
Trumps Venezuela-Deal: Millionen Barrel Öl für die USA – und der Präsident kontrolliert das Geld persönlich
Was wie ein geopolitischer Coup klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein bemerkenswertes Manöver amerikanischer Machtpolitik. US-Präsident Donald Trump verkündete auf seiner Plattform Truth Social eine Vereinbarung mit Venezuela über den Export von 30 bis 50 Millionen Barrel Öl in die Vereinigten Staaten. Der Clou dabei: Das Geld aus diesem Geschäft will Trump höchstpersönlich kontrollieren.
Persönliche Kontrolle über Milliarden-Einnahmen
Die Begründung des US-Präsidenten für diese ungewöhnliche Maßnahme liest sich fast schon paternalistisch. Das Geld solle „zum Nutzen der Menschen in Venezuela und der Vereinigten Staaten verwendet" werden, erklärte Trump. US-Energieminister Chris Wright wurde angewiesen, diesen Plan „unverzüglich umzusetzen". Bei einem aktuellen Ölpreis von rund 70 Dollar pro Barrel sprechen wir hier von Einnahmen zwischen zwei und dreieinhalb Milliarden Dollar – eine beachtliche Summe, die nun unter direkter präsidialer Aufsicht stehen soll.
Millionen Barrel lagern auf Tankschiffen
Der Hintergrund dieser Vereinbarung ist brisant. In Venezuela liegen derzeit Millionen Barrel Öl auf Tankschiffen und in Lagertanks, weil US-Sanktionen seit Mitte Dezember die Exporte massiv einschränken. Diese Blockade war Teil einer Druckkampagne gegen die Regierung von Nicolás Maduro – eine Strategie, die nun offenbar Früchte trägt, wenn auch auf unerwartete Weise.
Maduro in US-Gewahrsam – Venezuela spricht von Entführung
Die Dramatik der Situation wird durch die jüngsten Ereignisse noch verstärkt. Die USA haben Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores am Wochenende festgenommen und nach New York gebracht. Hochrangige venezolanische Regierungsvertreter bezeichneten diese Aktion als „Entführung" und warfen Washington vor, die riesigen Ölreserven des Landes stehlen zu wollen. Ein Vorwurf, der angesichts des nun verkündeten Öl-Deals durchaus Nahrung erhält.
Die US-Justiz wirft dem 63-jährigen Maduro Verwicklung in Drogenterrorismus und eine Verschwörung zur Einfuhr großer Mengen Kokain vor. Vor einem New Yorker Gericht wies er die Anschuldigungen zurück: „Ich bin nicht schuldig. Ich bin ein anständiger Mann, der Präsident meines Landes."
US-Ölkonzerne wittern Milliardengeschäfte
Das Weiße Haus verschwendet keine Zeit. Bereits für Freitag ist ein Treffen mit Führungskräften amerikanischer Ölkonzerne anberaumt, um über die Zukunft des venezolanischen Energiesektors zu beraten. Die Trump-Regierung drängt darauf, den Ölmarkt des südamerikanischen Landes stärker für US-Investitionen zu öffnen.
Trump selbst deutete gegenüber NBC News an, dass die USA möglicherweise Ölunternehmen subventionieren könnten, um den Wiederaufbau der maroden Energieinfrastruktur Venezuelas zu ermöglichen. „Eine enorme Summe Geld muss ausgegeben werden und die Ölunternehmen werden diese ausgeben, und dann werden sie ihnen von uns oder durch Einnahmen erstattet", so der Präsident.
Die größten Ölreserven der Welt
Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven von mehr als 300 Milliarden Barrel – mehr als Saudi-Arabien, mehr als der Iran. Bis 2005 war das Land einer der wichtigsten Öllieferanten der USA. Dies änderte sich jedoch drastisch, nachdem der sozialistische Staatschef Hugo Chávez 2007 die Industrie weiter verstaatlichte und den Besitz von US-Firmen beschlagnahmte.
Nun scheint sich das Blatt zu wenden. Was einst als ideologischer Triumph des Sozialismus gefeiert wurde, könnte sich als dessen größte Niederlage erweisen. Die Frage bleibt: Wem nützt dieser Deal wirklich – dem venezolanischen Volk, den amerikanischen Verbrauchern oder vor allem den US-Ölkonzernen, die seit Jahren auf eine Rückkehr in das ölreichste Land der Welt warten?
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