
Ukraine fordert Rückkehr ihrer Fachkräfte: Deutschland soll seine „Gäste" wieder ziehen lassen
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makejew, hat eine bemerkenswerte Forderung aufgestellt, die in Berlin für Stirnrunzeln sorgen dürfte. Die Ukraine wolle ihre nach Deutschland geflüchteten Landsleute zurück – und zwar nicht nur die Arbeitslosen, sondern gerade die gut integrierten Fachkräfte. Ein Ansinnen, das die deutsche Willkommenspolitik vor neue Herausforderungen stellt.
Wiederaufbau braucht Menschen – aber welche?
In einem Interview mit dem ukrainischen Online-Magazin European Pravda machte Makejew deutlich, dass sein Land für den Wiederaufbau dringend auf die Rückkehr seiner Bürger angewiesen sei. Besonders pikant: Gerade die in Deutschland gut integrierten Ukrainer mit Deutschkenntnissen seien für die Heimat unverzichtbar. „Ohne die Rückkehr der Ukrainer gebe es keine Hoffnung auf den Wiederaufbau oder die Schaffung eines wohlhabenden Landes", so der Diplomat.
Diese Aussage wirft ein interessantes Licht auf die deutsche Integrationspolitik. Jahrelang wurde uns gepredigt, wie wichtig die Integration von Flüchtlingen sei. Nun zeigt sich: Was Deutschland mühsam aufbaut, will die Ukraine wieder für sich beanspruchen. Die Frage drängt sich auf: Wofür betreibt Deutschland eigentlich diesen enormen Integrationsaufwand?
Das Ende der Dauergastfreundschaft naht
Die EU hat bereits angekündigt, dass der Schutzstatus für Ukrainer nach 2026 nicht mehr pauschal verlängert werde. Stattdessen solle individuell über jeden Einzelfall entschieden werden. Ein überfälliger Schritt, möchte man meinen. Schließlich kann Kriegsflucht kein Dauerzustand sein – weder für die Geflüchteten noch für die aufnehmenden Länder.
Die CSU geht noch einen Schritt weiter und fordert das Ende der Sozialleistungen für wehrfähige ukrainische Männer. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer brachte es auf den Punkt: „Es muß endlich Schluß sein mit dem Bürgergeldbezug für männliche Ukrainer im wehrfähigen Alter." Diese müssten entweder in Deutschland arbeiten oder in der Ukraine Wehrdienst leisten.
150.660 Männer im wehrfähigen Alter kassieren Bürgergeld
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lebten im März 2025 exakt 150.660 männliche Leistungsbezieher mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 18 und 63 Jahren in Deutschland. Während ihre Landsleute an der Front ihr Leben riskieren, genießen diese Männer die deutsche Sozialfürsorge. Ein Zustand, der nicht nur moralisch fragwürdig ist, sondern auch den deutschen Steuerzahler belastet.
Deutschland als Ausbildungslager für die Ukraine?
Besonders bemerkenswert ist Makejews Hinweis, dass Deutschland Mittel für Umschulungs- und Bildungsprogramme für Binnenvertriebene in der Ukraine bereitstelle. Mit anderen Worten: Der deutsche Steuerzahler finanziert nicht nur die hier lebenden Ukrainer, sondern investiert auch noch in Programme vor Ort. Deutschland mutiert zum kostenlosen Ausbildungszentrum für ukrainische Fachkräfte, die anschließend wieder in ihre Heimat zurückkehren sollen.
Diese Politik wirft grundsätzliche Fragen auf: Warum sollte Deutschland Milliardenbeträge in die Integration von Menschen investieren, die ohnehin wieder gehen sollen? Wäre es nicht sinnvoller, diese Mittel in die eigene Bevölkerung zu investieren oder zumindest in Migranten, die dauerhaft bleiben wollen?
Die Rechnung ohne den Wirt gemacht?
Makejews Forderung offenbart ein grundlegendes Problem der deutschen Migrationspolitik: Man hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Während Berlin von Integration und Fachkräftemangel spricht, denken die Herkunftsländer längst an die Rückkehr ihrer Bürger. Die Ukraine macht deutlich: Die gut ausgebildeten Landsleute mit Deutschkenntnissen werden zu Hause gebraucht.
Es bleibt abzuwarten, wie die neue Große Koalition unter Friedrich Merz auf diese Forderungen reagieren wird. Eines ist jedoch klar: Die Zeit der bedingungslosen Willkommenskultur neigt sich dem Ende zu. Die Realität holt die deutsche Politik ein – und mit ihr die Erkenntnis, dass Gastfreundschaft keine Einbahnstraße sein kann.
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