
Trumps Zollhammer trifft Kanada – während Europa sich selbst zerlegt

Es ist ein Paukenschlag, wie ihn Washington nur selten produziert: US-Präsident Donald Trump dreht im Handelsstreit mit dem nördlichen Nachbarn erneut kräftig an der Zollschraube. Bis zu 50 Prozent zusätzliche Abgaben sollen künftig auf kanadische Importwaren erhoben werden – ein Volumen von rund 20 Milliarden US-Dollar, das damit deutlich verteuert wird. Die Begründung aus dem Weißen Haus klingt schlicht und selbstbewusst zugleich: Man reagiere auf eine „diskriminierende Behandlung amerikanischer Produkte“.
Hockeyschläger, Wein und Zement – die kuriose Liste der Strafzölle
Wer die betroffenen Warengruppen studiert, reibt sich verwundert die Augen. Auf der Abschussliste stehen unter anderem Hockeyschläger, Wein und Zement. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer bezifferte den Umfang der betroffenen Einfuhren auf etwa 20 Milliarden Dollar. In Kraft treten sollen die neuen Abgaben laut Proklamation am 19. August – also dreißig Tage nach Unterzeichnung. Das erklärte Ziel: bessere Exportbedingungen für die amerikanische Automobilindustrie zu erzwingen.
Verschont bleiben immerhin Energieerzeugnisse, Kalidünger, Fisch sowie strategisch wichtige Mineralien. Doch pikanterweise sollen nun auch Produkte unter die Zölle fallen, die bislang durch das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA geschützt gewesen seien. Dieses 2020 geschlossene Abkommen ist ausgelaufen, und die Verhandlungen über eine Neuauflage könnten sich – so heißt es – bis ins Jahr 2036 hinziehen. Man ahnt: Hier wird nicht verhandelt, hier wird Druck aufgebaut.
Eine Regierung, die für ihr Land kämpft
Man mag von Trumps rüden Methoden halten, was man will. Doch eines lässt sich nicht bestreiten: Hier agiert eine Führung, die ihre heimische Industrie mit Zähnen und Klauen verteidigt. Zölle sind zum zentralen Instrument seiner zweiten Amtszeit geworden. Ob das ökonomisch klug ist, mag der Zukunft überlassen bleiben – die Botschaft aber ist eindeutig: Amerika stellt sich hinter seine eigenen Arbeiter und Fabriken.
Während Washington Stoppschilder für ausländische Konkurrenz aufstellt, öffnet Brüssel seine Tore weit für chinesische Elektroautos – und wundert sich anschließend über die Krise der eigenen Schlüsselindustrie.
Und genau hier liegt der eigentliche Skandal, den man nicht in Ottawa, sondern in Berlin und Brüssel suchen muss. Die deutsche Automobilindustrie, mit über 500 Milliarden Euro Jahresumsatz einst das stolze Rückgrat unserer Wirtschaft, wird durch ideologiegetriebene Klimavorgaben, Verbrennerverbote und ein bürokratisches Regelungsdickicht Stück für Stück demontiert. Nicht ausländische Konkurrenten zerstören unsere Werke – wir selbst schwingen die Abrissbirne.
Ein juristischer Dämpfer aus Washington
Ganz reibungslos läuft Trumps Zollpolitik freilich nicht. Der Oberste Gerichtshof habe seine auf ein Notstandsgesetz gestützten Maßnahmen zuletzt eingeschränkt, weshalb die Regierung nun nach alternativen rechtlichen Wegen suche. Ein Beweis dafür, dass selbst der mächtigste Mann der Welt an rechtsstaatliche Schranken stößt – etwas, wovon man sich in Teilen der europäischen Politik durchaus eine Scheibe abschneiden könnte.
Was der deutsche Steuerzahler daraus lernen sollte
Die entscheidende Lehre für den Bürger hierzulande: Wenn Handelskriege toben, Währungen unter Druck geraten und ganze Industriezweige ins Wanken kommen, zeigt sich der wahre Wert beständiger Sachwerte. Physisches Gold und Silber kennen keine Zollschranken, keine politischen Notstandsgesetze und keine grüne Verbotspolitik. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen haben Edelmetalle über Jahrhunderte hinweg ihre Widerstandskraft bewiesen – gerade dann, wenn Papierwährungen und Aktienmärkte im Sturm der Weltpolitik schwanken.
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