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Kettner Edelmetalle
14.04.2026
08:39 Uhr

US-Blockade der Straße von Hormus: Öltanker auf dem Weg nach China zur Umkehr gezwungen

US-Blockade der Straße von Hormus: Öltanker auf dem Weg nach China zur Umkehr gezwungen

Was sich in diesen Tagen in einer der strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Welt abspielt, hat das Potenzial, die geopolitische Ordnung grundlegend zu erschüttern. Die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump haben eine Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete in der Straße von Hormus errichtet – und die Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten. Mindestens zwei Öltanker drehten unmittelbar nach Beginn der Blockade ab, darunter ein beladenes Schiff mit dem Ziel China.

Vom Rekordverkehr zum Stillstand in 24 Stunden

Noch am Sonntag herrschte reger Betrieb in der Meerenge: 19 Schiffe passierten die Straße von Hormus in beide Richtungen – die höchste Zahl seit Beginn der Feindseligkeiten in der Region. Präsident Trump sprach sogar von 34 Schiffen. Doch bereits am Montagmorgen kehrte gespenstische Stille ein. Gerade einmal vier Schiffe wurden beobachtet: Ein einzelner Flüssiggastanker fuhr in den Golf ein, drei kleine Treibstofftanker rasten förmlich aus der Meerenge heraus – nur Stunden bevor die Blockade um 10 Uhr New Yorker Zeit in Kraft trat.

Die USA haben für diese Operation mehr als 15 Kriegsschiffe in der Region stationiert, darunter einen Flugzeugträger, mehrere Lenkwaffenzerstörer, ein amphibisches Angriffsschiff sowie weitere Kriegsschiffe. Diese Flotte verfüge über die Fähigkeit, Hubschrauber für Enteroperationen zu starten und Handelsschiffe in bestimmte Gebiete zu dirigieren, um sie dort festzuhalten. Der pensionierte Vizeadmiral Kevin Donegan erklärte, die Kriegsschiffe würden voraussichtlich außerhalb der Straße von Hormus operieren, um iranischen Bedrohungen auszuweichen. Blockaden bräuchten Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten, so Donegan.

Tanker „Rich Starry" dreht binnen Minuten ab

Besonders aufschlussreich ist der Fall des 188 Meter langen Tankers Rich Starry. Das Schiff hatte am 13. April den Ankerplatz von Schardscha verlassen und war beladen unterwegs – mit einem gemeldeten Tiefgang von 11,3 Metern und dem deklarierten Ziel China. Doch nur Minuten nachdem es sich dem Nadelöhr näherte, drehte der Tanker ab. Ein zweiter Tanker, die 175 Meter lange Ostria, kehrte ebenfalls um. Diese Kehrtwenden demonstrieren die unmittelbare Durchschlagskraft der amerikanischen Seeblockade eindrucksvoller als jede diplomatische Note.

Peking warnt Washington – doch wie glaubwürdig ist die Drohung?

Die Lage wird durch unbestätigte Berichte zusätzlich verschärft, wonach China die USA davor gewarnt haben soll, chinesische Schiffe und Tanker abzufangen. Andernfalls drohe man mit Konsequenzen, die möglicherweise auch militärische Provokationen einschließen könnten. Chinas Verteidigungsminister Dong Jun soll der Trump-Administration eine Botschaft übermittelt haben, in der Peking seine Absicht betonte, weiterhin in der Straße von Hormus zu operieren und seine Abkommen mit dem Iran einzuhalten. Man habe Handels- und Energieabkommen mit Teheran, die man respektieren und einhalten werde – und erwarte, dass andere sich nicht in chinesische Angelegenheiten einmischten. Der Iran kontrolliere die Straße von Hormus, und sie sei für China offen.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung blieb diese Drohung allerdings offiziell unbestätigt. Sollte sie sich jedoch bewahrheiten, stünde die Welt vor einer brandgefährlichen Eskalation zwischen den beiden größten Volkswirtschaften des Planeten – diesmal nicht an einem Verhandlungstisch über Zölle, sondern auf hoher See.

Schattenflotte und abgeschaltete Transponder

Die Blockade dürfte nach Einschätzung von Beobachtern dazu führen, dass immer mehr Schiffe ihre Ortungssignale abschalten, um in den Hochrisiko-Schifffahrtsrouten einer Entdeckung zu entgehen. Schon jetzt sei es schwierig, ein genaues Bild davon zu bekommen, was tatsächlich durch die Meerenge fließe. Die berüchtigte „Schattenflotte" – jene Tanker, die unter Umgehung westlicher Sanktionen iranisches, russisches oder venezolanisches Öl transportieren – dürfte in den kommenden Wochen weiter anwachsen.

Bemerkenswert ist zudem, dass zwei sanktionierte Supertanker, beladen mit iranischem Rohöl, vor indischen Häfen vor Anker gegangen seien. Es wären die ersten derartigen Lieferungen nach Indien seit fast sieben Jahren. Ob die US-Blockade bestehende Ausnahmegenehmigungen und bereits getätigte Käufe beeinflussen wird, bleibt unklar. Ebenso offen ist die Frage, ob Washington die gewährte Ausnahme von den Iran-Ölsanktionen verlängern oder zurücknehmen wird.

Was bedeutet das für die Weltwirtschaft – und für Ihr Vermögen?

Die Straße von Hormus ist die Lebensader der globalen Energieversorgung. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt durch dieses nur 33 Kilometer breite Nadelöhr. Jede Störung hier treibt die Ölpreise in die Höhe, befeuert die Inflation und destabilisiert ohnehin fragile Volkswirtschaften. Für Deutschland, das sich unter der neuen Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD gerade ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen gönnt und damit die Schuldenlast künftiger Generationen weiter aufbläht, könnte eine Ölpreisexplosion zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt kommen.

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Spannungen eskalieren, Währungen unter Druck geraten und die Inflation durch politische Fehlentscheidungen weiter angeheizt wird, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio nicht ausschließlich den Launen der Weltpolitik und den Experimenten der Notenbanken ausliefern möchte, tut gut daran, einen substanziellen Anteil in greifbaren Werten zu halten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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