
US-Arbeitsmarkt schwächelt: Nur 50.000 neue Stellen im Dezember – doch die Arbeitslosenquote sinkt überraschend

Die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten zeichnen ein zwiespältiges Bild der größten Volkswirtschaft der Welt. Während die Zahl der neu geschaffenen Stellen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, überraschte die sinkende Arbeitslosenquote die Märkte positiv. Ein klassisches Goldilocks-Szenario, das der Federal Reserve vorerst Handlungsspielraum verschafft – doch die Frage bleibt: Wie lange noch?
Die nackten Zahlen: Enttäuschung bei den Neueinstellungen
Das Bureau of Labor Statistics vermeldete für Dezember lediglich 50.000 neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft. Diese Zahl verfehlte die ohnehin schon gedämpften Erwartungen der Analysten, die ebenfalls von 50.000 neuen Stellen ausgegangen waren. Besonders bemerkenswert ist jedoch der Blick in den Rückspiegel: Die Zahlen für Oktober wurden um satte 68.000 nach unten korrigiert – von minus 105.000 auf erschreckende minus 173.000. Auch November musste eine Revision von 8.000 Stellen nach unten verkraften.
Was bedeutet das in der Summe? Die Beschäftigung in den Monaten Oktober und November zusammengenommen liegt nun 76.000 Stellen unter den ursprünglich gemeldeten Werten. Ein Muster, das sich durch das gesamte Jahr 2025 zieht: Jede einzelne monatliche Erstmeldung wurde nachträglich nach unten korrigiert. Man könnte fast meinen, die Statistikbehörde betreibe systematische Schönfärberei.
Lichtblick Arbeitslosenquote – oder trügerischer Schein?
Während die Stellenzuwächse enttäuschten, sorgte die Arbeitslosenquote für einen Hoffnungsschimmer. Sie sank von revidierten 4,5 Prozent auf 4,4 Prozent – immer noch der höchste Stand seit 2021, abgesehen vom November 2025, aber immerhin eine Verbesserung. Die Erwerbsbeteiligungsquote verharrte bei 62,4 Prozent, was auf eine gewisse Stabilität hindeutet.
Doch wer genauer hinschaut, entdeckt beunruhigende Entwicklungen unter der Oberfläche. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen – Menschen, die seit mehr als 27 Wochen ohne Beschäftigung sind – stieg im Jahresvergleich um 397.000 auf 1,9 Millionen. Diese Gruppe macht mittlerweile 26 Prozent aller Arbeitslosen aus. Noch alarmierender: Die Zahl der unfreiwillig Teilzeitbeschäftigten kletterte im Jahresvergleich um 980.000 auf 5,3 Millionen.
Gewinner und Verlierer nach Branchen
Die Gastronomie und das Gesundheitswesen erwiesen sich einmal mehr als Jobmotoren. Restaurants und Bars schufen 27.000 neue Stellen, das Gesundheitswesen legte um 21.000 zu. Soziale Dienste verzeichneten einen Zuwachs von 17.000 Arbeitsplätzen.
Auf der Verliererseite steht der Einzelhandel mit einem Verlust von 25.000 Stellen. Besonders hart traf es Warenhäuser und Supermärkte mit einem Minus von 19.000 Jobs. Die Bundesregierung verzeichnete seit ihrem Beschäftigungshoch im Januar einen dramatischen Rückgang um 277.000 Stellen – ein Minus von 9,2 Prozent.
Ein besorgniserregender Trend: Einheimische versus ausländische Arbeitskräfte
Eine Entwicklung verdient besondere Aufmerksamkeit: Die Zahl der in den USA geborenen Arbeitnehmer sank im Dezember um 656.000 auf 132,6 Millionen, während die Zahl der im Ausland geborenen Beschäftigten um 310.000 auf 32,4 Millionen anstieg. Dies stellt eine teilweise Umkehrung der Trends dar, die im Jahr 2025 beobachtet wurden, und dürfte in der politischen Debatte um Einwanderung und Arbeitsmarkt für zusätzlichen Zündstoff sorgen.
Was bedeutet das für die Fed und die Märkte?
David Russell, Leiter der Marktstrategie bei TradeStation, brachte es auf den Punkt: Der Arbeitsmarkt habe nach einem Jahr politischer Schocks ein Gleichgewicht erreicht. Es gebe keine roten Flaggen, die die Fed zu sofortigen Zinssenkungen zwingen würden. Die Inflation bleibe der wichtigere Faktor für die Zinspolitik als die Beschäftigung.
Für Anleger bedeutet dies: Die Fed dürfte auf Autopilot bleiben und in diesem Jahr voraussichtlich noch mindestens zwei weitere Zinssenkungen vornehmen – sofern keine größeren Verwerfungen eintreten. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Inflationsdaten der kommenden Woche.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und schwankender Arbeitsmärkte suchen viele Anleger nach stabilen Wertanlagen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als verlässlicher Wertspeicher in turbulenten Zeiten bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung eines breit diversifizierten Portfolios darstellen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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