Nachdem der Supreme Court die weitreichenden Importzölle, die Trump unter Berufung auf ein Notstandsgesetz verhängt hatte, kippte, reagierte der Präsident prompt mit einem globalen Zoll von zunächst zehn Prozent für 150 Tage – mit der Ankündigung, diesen auf 15 Prozent zu erhöhen. Die Preise an den Fabriktoren schossen bereits im Februar in die Höhe, angetrieben durch steigende Stahl- und Aluminiumpreise, die sich durch die gesamte Wertschöpfungskette fressen.

Bemerkenswert ist allerdings, dass die Unternehmen trotz der zunehmenden Klagen über Handelsunsicherheit offenbar gelernt haben, mit den ständig wechselnden Zollregeln umzugehen. Steve Miller, Vorsitzender des ISM-Dienstleistungsausschusses, betonte, es gebe „keinen Alarm hinsichtlich der Lieferkettenleistung". Die Firmen hätten Fähigkeiten entwickelt, um routinemäßig auf Veränderungen in der Zollpolitik zu reagieren.

Arbeitsmarkt stabilisiert sich – aber Risse werden sichtbar

Der Beschäftigungsindex im Dienstleistungssektor verbesserte sich leicht auf 51,8 von 50,3 im Januar. Einige Unternehmen stellten in Erwartung einer robusten Wirtschaftsaktivität ein. Andere berichteten jedoch von einem beunruhigenden Phänomen: Die verschärfte Durchsetzung der Einwanderungsgesetze habe dazu geführt, dass „einige Mitarbeiter nicht mehr zur Arbeit erscheinen". Im Transportwesen klagten Firmen über extrem knappe Kapazitäten und Ratensprünge von 30 bis 40 Prozent – teilweise zurückgeführt auf die Anforderung der Regierung, dass alle gewerblichen Fahrer Englisch beherrschen müssten.

Die privaten Beschäftigtenzahlen stiegen laut ADP-Bericht im Februar um 63.000 – nach einem mageren Zuwachs von nur 11.000 im Januar. Für den offiziellen Arbeitsmarktbericht erwarteten Ökonomen einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft um 59.000 bei einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Kombination aus robustem Wirtschaftswachstum und hartnäckiger Inflation dürfte die Federal Reserve dazu veranlassen, die Zinsen auf ihrer Sitzung am 17. und 18. März unverändert zu lassen. „Es gibt keine Rechtfertigung für eine Zinssenkung", stellte John Ryding von Brean Capital unmissverständlich klar. Für Sparer und Anleger bedeutet dies: Das Hochzinsumfeld bleibt bestehen, während gleichzeitig geopolitische Risiken und Inflationsdruck zunehmen.

In einem solchen Umfeld – geprägt von Kriegen, Zollchaos und geldpolitischer Unsicherheit – erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben in Zeiten geopolitischer Krisen und steigender Inflation historisch stets ihre Stärke bewiesen. Wer sein Portfolio gegen die wachsenden Unwägbarkeiten absichern möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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