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Kettner Edelmetalle
25.02.2026
20:38 Uhr

Trumps Rede an die Nation: Börsenrekorde, Rentenversprechen und das große Schweigen bei den Zöllen

Es war ein Auftritt ganz nach dem Geschmack des 47. US-Präsidenten: Donald Trump nutzte seine Rede zur Lage der Nation am Dienstag, um sich ausgiebig für die Kursgewinne an den amerikanischen Aktienmärkten feiern zu lassen. 53 Rekordstände habe der Markt seit seinem Wahlsieg im November 2024 verzeichnet, verkündete Trump stolz. Was er dabei geflissentlich unter den Tisch fallen ließ: Die Wall Street tritt im laufenden Jahr 2026 praktisch auf der Stelle, während internationale Börsen den amerikanischen Markt längst abgehängt haben.

Das süße Gift der Börseneuphorie

„Weil der Aktienmarkt so gut gelaufen ist und all diese Rekorde aufgestellt hat, sind eure 401k-Konten ordentlich gestiegen", erklärte Trump den versammelten Abgeordneten. Die 401k-Pläne – das amerikanische Pendant zur betrieblichen Altersvorsorge – sind für Millionen US-Bürger der zentrale Baustein ihrer Ruhestandsplanung. Doch wer genauer hinschaut, erkennt die Risse in der glänzenden Fassade: Der S&P 500 hat seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 zwar rund 13 Prozent zugelegt, doch im Jahr 2026 stagniert der Leitindex nahezu. Der Dollar handelt derweil auf Niveaus, die man zuletzt 2022 gesehen hat – ein Alarmsignal, das Trump wohlweislich nicht erwähnte.

1.000 Dollar vom Staat – ein Wahlgeschenk auf Pump?

Die eigentliche Überraschung des Abends war Trumps Ankündigung, die Regierung werde künftig Arbeitnehmerbeiträge zu Altersvorsorgeplänen mit bis zu 1.000 Dollar pro Person bezuschussen. Profitieren sollen davon die „vergessenen amerikanischen Arbeiter", die keinen Zugang zu arbeitgeberfinanzierten Rentenplänen haben. Details? Fehlanzeige. Wie das Programm finanziert werden soll, in welchem Zeitrahmen es umgesetzt wird und wer genau anspruchsberechtigt sein wird – all das blieb im Nebel der großen Gesten verborgen.

Jake Dollarhide, Chef des Vermögensverwalters Longbow Asset Management, sieht in dem Vorhaben durchaus Potenzial für weitere Kursgewinne an der Börse. Schließlich würden staatlich subventionierte Rentenbeiträge zusätzliches Kapital in die Aktienmärkte spülen. Man könnte allerdings auch weniger wohlwollend formulieren: Hier wird mit Steuergeldern eine künstliche Nachfrage nach Aktien geschaffen – ein Strohfeuer, das die ohnehin schon aufgeblähten Bewertungen amerikanischer Technologiekonzerne weiter in die Höhe treiben dürfte.

Das ohrenbetäubende Schweigen zur Zollpolitik

Was Investoren weltweit eigentlich von dieser Rede erhofft hatten, blieb aus: Klarheit in der Handelspolitik. Nachdem der Oberste Gerichtshof vergangenen Freitag Trumps auf Notstandsbefugnissen basierende Zölle gekippt hatte, unterzeichnete der Präsident kurzerhand eine neue Verordnung für 10-Prozent-Zölle mit einer Laufzeit von 150 Tagen – nur um am Samstag nachzulegen und den Satz auf 15 Prozent zu erhöhen. Ein Hin und Her, das selbst hartgesottene Marktbeobachter schwindelig macht.

Karen Jorritsma, Leiterin des australischen Aktiengeschäfts bei RBC Capital Markets in Sydney, brachte die Enttäuschung vieler Anleger auf den Punkt: Man habe sich etwas Definitives zu den Zöllen erhofft, doch genau das sei ausgeblieben. Trumps lapidare Bemerkung, „fast alle" Länder und Unternehmen wollten an bestehenden Handels- und Investitionsabkommen festhalten, dürfte kaum jemanden beruhigt haben. Im Gegenteil – die Unsicherheit bleibt das dominierende Thema an den Märkten.

Parallelen zur deutschen Schuldenpolitik

Wer die Entwicklungen in den USA beobachtet, fühlt sich unweigerlich an die Verhältnisse diesseits des Atlantiks erinnert. Auch in Deutschland wird munter auf Pump regiert: Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz belastet kommende Generationen mit Schulden, deren Zinslast durch Steuern und Abgaben finanziert werden muss. Trumps Rentenversprechen folgt derselben Logik – staatliche Wohltaten heute, die Rechnung morgen. Dass die globale Verschuldung laut dem Institute of International Finance im Jahr 2025 bereits auf den Rekordwert von 348 Billionen Dollar gestiegen ist, passt ins Bild einer Welt, die sich ihre Gegenwart auf Kosten der Zukunft finanziert.

Edelmetalle als Fels in der Brandung

In einem Umfeld, in dem Aktienmärkte stagnieren, der Dollar schwächelt und die politische Unsicherheit auf beiden Seiten des Atlantiks zunimmt, drängt sich eine Frage geradezu auf: Wie schützt man sein Vermögen vor den Folgen dieser Politik? Historisch betrachtet haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber in genau solchen Phasen als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Während Papierwerte den Launen der Politik und der Notenbanken ausgeliefert sind, bieten Edelmetalle jene Stabilität, die weder Trump noch Merz ihren Bürgern garantieren können. Wer sein Portfolio klug diversifiziert, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Baustein der Vermögenssicherung in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung muss eigenverantwortlich und nach sorgfältiger eigener Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Verluste, die aus der Umsetzung der hier genannten Überlegungen resultieren könnten.

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