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18.02.2026
20:47 Uhr

Trumps Warnung an London: „Gebt Diego Garcia nicht her!" – Steht ein Großangriff auf den Iran bevor?

Trumps Warnung an London: „Gebt Diego Garcia nicht her!" – Steht ein Großangriff auf den Iran bevor?

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten spitzen sich in einer Weise zu, die an die düstersten Kapitel der jüngeren Militärgeschichte erinnert. US-Präsident Donald Trump hat den britischen Premierminister Keir Starmer in einer unmissverständlichen Botschaft auf seiner Plattform Truth Social aufgefordert, die strategisch bedeutsame Insel Diego Garcia im Indischen Ozean unter keinen Umständen abzugeben. Der Grund: Die Vereinigten Staaten könnten den Militärstützpunkt schon bald für einen möglichen Angriff auf den Iran benötigen.

Diego Garcia: Schachfigur auf dem globalen Spielbrett

Die winzige Koralleninsel im Chagos-Archipel mag auf der Weltkarte kaum auffindbar sein, doch ihre militärstrategische Bedeutung ist kaum zu überschätzen. Seit Jahrzehnten nutzen die USA den dortigen Stützpunkt als Drehscheibe für Operationen im Nahen Osten und in Südasien. Nun droht Großbritannien, diesen Trumpf aus der Hand zu geben – durch einen umstrittenen 100-Jahres-Pachtvertrag, der die Souveränität über das Gebiet faktisch aufgeben würde.

Trump formulierte seine Warnung mit der ihm eigenen Direktheit: Sollte der Iran sich weigern, ein Abkommen zu schließen, könnte es notwendig werden, dass die Vereinigten Staaten sowohl Diego Garcia als auch den britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford nutzten, um „einen potenziellen Angriff eines höchst instabilen und gefährlichen Regimes auszuschalten". Premierminister Starmer solle die Kontrolle über Diego Garcia „aus keinem Grund" verlieren. Dass Trump den britischen Regierungschef derart öffentlich maßregelt, spricht Bände über das angespannte Verhältnis zwischen Washington und London – und über die Dringlichkeit der Lage.

Eine Armada formiert sich

Die Fakten sprechen eine unmissverständliche Sprache. Zwei amerikanische Flugzeugträgergruppen befinden sich bereits in der Region. Ein Dutzend Kriegsschiffe, Hunderte Kampfjets und modernste Luftabwehrsysteme wurden zusammengezogen. Allein in diesem Monat hätten über 150 militärische Frachtflüge Waffen in den Nahen Osten transportiert – und der Strom an Nachschub reiße nicht ab. Was sich hier zusammenbraut, ist keine Übung. Es ist die größte amerikanische Militärkonzentration in der Region seit Jahren.

Quellen, die dem israelischen Regierungsapparat nahestehen sollen, warnen bereits offen: Das Weiße Haus sei „einem großen Krieg im Nahen Osten näher, als den meisten Amerikanern bewusst" sei. Eine solche Operation würde demnach nicht Tage, sondern Wochen oder gar Monate dauern – eine „massive" Kampagne, die in ihrem Ausmaß weit über die israelisch geführte Zwölf-Tage-Offensive vom vergangenen Juni hinausgehen würde. Man erinnere sich: Schon damals eskalierte die Lage dramatisch, als Israel iranische Atomanlagen angriff und die USA sich schließlich der Operation anschlossen.

Verhandlungen als Zeitspiel?

Parallel zur militärischen Eskalation laufen indirekte Verhandlungen – zunächst im Oman, dann in Genf. Beide Seiten sprechen von „Fortschritten". Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, man habe sich auf grundlegende „Leitprinzipien" zur Beilegung des Atomstreits verständigt. Doch die Substanz dieser Einigung scheint dünn wie Pergament. Ein iranischer Offizieller soll dem Wall Street Journal gesagt haben, die Kluft zwischen dem, was Washington akzeptieren wolle, und dem, was Teheran zu geben bereit sei, sei „unüberbrückbar".

Die iranische Seite hat um zwei Wochen Zeit gebeten, um detaillierte Vorschläge auszuarbeiten. Doch hat Teheran diese zwei Wochen überhaupt? Angesichts der gewaltigen Militärpräsenz vor seiner Haustür dürfte das Regime in Teheran vor allem eines tun: Zeit kaufen. Die Parallelen zum Vorabend früherer Konflikte – man denke an den Irak 2003 – sind frappierend und beunruhigend zugleich.

Demokratische Kontrolle? Fehlanzeige!

Was besonders alarmieren sollte: All diese Vorbereitungen für einen potenziell verheerenden Militärschlag finden praktisch ohne öffentliche oder parlamentarische Debatte statt. Weder der US-Kongress noch die amerikanische Öffentlichkeit werden in nennenswertem Umfang einbezogen. Die Aufmerksamkeit von Politik und Medien sei anderweitig gebunden, wie Beobachter anmerken. Es wäre die folgenschwerste amerikanische Militärintervention im Nahen Osten seit mindestens einem Jahrzehnt – und sie könnte ohne jede demokratische Legitimation beginnen.

Wettmärkte taxieren die Wahrscheinlichkeit eines US-Angriffs auf den Iran bis Ende März bereits auf 60 Prozent. Der Ölpreis reagierte prompt: WTI-Rohöl kletterte auf 64 Dollar pro Barrel. Und genau hier könnte paradoxerweise der Schlüssel zum Frieden liegen. Trump, der stets die wirtschaftlichen Auswirkungen seiner Entscheidungen im Blick hat, weiß, dass ein Krieg die Ölpreise in die Höhe treiben und die ohnehin fragile Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnte.

Was bedeutet das für Europa – und für Deutschland?

Für Europa und insbesondere für Deutschland hätte eine militärische Eskalation im Nahen Osten dramatische Konsequenzen. Steigende Energiepreise, neue Flüchtlingsströme, eine weitere Destabilisierung der ohnehin angespannten Sicherheitslage – die Szenarien sind düster. Und während sich die Welt auf einen möglichen Großkonflikt zubewegt, diskutiert man hierzulande lieber über Gendersternchen und Klimaneutralität bis 2045. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz wäre gut beraten, die geopolitische Realität endlich ernst zu nehmen, statt sich in ideologischen Scheindebatten zu verlieren.

In Zeiten solcher Unsicherheit zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Krisenwährung unverzichtbar sind. Gold und Silber haben in jeder geopolitischen Krise der vergangenen Jahrhunderte ihren Wert bewiesen – als sicherer Hafen, wenn Papierwährungen und Aktienmärkte ins Wanken geraten. Wer sein Vermögen in turbulenten Zeiten schützen will, kommt an einer soliden Beimischung von Edelmetallen in seinem Portfolio kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Entscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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